Sorg Rennsport erzielt beim zweiten NLS-Lauf drei Podestplätze

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Startnummer 414 (Klasse V6): Xavier Lamadrid (MC), Hans Lindbohm (S), Fabrice Reicher (F), Porsche Cayman S // Foto: 1VIER.COM / Sorg Rennsport

Großer Einsatz des Teams, Top-Ergebnisse und glückliche Kunden: Die 53. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, zweiter Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie 2022, verlief für Sorg Rennsport ausgesprochen erfreulich.

Schon der Freitag vor dem Event markierte einen gelungenen Start ins Rennwochenende. Am Vormittag nahmen bereits acht Fahrer teil, die noch einen der begehrten Nordschleifen-Permits für den 24-Stunden-Saisonhöhepunkt erwerben müssen. Nachmittags stiegen dann endlich wieder die lang vermissten Taxifahrten im Rennwagen über die Nordschleife. Zur großen Begeisterung der Mitfahrer auf dem „heißen Sitz“ spulten die von Sorg Rennsport betreuten Fahrzeuge 65 Runs ab.

Auch die Technik-Truppe kam schon am Freitag auf Betriebstemperatur, denn einige unvorhersehbare Probleme erforderten eine Nachtschicht von den Mechanikern. Bis zum Beginn des Qualifyings am Samstagvormittag waren aber alle acht genannten Autos wieder in Topzustand und konnten auf Zeitenjagd gehen. Zahlreiche Code-60-Phasen erschwerten wiederum dieses Vorhaben, dennoch erzielte die Sorg-Armada sehr ansehnliche Ergebnisse – allen voran die Pole Position der Startnummer 514 in der Klasse VT2-R+4WD. Einzig der neue BMW 128ti kassierte einen Leitplankenkontakt und legte keine brauchbare Zeit hin. Diesen Lapsus machte die Crew im frontgetriebenen Tourenwagen in den gut vier Rennstunden allerdings mehr als wett. Leon Köhler (D) stürmte mit der Startnummer 488 bis auf Rang drei nach vorn, sodass er und seine Cockpit-Kollegen Bernhard Wagner und Florian Krüger (beide D) einen Podestplatz in der gut besetzten Klasse VT2-FWD bejubeln duften. Zudem legte die Crew die schnellste Rennrunde der Klasse hin und bewies einmal mehr, dass auch der frontgetriebene BMW 128ti voll renntauglich ist.

Eine ebenso gute Platzierung gelang Sorg Rennsport mit der Startnummer 504 in der Klasse VT2-R+4WD. Björn Simon (D), Edoardo Bugane (I) und Moran Gott (GB) pilotierten den „BGS“ BMW 330i auf Rang drei von acht gewerteten Startern. Drei Positionen dahinter lief die baugleiche Startnummer 524, pilotiert von Michael Dayton, Robert Grace und Jason Griscavage (alle USA) ein. Lediglich der „Schaltwerk Bikes“ BMW 330i mit der Startnummer 514 verpasste den Zieleinlauf – nach einem Kontakt mit einem Porsche war das Rennen für Robert Mau (F), Christopher Allen (GB) und Hans Joachim Theiß (D) in der vierten Runde vorzeitig beendet.

Das Podest-Triple für Sorg Rennsport rundeten Cesar Mendieta (AUS), Michael Kovac (USA) und Caryl Frisché (F) ab. Ihr Porsche Cayman S mit der Startnummer 418 erreicht in der Klasse V6 den dritten Platz, gefolgt vom Schwesterauto 414 mit Xavier Lamadrid (MC), Hans Lindbohm (S) und Fabrice Reicher (F) im Cockpit.

In der mit 15 Startern ausgesprochen umkämpften Klasse CUP3 lag für das Team der Brüder Benjamin und Daniel Sorg sogar der Sieg in Reichweite. Die beiden dort eingesetzten Porsche 718 Cayman GT4 CS mischten im ersten Renndrittel munter in der Spitzengruppe mit und sammelten einige Führungskilometer. Bei Halbzeit führten Fidel Leib (D), Philip Miemois (FIN) und Dmytro Ryzhak (D) im „Schmersal“ Porsche mit der Startnummer 959 ihre Klasse an. Letztlich verpassten sie das Podest als Vierte nur um 5,8 Sekunden. Bei Rennmitte auf Position vier liegend, rechneten sich zu diesem Zeitpunkt auch Stefan Beyer und Heiko Eichenberg (beide D) im „Sinziger Mineralbrunnen“ Porsche mit der Startnummer 949 gute Chancen aufs Podium in der Klasse aus. Dann aber wurde der Cayman auf der Grand Prix-Strecke von einem Gegner touchiert, was dem Mittelmotor-Renner einen Reifenschaden und damit einen unplanmäßigen Boxenstopp bescherte – Rang acht blieb danach der schmale Lohn für eine starke Performance.