Auftaktsieg für BMW Trio

1085
Am Ende war es ein souveräner Gesamtsieg für das BMW Trio // Foto: Patrick Holzer

Mit einem am Ende souveränen Sieg starteten Jürgen Oehler/Florian Sternkopf/Gabriele Piana (BMW M4 GT4 G82) in die Saison. Beim ersten Lauf der DMV NES 500 in Hockenheim siegte das Trio mit einer Runde Vorsprung auf Heiko Hammel/Reinhard Nehls (Audi RS3 LMS TCR) und Kim Berwanger/Dennis Leißing (Seat Cupra TCR).

Ernsthaft gefährdet war der erste Gesamterfolg in der NES für das Team von Cerny Motorsport im Grunde nie. Nur zwischen der 18. und 26. Runde musste Startfahrer Jürgen Oehler die Führung an Heiko Hammel abgeben. Am Ende konnte selbst ein technisches Problem die Siegesfahrt nicht stoppen. „Ich bin super happy, dass wir alles ganz gelassen haben und auch zu Ende gefahren sind. Es war ein bisschen tricky mit dem Regen zwischendurch. Aber es war nicht so, dass wir auf Regenreifen hätten wechseln müssen. Während des Rennens hatten wir noch Probleme mit dem Lenkgetriebe. Gabriele hat es entdeckt, wir konnten es jetzt nicht beheben, aber im Notmodus durchfahren“, berichtete Florian Sternkopf.

Das Rennen selbst war bei leicht feuchten Bedingungen gestartet worden, wobei Hammel gleich mächtig Druck machte, sich aber zwei Ausrutscher leistete. Noch im Verlauf der ersten Runde kämpfte sich Hammel wieder auf Platz zwei nach vorne. Der Routinier setzte sich hinter Pole-Mann Oehler fest. Der konnte bei immer wieder einsetzendem Nieselregen dem Audi nicht wegfahren. Nach 35 Minuten bremste sich Hammel an der Spitzkehre vorbei. Der Titelverteidiger setzte sich leicht ab, wobei Oehler seine Aufgabe bestens gemeistert hatte. Zumal mit Florian Sternkopf und vor allem Gabriele Piana zwei schnelle Piloten die Jagd auf Platz eins eröffneten. Dafür gab es auch Lob von Teamkollege Florian Sternkopf: „Am Anfang hat Jogi Oehler gut vorgelegt und mit Heiko Hammel super mitgehalten.“ Die erste Full Course Yellow nach rund einer Stunde nutzten fast alle Teams zum Pflichtstopp. Bei Cerny Motorsport setzte sich Florian Sternkopf hinter das Volant. Ausgangs Sachskurve ging er an Reinhard Nehls vorbei. Auch den einsetzenden Regen meisterte Sternkopf problemlos, so dass er den M4 in Führung liegend an Piana übergeben konnte. Der brachte trotz der technischen Probleme den Erfolg souverän über die Zeit. „Ich hatte natürlich zwei mega starke Teamkollegen dabei. Es hat sehr viel Laune gemacht, die Konstanz für die weitere Saison zu erproben und das Auto mehr kennen zu lernen. Danke nochmals an das gesamte Team. Wir hatten super Boxenstopps und es hat alles so funktioniert, wie es das sollte. Wir sind für die restliche Saison bereit“, freute sich Jürgen Oehler über den Gesamtsieg.

Da es in der Cup TC den Sieg gab, konnten Hammel/Nehls auch mit Gesamtrang zwei gut leben // Foto: Patrick Holzer

Erster Schritt Richtung Titelverteidigung
Dennoch durfte man bei Heiko Hammel und Reinhard Nehls mit der Premiere im Audi zufrieden sein. In der Cup TC Klasse setzte sich das Duo gegen Kim Berwanger und Dennis Leißing mit knapp über 25 Sekunden Vorsprung durch. Da die Klasse zudem gut besetzt war, gab es für den Klassensieg ordentlich Punkte. „Wir haben im Prinzip komplett bei Null angefangen und hatten letzte Woche nur einen Testtag, aber da war Reinhard gar nicht dabei. Dass wir alles am Anfang dann so auf den Punkt brachten, das war schon sehr gut. Es war alles top und wir sind mit dem Wochenende und dem Einstand sehr zufrieden“, so Heiko Hammel. Reinhard Nehls, der an diesem Wochenende zum ersten Mal hinter dem Audi-Lenkrad saß, sagte: „Das Auto ist nochmals eine Steigerung. Heiko ist heute auch wunderbar gefahren. Ich möchte auch unser Team loben. Es ist einfach fantastisch, wie alles ineinandergelaufen ist Ich freue mich darauf mit dem Auto weitere Rennen zu fahren.“

Eng war die Entscheidung um den dritten Gesamtplatz. Nur rund 1,5 Sekunden hinter Berwanger/Leißing folgten Stanco/Stanco in einem weiteren TCR Seat. Dass es zwischen den beiden Seat so knapp wurde, lag auch an einer Zeitstrafe für das Team von asBest Racing. Ein zu kurzer Stopp brachte zehn Strafsekunden ein. Ansonsten hatte sich Kim Berwanger nach einem leichten Geplänkel in den ersten drei Runden von den Markenkollegen etwas absetzen können. Nachdem beide Seat zeitgleich gestoppt hatten, wurden für einige Runden die Plätze getauscht. Die Entscheidung fiel nach dem letzten Boxenhalt, nachdem sich Berwanger/Leissing wieder vor den Stanco-Seat setzten und trotz der Zeitstrafe den dritten Gesamtrang sowie Platz zwei in der Klasse nach Hause brachten. Gesamtrang fünf sowie Platz vier in der Cup TC ging an die asBest Racing Teamkollegen Feucht/Schemmann im VW Golf GTI TCR.

In der NES 3 siegte das Trio Obermann/Blum/Bock // Foto: Patrick Holzer

Der Blick in die Klassen
Eine gelungene Premiere in der DMV NES 500 feierten Florian Ebener und Florian Quante mit ihrem BMW M3 E36. Das BMW-Duo lag das komplette Rennen über in den Top 10 und durfte am Ende über den sechsten Gesamtrang jubeln. Dazu gab es den souveränen Sieg in der Cup M vor Scholl/Olbrisch/Capliuk/Lenz (BMW 328i E36). Den Sieg in der NES 3 holten sich Obermann/Bock/Blum (BMW 325iS E36) mit einer Runde Vorsprung auf Solist Igor Rodella im Suzuki Swift Sport. Der Eidgenosse gab in den drei Stunden alles, kam aber nicht entscheiden an die Klassensieger heran. „Das war volle drei Stunden Sprint. Aber leider konnte ich die fehlende Motorleistung nicht wettmachen. Wir haben zwar mehr Leistung, aber noch nicht genug“, so Rodella. Dahinter beendeten Koger/Alpiger im VW Scirocco das Rennen als Gesamtachte, was dem Duo von asBest Racing zudem den Sieg in der Cup 2T einbrachte.

In der NES 1 feierte Smyrlis Racing dreifach Erfolg // Foto: Patrick Holzer

Voll besetzt war die NES 1, wo sich gleich sechs BMW 318ti Cup um den Gesamtsieg balgten. Hier setzte sich das starke Fahrertrio um Ioannis Smyrlis, Justin Wichmann und Philipp Stahlschmidt mit zwei Runden Vorsprung durch. „Es war cool heute, weil auch etwas Competition in der Klasse war. Das Rennen selbst war auch super. Die Jungs haben eine super Arbeit gemacht. Ich würde sagen, dass wir am Ende verdient gewonnen haben“, befand Teamchef Ioannis Smyrlis. „Ich muss auch von meiner Seite aus sagen, dass es ein super Rennen war. Es war heute auch alles dabei von Sonne bis Regen. Es hat echt Spaß gemacht auch mit viel Verkehr zu fahren mit schnelleren und langsameren Autos. Wir haben auch als Team ein tolles Ergebnis eingefahren mit Platz eins, zwei und drei“, so Justin Wichmann. Laube/“Jan Nik“/Barst und Auer/Ruf komplettierten für Smyrlis Racing das starke Teamresultat.