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VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2010
Hessisches Großaufgebot in der Eifel
Im Fokus des Rennkalenders von Dörr Motorsport stehen neben zehn Rennen zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring – kurz VLN – auch das 24h-Rennen auf gleicher Strecke. Mit einigen neuen Autos und noch mehr neuen Teammitgliedern fahren die Hessen in der am 27. März beginnenden Saison voll auf Angriff. In nur gut zehn Jahren ist aus dem kleinen, privaten Rennteam Dörr Motorsport ein eigenständiges Unternehmen und ein gut florierender Rennstall geworden.
 © Redaktionsbüro Uwe Meuren
 BMW Z4 Coupè der Saison 2009 
In dieser Zeit haben es die Teameigner Rainer Dörr und Jörg Ullmann geschafft, sich von einer der kleinsten Klassen des gesamten Starterfeldes bis zur Top-Klasse und regelmäßigen Top-Ten Plätzen der Gesamtwertung hochzuarbeiten. Nur wenige, freiwillige Mitglieder, die aus Liebe zum Rennsport ihre Freizeit opferten, standen Dörr und Ullmann damals zur Seite. Heute reist das Team mit mehr als 25 immer noch freiwilligen Mitgliedern zu den Rennen der Langstreckenmeisterschaft an den Nürburgring. Auch in diesem Jahr gehen die Hessen wieder an den Start; im Gepäck großartige Rennwagen aus der Münchener Schmiede, die Fahrer und Fans gleichermaßen entzücken werden.

Eine Klasse für sich

Dörr Motorsport vertraut auch in diesem Jahr auf den Seriensieger der Saison 2009: Das BMW Z4 Coupé, eingesetzt in der Klasse SP6 bis 3,5 Liter Hubraum, wird auch heuer wieder um die Lorbeeren in dieser Klasse kämpfen. Gleichzeitig tritt das Team auch in den Klassen SP9 mit einem BMW Z4 Coupé GT3 an, in der SP8T mit einem BMW 135i, die SP7 wird mit einem M3 GT4 bestritten und obendrein die Präsenz in zwei Diesel-Klassen. Auch wenn die Fahrzeuge keiner teaminternen Rangordnung unterliegen, so gilt das Augenmerk der Zuschauer besonders den GT-Fahrzeugen, mit denen das Team nicht nur bei der Vergabe von Klassensiegen mitmischen will. Angepeilt sind mit den Autos auch Podiumsplätze bei der Gesamtwertungen der einzelnen Rennen. Bis die Hessen ihre ganze Armada am Nürburgring auffahren, wird es jedoch etwas dauern. So soll das GT3 Z4 Coupé erst ab dem dritten Rennen und die beiden Diesel erst zum 24h-Rennen zum Einsatz kommen.

Einige Änderungen gibt es bei der Fahrerbesetzung. Mit Rudi Adams (Ahütte) schickt Dörr Motorsport einen der schnellsten Fahrer der Langstreckenmeisterschaft auf den beiden Z4 Coupés ins Rennen. Unterstützt wird er von den Routiniers Stefan Aust (Münster) und Hans-Peter Strehler (Dietikon, Zürich/Schweiz). Als weitere Fahrer für den großen Rennfuhrpark nennt Dörr Motorsport unter anderem Peter Posavac (Essen), Reinhard Prenzel (Rosbach), Kristian Vetter (Geroldshofen) und Stefan Kenntemich (Wettenberg), Verhandlungen mit weiteren Fahrern laufen und stehen kurz vorm Abschluss. 

24h-Rennen und mehr

Das 24h-Rennen stellt zweifelsfrei das Highlight der Saison dar. Die Mannschaft rund um Rainer Dörr und Jörg Ullmann arbeitet schon jetzt darauf hin, denn mit einem Startaufgebot von sechs Fahrzeugen ist eine logistische Meisterleistung erforderlich, soll das Rennen nicht aus dem Ruder laufen. Mit mehr als 100 Personen rücken die Hessen im Mai am Nürburgring an, die während des Rennens auf drei Teams aufgeteilt sind, um sieben Fahrzeuge mit je vier Fahrern zu betreuen. Die Teams arbeiten während der Hatz zweimal rund um die Uhr autark, die Fäden jedoch halten Rainer Dörr und Jörg Ullmann in den Händen. Angedacht sind neben den zehn Einsätzen zur VLN und dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring auch der eine oder andere Start in der ADAC GT-Masters mit den beiden GT-Autos sowie ein Start bei den 24h von Spa. Nicht ganz auszuschließen ist auch ein Start im Orient Anfang 2011 – aber bis dahin bleibt noch etwas Zeit zum Überlegen. Dörr Motorsport wird auch in diesem Jahr beim 24h-Rennen sein Engagement in Sachen „Journalisten-Fahrzeug“ gemeinsam mit Pirelli ausbauen. Dabei erhält die schreibende Zunft kein eigenes Auto, sondern wird auf die hessische Armada aufgeteilt. 
Die Ziele sind für Rainer Dörr und Jörg Ullmann klar gesteckt: „Wir wollen mit dem SP6-Auto die Klasse bestimmen, mit dem GT3-Renner regelmäßig in die Top-Ten fahren und das GT4-Auto stets unter den ersten 20 sehen. Beim 24h-Rennen ist ein Klassensieg in der SP6 zweifelsfrei Pflicht für uns. Bei allen anderen Autos erwarten wir wenigstens Plätze unter den ersten fünf.“ Übrigens: Einen BMW Dörr 135i powered by P Zero gibt es jetzt zu gewinnen. Der neue Partner von Dörr Motorsport, Fraport, hat drei der Hessen-Renner am Flughafen Frankfurt ausgestellt und veranstaltet ein bis Ende Mai dauerndes Gewinnspiel.
Redaktionsbüro Uwe Meuren

Artikel vom 24.03.2010

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