Mit Rückenwind zurück ins NLS-Geschehen für Smyrlis Racing

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Erneuter Klassensieg im Visier // Foto: Swoosh Communication

Hoch motiviert zurück in die Nürburgring Langstrecken-Serie: Nach dem viel beachteten Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Eifelkurs nimmt Smyrlis Racing am kommenden Samstag den vierten Saisonlauf der NLS in Angriff. Das Team aus dem hessischen Maintal schickt gleich vier Rennwagen an den Start des vierstündigen Events.

Christopher Rink, Francesco Merlini und Philipp Stahlschmidt wollen mit dem Porsche Cayman GT4 CS erneut die Cup3-Klasse der Langstrecken-Serie gewinnen, während Fabian Peitzmeier und Guido Heinrich den Erfolg des NEXEN-Porsche 718 Cayman GTS beim Saisonhöhepunkt nun auch in der NLS wiederholen möchten. In der BMW M240i-Markenpokalklasse schickt Smyrlis Racing gleich zwei Fahrzeuge an den Start: Anton Ruf und Roland Froese erhalten Verstärkung durch den Franzosen Josh Bednarski. Das Trio setzt sich ein Podiumsergebnis als Mindestziel. Ebenso ehrgeizig gehen die Italiener Lorenzo Medori, Simone Sama und Andrea Sapino mit dem zweiten M240i ins Rennen.

Maintal (16. Juni 2023). Der Champagner ist längst verspritzt, doch die Freude über den hart erkämpften Klassensieg beim Saisonhöhepunkt auf der Nürburgring-Nordschleife klingt beim Teamchef noch immer nach: „Wir machen alle schon sehr lange gemeinsam Motorsport, aber das 24-Stunden-Rennen war eine neue Herausforderung, die uns als Team nochmal enger zusammengeschweißt hat“, betont Ioannis Smyrlis. „Dieses Momentum wollen wir in die laufende Saison der Nürburgring Langstrecken-Serie mitnehmen. Mit unseren drei Stammautos peilen wir nicht nur das Podium an, sondern wollen jeweils auch die oberste Stufe in Angriff nehmen. Hinzu kommt ein zusätzlicher Rennwagen im BMW M240i Cup mit einer dreifach italienischen Fahrerbesetzung. Auch für dieses Trio streben wir ein Top-3-Resultat an.“

Dem schließt sich auch Fabian Peitzmeier an: Der 25 Jahre junge Master-Ingenieur aus der Nähe von Köln zählte neben Smyrlis, Christopher Rink und Guido Heinrich zu jenem Quartett, das beim „24er“ in der Klasse SP4T unter anderem das Werksauto von Subaru bezwungen hat. „Nach dem 24-Stunden-Rennen sind wir besser denn je auf unseren Porsche 718 Cayman GTS eingestellt, den Smyrlis Racing gemeinsam mit der Racing Group Eifel einsetzt“, so Peitzmeier. „Das wollen wir jetzt beim bevorstehenden NLS-Lauf unter Beweis stellen und am Samstag den ersten Sieg klarmachen. Dank der intensiven Arbeit am Setup haben wir nochmal etwas mehr Performance und Haltbarkeit aus unseren Nexen-Reifen quetschen können. Dies könnte gerade bei den sommerlichen Temperaturen, die wir für das Wochenende erwarten, ein Schlüsselfaktor sein.“

Auch Francesco Merlini hat Grund zur Vorfreude auf das kommende Vierstundenrennen auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring-Nordschleife und Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses. „Den ersten Saisonsieg in der hart umkämpften CUP3-Klasse konnten wir mit dem Porsche 718 Cayman GT4 bereits beim dritten Lauf feiern, daran wollen wir jetzt natürlich anschließen“, so der Italiener, der sich den Mittelmotor-Rennwagen wieder mit Christopher Rink und Philipp Stahlschmidt teilt. „Wie beim vorherigen Mal müssen wir wieder schnell und clever zugleich sein. Ich habe mich daheim mit intensivem Training und ausführlichem Studium der Onboardvideos bestmöglich vorbereitet. Aber die Nordschleife ist immer wieder eine besondere Herausforderung. Ich persönlich mag die Passage vom Karussell bis zum Brünnchen für ihren fahrerischen Anspruch und den Abschnitt vom Pflanzgarten bis hinter das Bellof-S für den Mut, den du mitbringen musst.“

Mit ehrgeizigen Zielen gehen auch Roland Froese und Anton Ruf mit dem BMW M240i ins Rennen. „Wir wollen natürlich wieder auf das Podium fahren, schielen mindestens mit einem Auge aber auch in Richtung Klassensieg“, so Froese, der mit dem Franzosen Josh Bednarski einen neuen dritten Mann auf seinem Auto begrüßt. „Das wäre für uns großartig und würde uns auch in der NLS-Meisterschaftswertung weiter nach vorne bringen. Leider ist die Konkurrenz in der M240i-Markenpokalklasse unwahrscheinlich stark, aber wir geben wieder alles, um sie aus eigener Kraft zu schlagen – da freue ich mich persönlich am meisten drauf. Anton und ich sind nach den ersten drei Rennen voll auf das Auto eingeschossen und auch in puncto Rundenzeiten bereit für den nächsten Schritt. Dieses Ziel haben wird uns bereits für das Qualifying gesteckt.“

Konkurrenz bekommt das Trio am Samstag aus dem eigenen Haus: Smyrlis Racing schickt einen zweiten BMW M240i an den Start. Ihn teilen sich die Italiener Lorenzo Medori, Simone Sama und Andrea Sapino.