Mediadaten I Werbung I Kontakt I Impressum

DMV Tourenwagen Challenge
SERIEN REGIONAL REPORT AUTO&TECHNIK TERMINE GALERIE LINKS RENNSPORTMARKT DATENBANK FOTOSERVICE
Start I STT I DMV TW Challenge I AvD 100 Meilen I PCCT I ADAC Procar I Histo I Langstrecke I GT/Sportwagen I Tourenwagen I Berg I Marken I Diverse
Start > DMV Tourenwagen Challenge
DMV Tourenwagen Challenge 
Schweizer Teams dominieren erneut 
Am 16. Mai trafen sich die UHSport-Racer am Nürburg- ring. Der 3. und 4. Lauf zur DMV-Chal-lenge 2009 sah nach dem Training 36 Fahrer am Start. Genannt waren noch mehr. Aber wie das so ist. Das Training forderte leider meist technische Opfer. Trainiert wurde bei sehr wechselnden Wetterverhältnissen. Auch am Nürburgringwochenende drückten die Schweizer Teams und Fahrer der Meisterschaft erneut ganz kräftig ihren Stempel auf. 
 © Patrick Holzer
 Edy Kamm dominiert am Nürburgring
„Was vor einigen Jahren in der Meisterschaft und im Verfolgerfeld die Fahrer aus der Tschechei erreichten, machen nun ganz vorne sowie auch in der Meisterschaftstabelle die Schweizer Teams vor“, so Promoter Gerd Hoffmann von UHSport aus Saarbrücken am Ring.

Regen am Ring

Die Einen hassen es und die Anderen wollen es. Regenwetter. Aber wenn der Wind die Nässe durch die Kleider treibt und tiefe Temperaturen nicht gerade für Hochstimmung sorgen, dann sieht das Ganze stark nach Eifelwetter aus. Man ist am Nürburgring. „Nein, nein, windig war es ja nicht und das erste Training lief auf abtrocknender Bahn ab“, so der Mann, der es 2009 offensichtlich wieder mal so richtig wissen will. Edy Kamm aus dem schweizerischen Niederurnen. Mit 2.03,394 stanzte Edy Kamm Pole in den Eifelasphalt. „Mit der Temperatur heute, so um die +10°C am Morgen, kam ich ganz gut klar“, so Kamm zufrieden. Hinter Kamm qualifizierten sich Jürg Aeberhard (CH), Heinz Bert Wolters, Jens Hochköpper, Theodor Herlitschka und dann bereits der schnellste Tourenwagenpilot, Hans.C.Zink (CH). Beim 2. Training fehlte Edy Kamm am Start. Es gab leichte Konfusion nach Phonmessungen. Edy Kamm und Bruno Schneider wechselte die Abgasanlage des DTM-Audi gegen eine Neue von Bastuck. Der TK der Challenge, Harald Michel, klärte die Situation einvernehmlich und schnell. So war es der Junge Jürg Aeberhard (22) der nun das 2. Training klar dominierte. 2.21,434 im Regen waren weder für Jens Hochköpper, Manfred Sattler, Pierre v. Mentlen (CH), Heinz Bert Wolters, Jürgen Bender oder Martin Dechent zu knacken.

DTM-Audi gewinnt am Nürburgring

Am Renntag war der Regen vorbei. Trockene Bahn, kein Wind, +12°C. Der Start ging „profilike“ über die Bühne. Edy Kamm verlor mit leicht durchdrehenden Rädern einige Meter. Aeberhard hatte die Nase eine halbe Wagenlänge vorn. Hochköpper schoss aus der 2. Reihe neben die beider Herren aus Reihe 1. Zu Dritt donnert man auf die erste Rechts zu. Wir das gut gehe? Es ging gut. Die Jungs sind Routiniers. Aeberhard quetschte sich am DTM-Audi von Kamm vorbei. Hochköpper und Wolters folgten im Windschatten. In der 2. Runde gelang es Edy Kamm sich in Führung zu zwängen. Danach konnte sich der Schweizer absetzen. Von ganz hinten donnerten Pierre von Mentlen (CH, SRM-GT) und Jürgen Bender (Porsche 997 GT3) durchs Feld wie das heiße Messer durch die Butter. Bei Jens Hochköpper ließen die weichen Reifen ab Rennmitte deutlich nach. „Ich konnte die Pace der Frontrunner leider nicht mehr voll mitgehen“, so der Mann, der vor vier Wochen in Hockenheim förmlich über das Wasser ging und dort gleich beide Rennen gewann.

 „Fürs Nachmittagsrennen werde ich bei gleichen Witterungsverhältnissen eine härtete Mischung wählen“, meinte der Lüdenscheider Unternehmer nach dem 1. Rennen. Edy Kamm gewann nach 13 harten Runden von der Pole mit schnellster Runde vor den Schweizer Kollegen Pierre von Mentlen und Jürg Aeberhard. Hans Christian Zink (CH, BMW M3) verteidigte als Gesamtneunter sowie bester Tourenwagenfahrer, „seine“ Meisterschaftsführung. Der erfolgreichste Deutsche war am Ende Jens Hochköpper (Porsche 993 GT2). Bester Schwede wurde Eurosportsprecher Tony Ring (Ferrari 360 Challenge). Lars Christensen (Porsche 996 GT3) kam als bester Däne ins Ziel. Martin Skala (Ford Focus) aus Prag rettete die Ehre der vor 3 Jahren noch dominierenden Tschechen. 

Klassenlose Gesellschaft

Die Kleine Klasse bis 2L Hubraum machte Jörg Bernhard für sich klar. Der Hondamann verwies die Kollegen Lewe - als Däne zur Siegerehrung aufgerufen, Huggler (CH), Skala (CZ), Moll, Holgersen (DK und Bengston (DK) auf die Plätze. Viele Gegner, das gibt satte Punkte, das wird sich der schnelle Heidelberger Sieger sicher gedacht haben, als er schmunzelnd auf‘s Treppchen stieg. Eigentlich kennt er die Treppchen vieler Rennstrecken in verschiedenen Ländern ja gut. Denn der Architekt holte sich über die Jahre bereits 6 Tourenwagentitel im UHSport-Meisterschaftspaket. Bernhard ist da der „Obermeister“. So wie Rolf Rummel der Siegerkönig der Serie ist. Rummel war auch am Ring. „In Hockenheim dürfte ich wohl wieder dabei sein können, so der Meister.

Bei den Gr.N2,5L wurde das Wochenende zur Team-Smollich-Show. Udo Zink gewann vor Ex-Donkipilot Jo Kreuer auf einem der Dresdener 325i. „Teile für meinen Donki kommen einfach nicht bei“, so Kreuer stirnrunzelnd. Ob die Teile per Versand von Holland versehentlich in die falsche Richtung verschickt wurden? Eventuell fahre ich in Hockenheim noch einen „Bayerneinsatz“, so Kreuer nachdenklich. Sein Donki war ihm eben doch vertrauter.

In der Klasse, in der es offensichtlich um den Titel geht, bei den Herren bis 3,25L, ließ sich „CH“ Zink, das ist der gute Hans Christian aus Zug in der Schweiz, die Butter nicht vom Brot kratzen. Sieg vor dem amtierenden Champion Marc Roth und Deutschlands schnellstem Fahrlehrer, Reiner Scherer sowie Lars Pergande. Pergande konnte sich am Ring, quasi für den Kölner vor der Haustür, problemlos an Scherer orientieren. Aber vorbei, das war noch nicht drin. Achtung, der Kölner ist aber stark im Kommen. Die Mühen der Entwicklung des eigenen Z4 beginnen sich nun wohl langsam zu lohnen. 

Nach durchschraubter Nacht konnte sich in der Klasse -3,8L Donic-Chef Frank Schreiner seinen schnellen Dänischen Gegner Lars Christensen – beide in gelben Porsches unterwegs - vom Halse halten. „Die geplatzte Bremse hat uns natürlich hier am Ring aus dem Rhythmus gebracht“, so Schreiner nach dem Rennen unumwunden. In der Klasse der 997er Porsche und der Ferraris hatte Heinz Bert Wolters das Heft fest in der Hand. Jürgen Bender drehte zwar konstant schnellere Runden hinter dem Wegberger, aber ehe Bender den Kollegen Wolters in Sichtweite hatte, flog der Neckarsulmer nach einem Bruch der Antriebswelle heftig ab. „Und die Streckensicherung hat meinem neu aufgebauten Auto auch noch allerlei Andenken verpasst“, schüttelte Bender Kopf. Hinter Wolters holten sich die Herren Herlit-schka, Dechent, der Mann mit der Pfeife“, und Christof Langer, er war auf dem Porsche seines Bruders unterwegs, hier die Plätze. „Ist das der Ex-Bobfahrer“? So ein Journalist im Pressecentrum. „Ne, der Christof betreibt eine Golfanlage. Aber mit dem Bernhard Langer ist er nicht verschwägert…“ so die Antwort eines anderen Journalisten.

Bester Ferrari erneut Arthur Gresser, der Schweizer aus dem Team von Loris „F1“ Kessel. Toni Ring aus Schweden im 360er Cup-Ferrari kämpfte verwegen aber am Ring leider eben doch mit stumpfer Waffe. „Das wird noch besser“, so Ring und Edvardsson unisono. In der großen Klasse lieferten sich vom Start weg die Herren Aeberhard, Hochköpper und Kamm in Dreierformation vom ersten Meter an einen Kampf den man gesehen haben sollte. Jeder führte das Feld kurz an. Polemann Edy Kamm jedoch erst in Runde zwei. „Ich musste acht geben, das meine Räder nicht an der falschen Stelle durchdrehen würden. Dann hätte ich wohl einen schlagartigen Abgang riskiert“, so der routinierte Schweizer. „Und so ein Abgang kann bekanntlich recht teuer werden“. Aber nach dem Edy erst mal vorne war, entschwand er auch langsam aber sicher. Nun kam Spannung für die Fans im Feld auf. Da gingen die Herren von Mentlen und Bender im Gelben SRM-GT und im weißen Porsche GT3 wie das heiße Messer durch die Butter. Bender hatte jedoch Pech. Antriebswellenbruch und so das frühe Aus ehe er Heinz Bert Wolters erreicht hatte. V. Mentlen dagegen prügelte den SRM-GT auf Gesamtrang 2 vor. „Ich glaube der Edy hatte vorne noch Reserven. Schau ihn dir an. Der ist nicht mal verschwitzt – lacht“, und beide gingen Arm in Arm zum Treppchen wo Jürg Aeberhard, bereits wartete. 

HTS

Edy Kamm siegte im DTM Audi vor von Mentlen und Aeberhard

Noch mehr Spannung an der Spitze

Rennen 2 übertraf das Erste fast noch in der Qualität. Von Mentlen, Aeberhard und Hoch-köpper schenken sich vom Beginn an wirklich nichts. Dahinter die GT3- und die Ferrarimeute. Und ganz am Ende des Feldes diesmal Edy Kamm. Er hatte nun das heiße Messer zwischen den Zähnen. Runde 1 – Edy bereits auf Platz 9. Unglaublich! Und das im dichten Verkehr der kleinen Klassen. Harte Burschen warten da nicht wenn ein verhinderter Frontrunner vorbei will. Die fighten selber um jeden Meter. Männer wie Roy Edland (DK), Herbert Zimmer, Lothar Moll, Jens Smollich, Werner Cvetko, Martin Skala (CZ) oder eben auch Manfred Sattler. Seine bissige Viper wollte am Ring noch nicht so wie der Chef es wollte. Im Verfolgerfeld ging alles heiß aber fair zu. Wie heiß es doch in der Fahrschule so schön – partnerschaftlich, defensiv und energiesparend fahren.

Klassensiege holten sich Jörg Bernhard, den 2. an diesem Wochenende, Udo Zink, ebenfalls Sieg Nr.2, dann Tabellenführer Hans Christian Zink (CH), auch er holte 2 heute hier am Ring. Lars Christensen der schnelle Däne gewann und Jürgen Bender sowie natürlich Edy Kamm (CH) der Gesamt- und Klassensieger. Den frühen Versuch den Großen zu folgen ließ Jürgen Bender lieber bleiben. „Gegangen wäre da schon was, aber ich wollte vor dem 100-Meilenstart am Sonntag nicht noch einen Abflug herausfordern“, so der clevere Neckarsulmer. 

Am Ende rauschte Edy Kamm erneut als Sieger durchs Ziel. Gefolgt von einem verbissen fightenden Pierre von Mentlen sowie den Porschetrio Hochköpper, Aeberhard und Bender.
In der Meisterschaft liegen Hans Christian Zink (CH) vor Theodor Herlitschka und Jens Hoch-köpper vorne. Zink hat ausgezeichnete Karten, aber wie er selber formulierte, „sicher ist da nichts“. Ein Blick auf die Tabelle brachte den 10. In der Liste zum Lächeln. Den Dänen Lars Christensen. Platz 10 unter 52 Fahrern in der Tabelle. „Ich hätte in der Klasse der 997er sein müssen. Das hätte ja echte Titelchancen in Deutschland bedeuten können“, lächelt und verabschiedet sich. 
Schweizer Pole, Gesamtsiege, schnellste Runden, Eine Schweizer Konstruktion weit vorne (SRM-GT) unterwegs und ein Tabellenführer sowie einige Klassenerfolge dazu. 

Alles Schweiz, oder was? 

Hockenheim ruft – Spannung ist garantiert. Für Fahrer, Teams und auch für alle Fans. Also Freund – einfach vorbei schauen. Drei Regenrennen in Folge gab es in der UHS-DMV-Challenge-Serie noch nie. Also wird auch das Wetter wohl gut in Hockenheim.
HTS

Artikel vom 18.05.2009

Anzeige

Home I STT DMV TW Challenge I AvD 100 Meilen I PCCT I ADAC Procar I Historische I Langstrecke I GT/Sportwagen I Tourenwagen

Berg I Marken I Diverse I Slalom I Rallye I Verschiedenes I Reportage I Museen I Messen I Auto I Technik I Industrie I Tuning I Zubehör

Termine National I Termine Regional I Galerie I Links I Rennsportmarkt I Fahrer I Fahrzeuge I Serien I Ergebnisse I Strecke

Fotoservice I Mediadaten I Impressum

top