Die schlechten Nachrichten reißen für die Königsklasse des Motorsports nicht ab. Nachdem bereits bei allen Konstrukteuren und Rennställen der Formel1 der Gürtel enger geschallt wird, kündigte nach der ING-Bank (Renault) und der Credit Suisse (BMW) vergangenen Mittwoch ein weiterer Großsponsor seinen Ausstieg aus der Formel1 an.
Einen Tag später stoppten die Investoren in Dubai wegen Geldmangels das Millionenprojekt eines bereits zur Hälfte fertiggestellten Formel-1 Themenparks. Die Flut von Hiobsbotschaften scheint zunehmend auf die Stimmung vor dem Saisonstart im März zu drücken. „ Es ist schwerer geworden Geld aufzutreiben", bringt Teamchef Frank Williams die Lage auf den Punkt. Um Summen dieser Größenordnung geht es in den unteren Ebenen des Motorsports freilich nicht, aber auch im Bereich des Breitensports wird die Luft zunehmend dünner. So beklagen die
Veranstalter verschiedener Serien einen Rückgang der Festeinschreibungen gegenüber der vergangenen Jahre. Ein Teil der Fahrer scheint zunehmend vorsichtiger und abwartender geworden zu sein. Um darauf zu reagieren und um es für alle etwas leichter zu machen, hat die STT für die Saison 2009 einiges geändert. Promoter Rolf Krepschik setzt auf günstigere Preise und reagierte dementsprechend auf die sich abzeichnende Trendwende im Motorsport.
Nenngeldrückerstattung für eingeschriebene Teilnehmer bei
Nichtteilnahme
Feststarter zahlen zukünftig in der STT für die Einschreibung vor dem Januar 750 Euro, danach 1050 Euro. Das Nenngeld pro Veranstaltung beläuft sich auf 500 Euro, Fahrzeuge bis 2000 ccm bezahlen lediglich 450 Euro. Gaststarts in der STT kosten 750 Euro, Fahrzeuge bis
2000 ccm 700 Euro. Lukrativ ist das Angebot für Neueinsteiger. So bezahlen Gäste bei ihrem ersten STT Start 500 Euro, bzw. 450 Euro für Fahrzeuge bis 2000 ccm. Dieses Angebot gilt jedoch nicht für die Rennen in Hockenheim vom 20.-21. Juni und in Oschersleben im Juli. Für
eingeschriebene Teilnehmer hält die STT noch ein zusätzliches Bonbon bereit. „ Als eingeschriebener Teilnehmer kann man ab sofort bis 30 Tage vor der Veranstaltung zurück treten. Nach Vorbild der VLN bleibt für die STT eine Bearbeitungsgebühr von 100,- Euro, das restliche Nenngeld wird dem Teilnehmer innerhalb von 14 Tagen zurück erstattet", erklärte der Lüdenscheider Serienveranstalter Rolf Krepschik gegenüber auto-rennsport.de. Außerdem nimmt man am Saisonende an der lukrativen Verlosung hochwertiger Sachpreise teil, die von Namensgeber H&R und anderen Werbe- und Förderpartnern bereitgestellt werden.
Kooperation mit AvD 100 Meilen
Neben den bereits erwähnten Kostensenkungen setzt die Spezial-Tourenwagen-Trophy auch auf Kooperationen mit anderen Rennserien. So konnte sich Rolf Krepschik mit AvD 100 Meilen Veranstalter Rudi Philipp auf eine Zusammenarbeit bei zwei Veranstaltungen einigen. Bei
diesen zwei Läufen tritt die STT in einem anderen Rennmodus an, innerhalb des AvD 100 Meilen Rennen, Hockenheim im Juni und Oschersleben im Juli, wird ein 80 Minuten Rennen ausgetragen. Für die STT gilt ein Pflichtboxenstopp von 20 Minuten! Diese Zeit kann genutzt
werden zum Nachtanken, Reifenwechsel, Fahrerwechsel oder kleineren Reparaturen. Das Rennen wird als ein Rennen mit doppelter Punktzahl für die Meisterschaft gewertet.
Jürgen
Holzer
Heinz-Josef
Chorus hat sich für die STT 2009 entschieden
2-Liter Klasse
im Aufschwung
Erfreulicherweise haben sich einige Gaststarter des vergangenen Jahres entschlossen in der neuen Saison als feste Starter in der STT anzutreten. Darüber hinaus kann Promoter Rolf Krepschik auch neue Gesichter als fest eingeschriebene Starter in der STT begrüßen. Gerade
die in den letzten Jahren an Schwund leidende Klasse bis 2000 cccm erhält Zuwachs durch die Marken VW Golf und Ford
Focus.
Reisekostensenkung bei Streckenwahl im Vordergrund
Bei der Auswahl der Strecken hat man darauf geachtet die Logistigkosten im Rahmen zu halten und auf weiter entfernte Strecken verzichtet. So tauchen der Djurslandring in Dänemark und die kroatische Rennstrecke in Grobnik im diesjährigen Rennkalender nicht mehr auf.
Die STT tritt an sechs Rennwochenenden auf fünf verschiedenen Rennstrecken an. Der Saisonauftakt findet beim Jim Clark Revival vom 14.-17. Mai nach der Verlegung der Veranstaltung am EuroSpeedway statt. Weiter gastiert die STT im Juni in Hockenheim, im Juli in Oschersleben und erneut im badischen Hockenheim. Im September erfolgt der einzige Auslandsstart im niederländischen Assen. Schon traditionell findet das Saisonfinale wie schon die Jahre zuvor im Oktober am Nürburgring statt.