Sieg für BMW Trio in der Lausitz

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Die Startphase war besonders turbulent // Foto: Patrick Holzer

Der Double-Header der DMV NES 500 auf dem DEKRA Lausitzring startete mit einem Sieg für Viszokay/Lengyel/Piana (BMW M4 GT4). Das Trio verwies ihre Markenkollegen Hoffmeister/Wolf (BMW M4 GT4) auf Rang zwei. Dritte wurden Redlich/Redlich/Cordes (Opel Astra TCR).

Gleich in der Startphase machte die ungarische BMW-Besatzung, die sich wieder mit GT4-Ass Gabriele Piana verstärkt hatte, klar, dass der Sieg nur über sie gehen würde. Während die Polesitter vorneweg fuhren, erwischte es Hoffmeister/Wolf im engen Startgetümmel. Zwar setzte sich Hoffmeister schnell wieder auf Platz zwei, doch vorne war der Zug erst einmal abgefahren. Da sich die Führenden keine Fehler leisteten und Piana mit schnellen Rundenzeiten glänzte, mussten sich Hoffmeister/Wolf mit Rang zwei zufriedengeben. Zwar konnte das Leutheuser Racing Duo während der Boxenstopps für einige Runden die Führung übernehmen, am Ende stand ein Rückstand von etwas über 15 Sekunden auf der Uhr. „Heute hat es einfach nicht ganz gereicht“, so Arne Hoffmeister dazu.

Premierenpodium für Redlich/Redlich/Cordes // Foto: Patrick Holzer

Auf Rang drei feierten Redlich/Redlich/Cordes eine Premiere. Erstmals stand das Trio auf dem Gesamtpodium. Der Sieg in der NES 8 war das Sahnehäubchen auf der konstant guten Leistung. Gerade Steffen Redlich biss sich in der Anfangsphase im Vorderfeld fest. „Wir hatten auch Glück, dass andere ausgefallen sind. Es hat alles funktioniert und das Auto hat gehalten. Das Team hat funktioniert“, analysierte Steffen Redlich. Vater Holger Redlich ergänzte: „Alle Zahnräder, nicht nur im Getriebe, haben heute ineinandergegriffen. Bei anderen ist etwas kaputt gegangen, aber das gehört zu einem Endurance Rennen. Wir sind stolz und glücklich über unseren Sieg in der NES 8.“ Zufrieden zeigte sich auch Bodo Cordes, der als dritter Fahrer ins Volant griff: „Das hat viel Spaß gemacht und es hat alles gut funktioniert. Ein Dreistunden Rennen ist nicht ganz ohne. Ich bin auf zwei Autos gefahren. Das war eine zusätzliche Herausforderung.“ Wie angesprochen, profitierten die Opel-Mannen auch von Problemen der Konkurrenz. Aus der Spitzengruppe erwischte es sowohl Hammel/Nehls (Opel Astra TCR) mit Ladedruckverlust, als auch Ladurner/Cartery (Seat Leon TCR). Letztere waren ebenfalls aus dem Startgetümmel nicht ohne Schäden herausgekommen.  Der Innenradkasten hatte sich verabschiedet. Nach einer Stunde saugte ausgerechnet Cartery das Teil auf. Das verstopfte die Motorluftzufuhr. Die Folge. Motorschaden.

Nach packendem Kampf siegten Eis/Ohlsson in der NES 5 // Foto: Patrick Holzer

Enger Kampf in der NES 5
Einen engen Kampf gab es um den Sieg in der NES 5. Wie erwartet kämpften gleich mehrere Teams um den begehrten Klassensieg. Am Ende siegten Ohlsson/Eis (MINI 1,6T), die damit ihren ersten Saisonsieg einfuhren. Als engste Kontrahenten kristallisierten sich gegen Rennende Mierschke/Schrey/Saal im VW Scirocco heraus. Bis zur 33. Runde legte Philipp Eis stark vor und fuhr bis auf die zweite Gesamtposition nach vorne. Nach dem ersten Pflichtstopp lagen der Mini und der Scirocco dicht beieinander. Als Ohlsson in Runde 49 zum zweiten Pflichthalt die Box ansteuerte, wechselte erstmals die Klassenführung. Der Scirocco blieb acht Runden länger auf der Strecke. Dadurch lag das Scirocco-Trio zeitweise an der dritten Stelle. Als diese stoppten, übernahm wieder die Mini-Besatzung die Spitze in der NES 5. Die gab das Duo nicht mehr aus der Hand. Nach 81 Runden zeigte die Uhr einen Vorsprung von über 31 Sekunden an. Auf einem starken vierten Gesamtrang lief der Mini ins Ziel ein. Noch enger war die Entscheidung um Rang drei. Hier kämpften die beiden Clios von Sprit Racing um den letzten Podestplatz. Am Ende setzten sich Nieman/Knap gegen Knap/Knap/Nieman (beide Renault 4) durch. „Es war heute ein hartes, aber jederzeit faires Rennen. Von den Zeiten her waren wir stets gut dabei. Von daher konnten wir mit der Taktik auch etwas spielen. So haben wir uns wieder nach vorne gekämpft“, berichtete Eis. Seine Teamkollegin Pia Ohlsson erzählte: „Ich bin als Zweite gefahren. Wir machen das immer so, dass Philip als erster fährt. Das ist unsere bisherige Taktik und hat immer gut funktioniert. Ich hatte ein paar gute Zweikämpfe. Es lief alles sehr fair ab.“ Als Solist fuhr Michael Neuhäuser (BMW M135i GTR) auf die fünfte Gesamtposition. Damit gewann er auch die NES 6/7 vor Driescher/Baum (BMW 240i GT).

Heidrich/Volmer staubten den Sieg ab // Foto: Patrick Holzer

Dramatik in der NES 3
Dramatisch endete das Rennen der NES 3. Wenige Runden vor Schluss schienen sich Fester/Fester/Fleischmann (BMW 325i E90) gegen ihre Dauerkonkurrenten Heidrich/Volmer (BMW 328i E36) durchzusetzen. Die beiden NES 3 Teams lieferten sich wieder einen engen Kampf. Eine Stunde vor Schluss trennten die beiden BMW-Teams nur 25 Sekunden. Als es in die letzten 30 Minuten ging, schien die Sache geritzt. Plötzlich gingen die Code 60 Flaggen raus. Der gelbe E90 fehlte. Wenige Minuten vor dem Fallen der schwarz-weiß karierten Flagge strandete Fester in den Reifen. „Das war gestern ein starkes Rennen von uns. Wir konnten uns gut behaupten. Leider hatten wir am Ende zu wenig Grip, wodurch das Auto hinten ausbrach und ich auch in die Reifenstapel abgeflogen bin“, so Markus Fester. Dadurch erbten Heidrich/Volmer den Sieg in der NES 3. „Der Sieg war für uns unverhofft und es war etwas Glück dabei. Aber wir haben nie aufgegeben und sind dran geblieben“, fand Martin Heidrich. Zumindest Fleischmann/Fester durften dennoch jubeln. Gemeinsam mit Thomas Röpke fuhren die beiden im BMW 325i E30 als Zweite aufs Klassenpodium. Rang drei ging an Capliuk/Moszike (BMW 330i E90).

Der Sieg in der NES 1/2 ging in die Schweiz // Foto: Patrick Holzer

Einen klaren Sieg für Rodella/Denzer (Suzuki Swift Sport) gab es in der NES1/2. Die Eidgenossen setzten mit einer Runde Vorsprung gegenüber Uenzen/Uenzen/Paula (BMW 318ti E36) durch. Dabei hatte das schweizer Suzuki Duo Glück, denn ein ins Straucheln geratenes Fahrzeug hätte den Swift zu Beginn der Gegengerade fast noch abgeräumt. Mit leichten Kampfspuren sah der schwarze Swift das Ziel. Dritte wurde das Vater-Tochter Trio Hermann/Hermann/Hermann (BMW 328ti Cup).

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