In das erste Rennen startete Dino Lunardi von Position sechs und lag nach einem
guten Start auf Rang vier. Bis zum Fahrerwechsel verlor der Franzose jedoch wieder
zwei Positionen an eine Corvette und einen Mercedes SLS AMG. In der zweiten Rennhälfte
bremste Margaritis den Mercedes wieder aus und eroberte Rang fünf zurück.
Bis zum Rennende gewann der ehemalige DTM-Pilot noch eine weitere Position nach
dem Ausfall des viertplatzierten Ferrari und verpasste einen Platz auf dem Podium mit
Rang vier schließlich nur knapp. Mit dem vierten Platz übernahmen
Margaritis/Lunardi nach dem Rennen am Samstag wieder die Tabellenführung und starteten am Sonntag
mit einer roten Startnummer - dem Kennzeichen der Tabellenführer im ADAC GT
Masters.
Eine größere Herausforderung lag vor Margaritis/Lunardi im zweiten Rennen, in das
Margaritis nur von Position 14 startete. Der erfahrene Deutsch-Grieche bewahrte in
einer von vielen Kollisionen geprägten Startrunde einen kühlen Kopf und kehrte mit
dem BMW ALPINA B6 GT3 auf Rang 10 liegend aus der ersten Runde zurück. Bis
zum Fahrerwechsel auf Lunardi machte Margaritis zwei weitere Plätze gut und nach
dem Ende der Pflichtboxenstopps lag Lunardi bereits auf Platz sechs. In der zweiten
Rennhälfte überholte der Sportwagenspezialist aus Südfrankreich noch den Abt-Audi
R8 der direkten Titelkontrahenten Ludwig/Mies und die Corvette von Ex-Formel 1-Star
Frentzen/ Hannawald und stellte Platz vier sicher.
„In Bezug auf die Meisterschaft waren das zwei sehr gute Rennen“, bilanzierte Margaritis.
„Wir waren nicht die Schnellsten, sind aber taktisch gefahren und haben uns
aus allen unnötigen Zweikämpfen herausgehalten. Mit den beiden vierten Plätzen
gelang uns eine gute Punkteausbeute, ohne Erfolgsgewicht zuladen zu müssen.“
„Unsere Strategie im zweiten Rennen am Sonntag war früh zu stoppen, um dem
Verkehr aus dem Weg zu gehen und somit nach dem Stopp freie Bahn zu haben“,
erklärte Lunardi. „Das hat sehr gut funktioniert. Wir sind so von Startplatz 14 bis auf
Platz vier gefahren.“
„In dieser Phase der Saison war unser Ziel ganz klar im Hinblick auf den Titel taktisch
zu fahren“, so Andreas Bovensiepen, ALPINA Geschäftsführer und Ressortleiter
Motorsport. „Der EuroSpeedway ist keine perfekte Strecke für uns, daher sind die beiden
vierten Plätze ein ideales Ergebnis.“ Mit gemischten Gefühlen hingegen verließen Florian Spengler und Neuzugang
Andreas Mayerl aus Österreich im zweiten BMW ALPINA B6 GT3 des LIQUI MOLY
Team Engstler den Lausitzring. Im ersten Rennen rutschte Mayerl von der Strecke,
das zweite Rennen beendeten Spengler/Mayerl auf Rang 16, mit schnellen Rundenzeiten,
die nur ca. eine ½ Sekunde über den Zeiten von Margaritis/Lunardi lagen.
Durch die beiden guten Resultate auf dem EuroSpeedway Lausitz überholte das LIQUI
MOLY Team Engstler auch die bisher zweitplatzierte Audi-DTM-Werksmannschaft Abt
in der Teamwertung. Das vorletzte Rennwochenende des ADAC GT Masters findet
vom 16. bis 18. September im niederländischen Assen statt. „In Assen waren wir mit
dem BMW ALPINA B6 GT3 in der Vergangenheit immer schnell“, blickt Bovensiepen
optimistisch auf das nächste Rennen. |