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Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
Startverzicht, um Schäden zu vermeiden
Nicht auf der Rennstrecke fand man Kappeler Motorsport (Bad Saulgau) beim 3. Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, kurz VLN, sondern auf der Autobahn Richtung Heimat. Technische Probleme verhinderten einen Start in ein Rennen, das von einem schweren Unfall überschattet wurde. Mit dem Ziel, im freien Freitagstraining etliche Testrunden zu drehen, um so zu weiteren, wichtigen Erkenntnissen über das Rennauto zu gelangen, 
 © Redaktionsbüro Meuren
 Vibrationen am Auto zwangen zum Startverzicht
schlug Kappeler Motorport bereits am Freitagmorgen seine Zelte im Fahrerlager des Nürburgrings auf. Als am frühen Nachmittag das Training offiziell freigegeben wurde, drehte Teamchef Thomas Kappeler (Bad Saulgau) auf dem BMW M3 eine Runde auf der Grand Prix-Strecke und der Nordschleife. Die Runde glich eher einer gemächlichen Sonntagsfahrt als der Vorbereitung auf ein für vier Stunden angesetztes Rennen. Die Ursache für den Schleichgang waren extreme Vibrationen, die das Auto unter bestimmten Situationen erzittern ließen. Kappeler steuerte die Box an und gemeinsam mit den Mechanikern von KK-Automobile begab sich der Teamchef auf Ursachensuche. Etliche Bauteile wurden erneuert, bis tief in die Nacht hinein gearbeitet – ohne Erfolg. Das Team konnte den Grund der Schläge nicht ausfindig machen und Thomas Kappeler entschied, auf den Start am kommenden Samstag zu verzichten.

Überschattet wurde das dritte Rennen der VLN durch einen schweren Unfall, bei dem ein Fahrer sein Leben verlor. Nach 3,5 von vier Stunden Renndistanz wurde das Rennen aufgrund der Geschehnisse abgebrochen und nicht erneut gestartet. 

Der vierte Lauf zur VLN findet am 12. Juni 2010 statt, die Renndistanz beträgt vier Stunden.

Stimmen nach dem Rennen

Thomas Kappeler, Teamchef und Fahrer
„Nach dem Ausfall beim letzten Rennen haben wir in der heimischen Werkstatt fast alle Teile im Bereich des Antriebstranges erneuert, das Getriebe überholen lassen und viel Arbeit in Detailarbeit investiert. Ein Rennstart hätte vermutlich nur einen größeren Schaden zur Folge gehabt und mehr kaputt gemacht, als wir am Ende gewonnen hätten. Der Wagen wird bis zum vierten Rennen am 12. Juni von KK Automobile komplett geprüft, um dem Fehler auf die Spur zu kommen.“
Redaktionsbüro Uwe Meuren

Artikel vom 26.04.2010

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