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Erster Saisonsieg im ersten Lauf- Perfekte Teamleistung war Schlüssel zum Erfolg.
Perfekter LMS-Auftakt für Felbermayr-Proton
Wenn man die Gesamtwertung der Le Mans Series (LMS) gewinnen möchte, darf man sich bei den nur fünf Saisonrennen der keine Schwächen erlauben. Umso besser ist es, gleich im ersten Rennen zu siegen. Dies gelang dem Team Felbermayr-Proton mit seinen Piloten 
Richard Lietz (Österreich) und Marc Lieb (Ludwigsburg) beim Saisonauftakt in Barcelona.
 © David Stephens 
 911 GT3 RSR, Team Felbermayr-Proton auf Siegeskurs
Im Training konnten beide Fahrer mit den Ingenieuren eine sehr gute Abstimmung austüfteln, der Porsche 997 GT3 RSR lag nahezu perfekt. Im zweiten freien Training erzielte Lietz eine Rundenzeit von 1.48.015 min, was der bei weitem schnellste Umlauf im ganzen GT2-Feld am Wochenende bleiben sollte. Unsicher war man sich im Team aber über den Reifenverschleiss bei den Temperaturen am Sonntagmittag. Da das Rennen mit den gleichen Reifen gestartet werden muss, mit denen auch das Qualifying bestritten wurde, entschied man sich bei der Zeitenjagd für eine konservative, härtere Mischung. Mit dem vierten Startplatz war Lietz deshalb zufrieden: „Die Runde war fehlerlos, ich wusste, dass wir mit den härteren Reifen nicht ganz vorne stehen würden.“

Nicht gewusst hat man aber, dass dieser Reifen im ersten Stint gar nicht funktionierte und Startfahrer Lietz auf Rang sechs zurückfiel, schlimmer aber, der Abstand zur Spitze wuchs mehr und mehr. Das bürgt immer die Gefahr, dass sich bei einer plötzlichen Gelb-Phase das gesamtführende Auto auf der Strecke zwischen dem Porsche und der Spitze setzt, was automatisch einen Rundenrückstand bedeutet, der im Rennen nicht mehr aufzuholen wäre.

Doch das Glück war am Sonntag mit den Ummendorfern, im Gegenteil, sie konnten sogar mit einem perfekt getimten Boxenstopp während eines Saftey-Cars den Abstand nach vorne reduzieren. Nun mit den Medium-Reifen von Michelin gab es für die beiden Werksfahrer kein Halten mehr. In der vierten Rennstunde überholte Lieb den führenden Rob Bell am Ende der Zielgeraden, in dem er außen an dem Ferrari vorbeifuhr: „Bell hat es mir nicht einfach gemacht, er war auf der Kampflinie,
es war aber ok.“ sprach Lieb, der dann gleich eine Lücke von 20 Sekunden herausfahren konnte.

David Stephens

Zieldurchfahrt Barcelona 1.Lauf LMS

Nach sechs Stunden war es dann Lietz, der den Porsche zum ersten Saisonsieg über die Linie brachte. „Es war sehr rutschig, man musste höllisch aufpassen, aber sonst ein Super-Rennen!“ und Marc Lieb freute sich: „Auf dieser Strecke, die von der Charakteristik den Ferrari entgegen kommt, zu siegen, macht mich sehr optimistisch für den Rest der Saison.“ Den Erfolg des Teams Felbermayr-Proton rundete der siebte Rang von Horst Felbermayr. Jr,/Christian Ried/ Francisco Cruez Martins ab. Am Anfang gab es für den Österreicher Felbermayr einige Probleme mit einer Rempelei sowie einer Strafe, danach lief der zweite Porsche des Teams aber auch einwandfrei. Besonders der Portugiese Martin ergänzte sich hervorragend mit seinen Kollegen und steigerte sich über das ganze Wochenende kontinuierlich.

Teamchef Christian Ried war entsprechend zufrieden: „Unser Top-Auto mit den Profis hat gewonnen, der zweite Wagen in den Punkten, ein perfekter Saisonauftakt. Fahrer und die gesamte Crew arbeiteten fehlerfrei, die beiden Porsche liefen wie ein Uhrwerk. Besser geht’s kaum!“

Ergebnis Rennen GT2
1. Lietz/Lieb (A/D), Porsche 911 GT3 RSR, 187 Runden
2. Bell/Bruni (GB/I), Ferrari F430 GT, 186
3. Simonsen/Montanari (DK/SMR), Ferrari 430 GT, 185
4. Ehret/Beltoise (D/F), Ferrari F430 GT, 185
5. Garcia/Mansell (ES/GB), Ferrari F430 GT, 185
6. Hartshorne/Scheier/Ianetta (GB/F/ES), Ferrari F430 GT, 184
7. Felbermayr Jr./Ried/Martins (A/D/P), Porsche 911 GT3 RSR, 182
8. Cocker/Drayson (GB/GB), Aston Martin Vantage GT2, 181

Punktestände Klasse GT2
Fahrer
1. Marc Lieb, Richard Lietz, Porsche, je 10
2. Robert Bell, Gianmaria Bruni, Ferrari, je 8
3. Allan Simonsen, Christian Montanari, Ferrari, je 6
4. Pierre Ehret, Anthony Beltoise, Ferrari, je 5
5. Antonio Garcia, Leo Mansell, Ferrari, je 4
6. John Hartshorne, Johan Boris Scheier, Romain Ianetta, Ferrari, je 3
7. Horst Felbermayr Jr., Christian Ried, Francisco Cruz Martins, Porsche, je 2
8. Jonny Cocker, Paul Drayson, Aston Martin, je 1

Das nächste Rennen der Le Mans Series findet am 10. Mai in Spa-Francorchamps, Belgien, statt.
protoncompetition.de 

Artikel vom 08.04.2009

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