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Siege für BMW Alpina und Ferrari
Titelkampf bleibt bis zum Finale offen 
Schritt für Schritt arbeiten sich Dino Lunardi und Alexandros Margaritis im BMW ALPINA B6 des LIQUI MOLY Team Engstler Richtung Meistertitel. Beim vorletzten ADAC Masters Weekend feierten die Tabellen führer im niederländischen Assen einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Die beiden ABT-Audi R8 von öns / Mies und   Ludwig / Klingmann beendeten das Rennen auf
den Plätzen zwei und drei und halten den Titelkampf weiter spannend.
 © ADAC GT Masters
 Start- und Zielsieg für Lunardi/Margaritis am Samstag
Lunardi/Margaritis fahren souverän zum dritten Saisonsieg
Dino Lunardi erwischte einen perfekten Start und beschleunigte auf dem Weg zur ersten Kurve noch auf der Start-Ziel-Geraden den von der Pole Position gestarteten Audi R8 von Christer Jöns aus. Der Franzose setzte sich dann leicht von seinem Verfolger ab, ein Regenschauer nach gut zehn Minuten sorgte für eine rutschige Strecke. Bei den schwierigen Bedingungen leistete sich Lunardi keinen Fehler und baute den Vorsprung bis zum Fahrerwechsel auf Teamkollege Margaritis zur Rennmitte auf sechs Sekunden aus. Der ehemalige DTM-Fahrer spielte dann auf abtrocknender Strecke seine Routine aus und stellte den dritten Saisonsieg des BMW ALPINA-Duos mit 6,5 Sekunden Vorsprung auf den ABTAudi R8 von Mies/Jöns sicher. „Mit dem Sieg heute haben wir bewiesen, dass wir
dem Druck der Konkurrenz in der entscheidenden Phase der Meisterschaft stand halten können“, jubelte Lunardi. „Während des Regenschauers in der ersten Rennhälfte war es allerdings auf der nassen Piste sehr schwierig. In jeder Runde haben sich die Streckenbedingungen geändert und ich hätte einige Male fast die Kontrolle über das Auto verloren.“

„Da mein Teamkollege Dino Lunardi die schwierigen Streckenbedingungen am besten kannte, haben wir uns für einen sehr späten Fahrerwechsel entschieden“, erklärte Margaritis die Taktik nach dem Rennen. „In der zweiten Rennhälfte konnte ich das Rennen dann von der Spitze aus kontrollieren.“ Mit den Plätzen zwei und drei der beiden ABT-Audi endete die Siegesserie der Allgäuer in Assen. Der zweitplatzierte Mies und Ludwig auf Platz drei haben dennoch weiterhin gute Chancen im Titelkampf und machten Punkte auf den Reiter-Lamborghini Gallardo der Tabellenzweiten Ferdinand (20, A) und Johannes Stuck (24, A) gut. Die Stuck-Brüder landeten hinter dem HEICO MOTORSPORT-Mercedes- Benz SLS AMG von Dominik Baumann (18, A) und Hari Proczyk (35, A) auf Rang fünf und büßten so nicht nur Punkte auf die Tabellenführer Lunardi/Margaritis ein. Auch die
Verfolger Mies und Ludwig rückten in der Tabelle näher an die Söhne von Rennsportlegende Hans-Joachim „Striezel“ Stuck. Für das zweite Rennen am Sonntag kündigt Audi-Fahrer Mies maximale Attacke an: „Heute hatte ich gut zwanzig Minuten vor dem Rennende etwas Probleme mit den Hinterreifen und konnte nicht mehr attackieren. Aber im Rennen morgen werden wir mit 150 Prozent angreifen, sonst ist der Titelzug für uns abgefahren.“

Christiaan Frankenhout bester Niederländer
Bester Niederländer in der „Liga der Supersportwagen“ war im Rennen am Samstag Christiaan Frankenhout (29), der zusammen mit Andreas Wirth (26, Heidelberg) im Mercedes-Benz SLS AMG von HEICO MOTORSPORT auf Rang sechs fuhr. Großes Pech hatten Frankenhouts Landsleute Ricardo van der Ende (32) und Duncan Huisman (39) im BMW Z4 von Faster Racing by DB Motorsport, die nach einer starken ersten Rennhälfte von Van der Ende auf dem vierten Platz lagen. Bei einer Kollision mit dem PRIMAJOB TEAM HEICO-Mercedes Benz SLS AMG von Andreas Zuber (27, UAE) im Kampf um Platz vier zerplatzten dann allerdings die Podiumsträume der beiden Niederländer.

Bunter Markenmix komplettiert die Top Ten
Niclas Kentenich (23, Neuss) und Dominik Farnbacher (26, Ansbach) wurden im Ferrari 458 von Farnbacher ESET Racing Siebte vor dem Phoenix Racing Pole Promotion-Audi R8 von Andreas Simonsen (21, S)/Christopher Haase (23, Kulmbach). Auf Rang neun fuhr der BMW Z4 von WestCoast Racing mit den beiden Schweden Fredrik Larsson (35)/Richard Göransson (33) erstmals in dieser Saison in die Punkte. Einen Punkt erkämpften sich noch Florian Stoll (30, Rickenbach)/Maximilian Götz (25, Uffenheim) im MS RACING-Mercedes- Benz SLS AMG auf Rang zehn.

Hayek neuer Tabellenführer in der Amateurwertung
Der Titelkampf verschärft sich auch in der Amateurwertung. Marc A. Hayek (40,CH) übernahm mit einem Sieg in der Amateurwertung im Reiter-Lamborghini Gallardo mit Schützenhilfe von ADAC GT Masters-Champion Peter Kox (47, NL) wieder die Tabellenführung. Der bisherige Tabellenführer Swen Dolenc (43, Maulbronn) hatte Pech und schied im Porsche 911 von FACH AUTO TECH aus. Toni Seiler (53, CH) belegte in seiner Callaway-Corvette Z06 Platz zwei vor dem Niederländer Ardi van der Hoek (35) im Audi R8 des Prosperia Team Brinkmann UHC. Sven Hannawald (36, München) verpasste das Podium in der Amateurwertung als Vierter nur knapp und sah in einer Callaway-Corvette zusammen mit Ex-Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen (44, Neuss) die Zielflagge auf der 18. Gesamtposition.

Mies startet von der Pole Position am Sonntag
Hochspannung verspricht das Rennen am Sonntag. Die Sieger aus dem ersten Rennen und Tabellenführer Lunardi/Margaritis, starten wie schon am Samstag aus der zweiten Position hinter dem ABT-Audi R8-Duo Mies/Jöns. Auch Luca Ludwig und die Stuck-Brüder haben mit den Startplätzen drei und fünf hervorragende Ausgangspositionen im drittletzten Lauf der Saison 2011.

ADAC GT Masters

Christer Jöns und Christopher Mies (ABT Sportsline) fuhren beim ersten gemeinsamen Rennen auf Platz zwei

Ferrari-Duo Farnbacher/Kentenich siegt im Wetterroulette - Titelkampf bleibt bis zum Finale in Hockenheim offen
Der Titelkampf des ADAC GT Masters bleibt bis zum Finale in Hockenheim spannend. Alle Titelkontrahenten punkteten beim drittletzten Rennen der Saison 2011 im niederländischen Assen vor 11.600 Zuschauern (am Wochenende), doch den Sieg machten andere Piloten unter sich aus. Bei einem spannenden Regenrennen feierten Dominik Farnbacher (26, Ansbach) und Niclas Kentenich (23, Neuss) im Ferrari 458 Italia von Farnbacher ESET Racing ihren ersten Sieg in der „Liga der Supersportwagen“. In einem von Wetterkapriolen geprägten Rennen schlug das Ferrari-Duo den HEICO MOTORSPORT Mercedes-Benz SLS AMG von Dominik Baumann (18, A)/Hari Proczyk (35, A) und deren PRIMAJOB TEAM HEICO-Stallgefährten Lance David Arnold (25, Duisburg) /Andreas Zuber (27,UAE).

Regenschauer wirbelt das Feld in der Startphase durcheinander
Schon in der Einführungsrunde kündigten leichte Regentropfen ein ereignisreiches Rennen an. Beim Start auf noch trockener Strecke setzte sich Christopher Mies (22, Heiligenhaus) im ABT-Audi R8 LMS vor seinem Teamkollegen Jens Klingmann (21, Leimen) an die Spitze des Feldes, bevor ein Regenschauer nach rund fünf Minuten die Spitzengruppe zum Wechsel auf Regenreifen an die Box zwang. Nach dem Wechsel auf Regenreifen sorgte Mercedes-Pilot Hari Proczyk für eine kleine Sensation. Der Österreicher startete vom letzten Startplatz und wechselte bereits eine Runde vor der gesamten Konkurrenz auf Regenreifen. Durch den frühen Boxenstopp setzte sich der Österreich mit dem weiß-goldenen Flügeltürer an die Spitze. Proczyk verteidigte die Führung bis zum Fahrerwechsel, nach dem Pflichtboxenstopp setzte sich das Duell an der Spitze mit Dominik Baumann vor Christer Jöns fort.

Farnbacher-Ferrari mit starker Aufholjagd von Startplatz 13
Doch von hinten drohte den beiden Führenden Gefahr in Form des Ferrari 458 von Farnbacher ESET Racing, in dem Dominik Farnbacher nach vorn stürmte. Mit einer starken Fahrt in der ersten Rennhälfte hatte Teamkollege Niclas Kentenich den Ferrari von Startplatz 13 bis auf Platz vier nach vorn gefahren. Farnbacher arbeitete sich in der zweiten Rennhälfte zwei weitere Positionen nach vorn. Zehn Minuten vor dem Rennende zog der Sohn des Teamchefs von Farnbacher ESET Racing auf abtrocknender Strecke vorbei an Baumann und stellte den ersten Ferrari-Sieg im ADAC GT Masters seit 2007 sicher. „Das Auto war super im Regen, ich bin gefahren wie auf Schienen“, jubelte Farnbacher nach seinem ersten Sieg im ADAC GT Masters. „Ich habe mich am Start etwas zurückgehalten um dem Getümmel in der ersten Kurve zu entgegen. Sobald es aber anfing zu regnen, konnte ich Position für Position gutmachen“, freute sich Kentenich.
Dominik Baumann, der jüngste Pilot im Feld des ADAC GT Masters, war mit dem zweiten Platz nicht unzufrieden. „In den halbtrockenen Bedingungen zum Rennende war unser Auto heute nicht so stark. Aber wenn man von ganz hinten in diesem starken Feld bis auf das Podium fährt, ist das schon eine Sensation.“

Lokalmatador Frankenhout verpasst Podium nur knapp
Hinter Baumann/Proczyk duellierten sich deren Teamkollegen aus der HEICOMannschaft,
Christiaan Frankenhout (29, NL)/Andreas Wirth (26, Heidelberg) und Lance-David Arnold/Andreas Zuber, um Platz drei. Im teaminternen Duell setzte sich Arnold schlielich gegen Wirth durch, der Duisburger durfte zusammen mit Zuber auf dem Podium Champagner verspritzen. Titelkontrahenten fahren geschlossen auf die Ränge fünf bis sieben Auf Platz fünf kamen Ferdinand (20, A) und Johannes Stuck (24, A) im Reiter-
Lamborghini Gallardo ins Ziel und machten damit im Titelkampf Boden auf die
Tabellenführer Alexandros Margaritis (26, Köln)/Dino Lunardi (32, F) im BMW ALPINA B6 des LIQUI MOLY Team Engstler gut. Das BMW ALPINA-Duo haderte auf der nassen Strecke mit der Fahrwerksabstimmung und fuhr auf Platz sieben. Pech hatte der Tabellendritte Christopher Mies. Der Titelkontrahent übergab seinen ABT-Audi R8 auf Platz zwei liegend an Jöns. Doch nach einem Vergehen beim Boxenstopp kassierte Jöns eine Durchfahrtsstrafe und landete auf Rang sechs.

Oliver Mayer siegt in der Amateurwertung
Als engster Verfolger von Tabellenführer Marc A. Hayek (40, CH) im Kampf um die Amateurwertung etabliert sich vor dem Finale in Hockenheim Oliver Mayer (53, Ingolstadt). Der Mercedes Benz SLS AMG-Fahrer aus dem Black Falcon-Team feierte in Assen seinen dritten Saisonsieg und übernahm damit Tabellenrang zwei von Swen Dolenc (43, Maulbronn), der im FACH AUTO TECH-Porsche 911 das Podium als Vierter knapp verpasste. Ardi van der Hoek (35, NL) überholt in der letzten Runde im Prosperia Team Brinkmann uhc-Audi R8 den Reiter-Lamborghini Gallardo von Hayek und sicherte sich Rang zwei.

Titelkontrahenten rücken vor dem Finale näher zusammen
Vor dem Finale in Hockenheim (30. September bis 2. Oktober) haben noch sechs
Piloten Chancen auf den Titel. Noch maximal 50 Punkte sind im badischen Motodrom zu vergeben, Margaritis/Lunardi haben 28 Punkte Vorsprung vor den beiden Stuck-Brüder. Drei Punkte hinter den Söhnen von Hans-Joachim „Striezel“ Stuck liegt ABT-Audi-Pilot Christopher Mies. Auch Luca Ludwig (22, Bonn), der im Rennen am Sonntag ausschied, hat noch rechnerische Titelchancen mit 43 Punkten Rückstand.

ADAC GT Masters live im TV
Alle 16 Rennen des ADAC GT Masters werden auch 2011 wieder vom frei empfangbaren TV-Sender kabel eins samstags und sonntags um 11.45 Uhr live in Deutschland, Österreich und in der Schweiz übertragen. Der Sportsender SPORT1 sendet Highlights des ADAC GT Masters aus Assen im ADAC Masters Weekend-Magazin am 23. September um 17.30 Uhr.

ADAC GT Masters

Wie auf Schienen fuhren Niclas Kentenich/Dominik Farnbacher (Farnbacher ESET Racing) zum Sieg

ADAC GT Masters Presse
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Artikel vom 19.09.2011

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