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H.M.S.C. Piloten im niederländischen Assen
Um den gerechten Lohn gebracht
Irgendwie war es wie bei einer Hochzeit. Alle Gäste waren da, das Wetter perfekt und dann lässt die Braut den glücklichen Bräutigam allein vor dem Altar stehen. So ähnlich wird sich René Freisberg beim vierten Lauf der Cup & Tourenwagen Trophy (CTT) in Assen gefühlt haben. Ein mehr oder weniger „geklauter“ Sieg im ersten Rennen sorgte für traurige Gesichter. Somit war ein insgesamt gutes Wochenende der H.M.S.C. Truppe zumindest eingetrübt. 
 © Patrick Holzer
 Rene Freisberg im Duell mit Timo Siekmann
Hochs und Tiefs erfuhren auch Vivien Volk und Julien Schlenther. So musste Julien Schlenther bereits nach dem ersten Durchgang aufladen. Vor allem nach dem richtig guten zweiten Zeittraining schien eine sehr gute Platzierung im Rennen greifbar nahe. So war der Youngster in der ersten Runde mitten im Feld und auf Klassenrang drei. Dann schlug das Pech erbarmungslos zu. Motorschaden. Dennoch konnte das Resümee letztlich positiv ausfallen, denn der erst 17jährige hatte erneut gezeigt, dass in ihm großes Talent steckt.

Noch nicht ganz rund lief es für Vivien Volk im ersten Rennen. Völlig ungewohnt musste sich die junge Motorsportlerin weiter hinten im Feld rumschlagen. Zuvor gab es allerdings einiges zu tun. Denn nach dem eher heftigeren Unfall in Spa war der Fiesta in einem wenig renntauglichen Zustand. Vater Reiner Volk schob Überstunden, um den Fiesta wieder auf alle vier Räder zu stellen. Belohnt wurden die Mühen dann im zweiten Heat. Nach feinem Duell mit Timo Siekmann holte sich Vivien Volk den zweiten Rang in der Klasse. Zudem ließ sich die Speyrerin noch klassenintern die schnellste Rennrunde notieren. Dabei kämpfte Vivien Volk immer noch mit einem Handicap. Nach wie vor schmerzte das Handgelenk vom Unfall und erschwerte zusätzlich die Lenkarbeit. 

Jürgen Holzer

Julien Schlenther musste mit Motorschaden die Segel streichen

René Freisberg war indes als Tabellenleader nach Assen gereist. Zudem standen die Chancen nicht schlecht auf den dichtesten Verfolger weiter Boden gut zu machen. Während der Kelkheimer drei Gegner in der Klasse hatte, musste Meisterschaftskonkurrent Ralf Schumacher nur gegen zwei weitere Fahrzeuge antreten. Da die Starterzahl aber für die Punktevergabe relevant ist, hätte Freisberg bei einem Sieg mehr Punkte einfahren können. Danach sah es auch lange aus. Zwar setzte Timo Siekmann dem vor ihm fahrenden Freisberg heftig zu, doch vorbei kam er nicht. Gegen Rennmitte hatte Freisberg einen kleinen Vorsprung herausgefahren, der aber im Überrundungsverkehr wieder dahin schmolz. Kurz vor Schluss setzte Siekmann in der Schikane vor Start und Ziel zur Attacke an.

Doch Freisberg wehrte den Angriff erfolgreich ab und fuhr als Erster über die Ziellinie. Der siebte Klassensieg in Folge war zum Greifen nahe. Die vermeintliche schwarz-weiß karierte Flagge entpuppte sich jedoch als angebliches Zeichen für eine weitere Runde. Zwar war die Zeit abgelaufen, aber die Führenden noch nicht durch. Eine Aktion, die nicht nur beim Fiesta Piloten für Verwirrung gesorgt hatte. Andere Fahrer, Boxencrews oder Kameras hatten dies ebenfalls so interpretiert und aufgenommen.

Da konnte selbst ein deutlicher Start-Ziel Sieg im zweiten Rennen nicht darüber hinwegtrösten. Da Julien Schlenther nicht mehr antrat, war maximal dieselbe Punktausbeute wie die von Ralf Schumacher möglich. „Hätte mich Timo Siekmann auf der Strecke geschlagen, wäre das in Ordnung gewesen. Aber nicht so“, ärgerte sich Freisberg. Der Vorsprung auf die direkten Verfolger Pierre Backes und Guy Hoffeld wurde ausgebaut. Doch erst das Streichergebnis am Saisonende wird ausschlaggebend sein. Dann kann man das schlechteste Ergebnis der Saison streichen lassen. Während Ralf Schumacher sich so seiner null Punkte aus Hockenheim entledigen kann, müsste Freisberg im Falle weiterer Klassensiege sogar einen dieser streichen lassen.

Patrick Holzer

Vivien Volk mit schnellster Rennrunde in der Klasse 

Für H.M.S.C. Piloten steht jetzt eine etwas längere Pause an. Erst vom 07.-09. Oktober geht es dann wieder auf dem Nürburgring weiter.
Patrick Holzer
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Artikel vom 24.08.2011

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