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34. DMV 250-Meilen-Rennen 
Überlegt gefahren
Das Team SemiQuarz RACING kämpfte wie alle im gut 180 Auto starken Fahrerfeld mit regelrecht unwirklichen Witterungsbedingungen. Schon zum Trainingsauftakt war klar: Nur, wer mit kühlem Kopf fährt, kommt heil ins Ziel – SemiQuarz RACING zeigte, wie es geht. Es war alles 
andere als gutes Wetter, um Autorennen zu fahren: Temperaturen deutlich unter 10°C, durch Nebel deutlich reduzierte Sicht und heftiger Regen.
 © Meuren
 Team SemiQuarz Racing 
der von böigem Wind zeitweise quer über die Eifel gefegt wurde, machte das Leben für Protagonisten, Boxencrews und Zuschauer gleichermaßen schwer. Ungeachtet dessen starteten Dietmar Henke, Teamchef von SemiQuarz RACING (Paunzhausen b. München) und Konstantin Wolf (Unterschleißheim) in das um etwa 20 Minuten verschobene Zeittraining zum 9. Rennen der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN). Zunächst drehte Wolf drei Trainingrunden auf dem für ihn neuen Arbeitsgerät, dem Renault Clio Cup, mit dem er trotz schlechter Witterungsbedingungen erstaunlich gut zurecht kam. Danach übernahm Dietmar Henke den Wagen, um seinerseits zwei Trainingsrunden zu absolvieren und um den Wagen mit einer verbesserten Zeit in der Startaufstellung weiter nach vorne zu bringen. Seine schnellste Runde drehte er mit 13:02 Minuten. Wissend, dass nicht zuletzt das schlechte Wetter eine bessere Rundenzeit vereitelte und dass ein 4h-Rennen nicht mit einer schnellen Runde entschieden wird, stand das gesamte Team dem ausstehenden Rennen optimistisch gegenüber. 

Keine Slicks, Stopp gespart
Dietmar Henke übernahm den Start zum vorletzten Lauf der VLN und überquerte erstmals gegen 12:15 die Start-Ziel-Linie im Renntempo. Die Witterung hatte sich seit dem Training am Morgen nicht geändert: Strömender Regen und heftiger Wind sorgten für eine nahezu undurchschaubare Gischt. Mitten im Feld: Dietmar Henke. Überlegt hielt er sich aus allen Scharmützeln raus, um den Wagen nicht zu beschädigen. Trotz der schlechten Rahmenbedingungen konnte Henke auf dem von Jörg Walkowski vorbereiteten und betreuten Renault Clio Cup konstante Rundenzeiten fahren und sich damit stetig nach vorne kämpfen. Auch seine defensive und kluge Fahrweise bescherte ihm reichlich Positionen, denn etliche Wettbewerber wurden in Unfälle verwickelt und mussten so frühzeitig ihre Segel streichen. Nach seiner neunten Runde war für den Teamchef von SemiQuarz RACING das Rennen beendet. Er steuerte die Box an, um den Wagen an seinen jungen Fahrerkollegen Konstantin Wolf zu übergeben. Trotz der zu diesem Zeitpunkt weitestgehend trockenen Strecke entschied man sich im Team für eine weitere Fahrt auf profilierten Regenreifen. Eine richtige Entscheidung, denn schon kurz nach dem Stopp setzte erneut Regen ein. Die zahlreichen Wettbewerber, die für die kurze, trockene Phase ihre Regenreifen gegen Slicks tauschten, mussten erneut die Box ansteuern, um im zusätzlichen Stopp ihre Pneus zu tauschen. Konstantin Wolf konnte in dieser Phase weitere Plätze gut machen und sogar die schnellste Runde im Team drehen. Erst als der Regen stärker wurde, war Wolf gezwungen, seinen Speed zu drosseln. Das Wetter richtete sich indes gänzlich gegen das Rennen: Einsetzende Graupelschauer machten ein planmäßiges Ende des 9. Laufs unmöglich. Die Rennleitung sah sich gut zehn Minuten vor offiziellem Zieleinlauf gezwungen, das Rennen abzubrechen. Das Duo Henke / Wolf fuhr als 96. von gut 180 Startern über die Ziellinie. In der mit weit mehr als 30 Fahrzeugen stark besetzten Klasse SP3 fuhren die beiden auf den 18. Platz.

Übrigens: SemiQuarz Racing unterstützte beim 9. Lauf der VLN erstmals die Stiftung „Kindness for Kids“. Die medizinische Unterstützung hilft Kindern mit seltenen Erkrankungen. Dietmar Henke fährt für die karitative Einrichtung nicht nur Werbung, sondern unterstützt das Projekt auch als Sponsor. Unter www.kindnes-for-kids.de gibt es mehr Informationen zur Stiftung und deren Aufgabe.

Der 10. Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) findet am 30. Oktober 2010 statt, die Renndistanz beträgt vier Stunden.

Stimmen nach dem Rennen
Dietmar Henke, Teamchef und Fahrer
„Dass es ein schweres Rennen wird, hat sich schon im Training gezeigt. Insbesondere die Witterungsverhältnisse haben den 9. Lauf erschwert. Dennoch bin ich mit der gesamten Leistung zufrieden: Die Boxencrew hat einen erstklassigen Stopp abgeliefert, Konstantin Wolf ist sehr gut gefahren, trotz mangelnder Fahrzeugkenntnis. Mit meiner Fahrt bin ich ebenfalls zufrieden – mehr ging nicht. Besonders viel Spaß hat es gemacht, die „dicken Brocken“ zu überholen, was definitiv nur aufgrund des Wetters möglich war. Lediglich beim Bremsen muss man mit dem Clio Vorsicht walten lassen, sobald die Strecke nass ist: Der Wagen hat kein ABS und die Räder blockieren sofort. Unser Ziel ist erfüllt worden, alles ist perfekt gelaufen. Meinen Dank an die Jungs vom „Team Walli“, die mein Auto erstklassig vorbereitet haben.“

Konstantin Wolf, Fahrer
„Schlechtes Wetter, neues Auto – ungünstiger hätten die Bedingungen nicht sein können. Aber der gut vorbereitete und abgestimmte Wagen hat die schwere Fahrt deutlich erleichtert und ich kam von Runde zu Runde besser in Schwung. In der „weniger nassen“ Phase konnte ich reichlich Boden gut machen, auch wenn ich auf Regenreifen unterwegs war. Als dann der große Guss kam und viele wieder wechseln mussten, war ich klar im Vorteil. Mein Fazit: Ein gelungenes, wenn auch extrem kaltes und nasses Wochenende. Danke an das Team SemiQuarz RACING.“
Redaktionsbüro Meuren

Artikel vom 18.10.2010

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