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| Langstreckenmeisterschaft
Nürburgring |
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| Gute Rennen und gute Saison für
Motorsport- Urgestein |
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Für Memminger Motorsport (München), startend für den MSC Fürstenzell, ist die Teilnahme an der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) pures Hobby: Auf der Rennstrecke wird hart gekämpft, im Fahrerlager herrscht gute Stimmung. Die unverkrampfte Art lässt Günter und
Stefan Memminger unbekümmert auffahren und ohne Druck rasen die beiden von Sieg zu Sieg – auch wenn’s manchmal haarig ist. |
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Meuren |
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| Zwei
Start und Zielsiege für Memminger Motorsport |
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Beim 9. und vorletzten Lauf der VLN am 15. Oktober 2011 ging Günter Memminger allein an den Start, sein Sohn Stefan war beruflich verhindert. Für den alten Haudegen kein Problem, schon mehrfach hatte er in diesem Jahr bewiesen, dass er vier Stunden Renndistanz völlig problemlos solo bewältigen kann und dabei die Konkurrenz in Grund und Boden fährt. Zunächst schien das Konzept der unbekümmerten Fahrt aus „Spaß an der Freude“ auch beim vorletzten Rennen aufzugehen: Memminger stellte im Training den BMW 318is auf Startplatz eins der Klasse V2 und dominierte auch im Rennen den Wettbewerb nach Belieben. Die scheinbar unbekümmerte Fahrt, die auf der Nordschleife in Wirklichkeit extrem anstrengend ist, nahm ein jähes Ende, als die Servolenkung am BMW ihren Geist aufgab. Gleichzeitig versprühte das System sein Öl über das Fahrzeug und die Windschutzscheibe. Nur ein kleines Sichtfenster blieb dem Routinier, um sein Rennen zu Ende zu fahren. Aber auch dieser Umstand konnte Günter Memminger nicht einbremsen, im Gegenteil: Trotz fehlender Lenkunterstützung und eingeschränkter Sicht gab er noch mehr Gas und konnte den von Anfang an eingefahrenen ersten Platz mit einem deutlichen Vorsprung über die Ziellinie fahren. Quasi im Blindflug steuerte Memminger durch die grüne Hölle. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass der Bruch eines Achsträgers die Leitung der Servolenkung beschädigte, das gesamte Öl sich im Motorraum verteilte und auf die Frontscheibe des BMW spritze. Als die Anlage der Servolenkung leer gelaufen war, lief die Pumpe trocken und verabschiedete sich endgültig.
Problemlos durchs letzte Rennen
Das letzte Rennen der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring fand nur 14 Tage nach Lauf neun statt. Diesmal hatte Günter Memminger Familienverstärkung, Sohn Stefan stand ihm beim letzten 4h-Rennen der Saison wieder zur Seite. Schon im Training drückten die beiden der Klasse V2 ihren Stempel auf. Während Stefan Memminger wenig Glück während seiner Trainingsrunden hatte – zahlreiche Unfallstellen, Ölspuren und Trümmerteile bremsten ihn immer wieder ein – konnte Senior Günter Memminger tief in die Trickkiste greifen und der Konkurrenz ordentlich einen „einschenken“. Er distanzierte den zweitplatzierten, baugleichen und leistungsidentischen BMW um zehn Sekunden, was in der Startaufstellung sechs Plätze ausmachte.
Mit dem beruhigenden Vorsprung ging Memminger Senior als erster ins Rennen und konnte sich sofort beim Start weiter von der Konkurrenz absetzen. Mit dem so geschaffenen Puffer drehte Günter Memminger stoisch seine Runden – völlig problemlos. In Runde zehn steuerte er planmäßig die Box an, um Kraftstoff zu fassen, anschließend setzte er das Rennen für weitere acht Runden fort. Im letzten Drittel seines Stint kam es dann doch noch zu einem Rempler: Beim Überholen machte ein Wettbewerber einer deutlich größeren Klasse zunächst Platz, zog dann aber wieder auf Memmingers Linie, wodurch es zu einer leichten Kollision kam, die jedoch nur kosmetischen Schaden hinterließ. In Runde 18 stand der gelbe BMW erneut an der Box – diesmal zum planmäßigen Fahrerwechsel. Stefan Memminger übernahm den Wagen und schickte sich an, die gute Vorarbeit seines Vaters fortzusetzen. Der Junior hatte dabei deutlich weniger Glück: Während seiner Runden mehrten sich die Unfälle anderer Teilnehmer und bremsten den Vorwärtsdrang von Memminger massiv ein. Dennoch konnte auch Stefan ein derartiges Tempo vorlegen, dass die Konkurrenz nie den Hauch einer Chance bekam. Mit einem Vorsprung von fast vier Minuten überquerte das Münchener Vater-Sohn Gespann nach vier Stunden Renndistanz die Ziellinie.
Günter Memminger nach dem Rennen:
„Eine tolle Saison liegt hinter uns: Wir haben in fast jedem Rennen die Konkurrenz im Griff gehabt und mussten so gut wie keine Rückschläge einstecken. Unser Auto ist über die Jahre gereift und bis auf die letzte Schraube optimiert – alles im Rahmen des erlaubten. Wir haben viel Geld und Zeit investiert, um den Wagen so stark zu machen. Stefan hat bewiesen, dass auch er sehr schnell unterwegs sein kann, wenn die Verhältnisse es zulassen. Auch er hat die Konkurrenz im Griff, was mich natürlich freut. Mein Dank geht an Hoffmann Motorsport, die uns während der Rennen unterstützen. Für das kommende Jahr habe ich ein lukratives Angebot im BMW 325i Cup zu starten. Ob ich dieses annehme, steht noch in den Sternen. Vielleicht bleibe ich der VLN aber auch ein weiteres Jahr treu – nur die Klasse steht bis jetzt noch nicht fest.“
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Presse Meuren |
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Artikel vom 31.10.2011
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