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Auch Artem Markelov und Sven Müller jubelten erneut auf dem Podest
Pascal Wehrlein macht Zolder-Hattrick perfekt 
Besser hätte der Pfingstausflug ins belgische Zolder für Nachwuchsrennfahrer Pascal Wehrlein kaum Verlaufen können. Der vom Berliner Rennstall Mücke Motorsport betreute Youngster fuhr auch im dritten Rennen des Wochenendes einen 
Start-Ziel-Sieg ein und machte so seinen Hattrick in Belgien perfekt. Wie schon am Vormittag folgten dem Tabellenführer Artem Markelov und Sven Müller auf den Podestplätzen zwei und drei.
 © ADAC Masters
 Der turbulente Start zum neunten Saisonlauf
Beim Start sorgte Emil Bernstorff (18, GB/Motopark) für turbulente Szenen. Wegen einer defekten Antriebswelle setzte sich sein Auto nicht in Bewegung. Das unerwartete Hindernis wurde Jason Kremer (16, Bonn/RSC Mücke Motorsport), Lucas Wolf (16, Mörlenbach/URD Rennsport) und Hubertus-Carlos Vier (16, Walting-Inching) zum Verhängnis – auch sie mussten ihre Autos nach Kollisionen abstellen.

Beim Restart nach dem nötigen Safety-Car-Einsatz behauptete sich Polesetter Wehrlein an der Spitze und verteidigte seine Top-Position bis ins Ziel: „Ich habe davon profitiert, dass sich meine beiden Verfolger duelliert und mich in Ruhe gelassen haben. Die Pole-Position und alle drei Siege einzufahren, ist ein Traum und eine schöne Entschädigung für das Wochenende auf dem Sachsenring, wo ich viel Pech hatte“, freute sich der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport, der nach seinem Hattrick als neuer Tabellenführer aus Zolder zurückkehrt.

Die von Wehrlein angesprochenen Verfolger waren Markelov und Müller. Markelov war als Zweiter ins Rennen gegangen, erwischte aber keinen guten Restart nach dem Safety-Car-Einsatz und musste Müller passieren lassen. In den folgenden Runden setzte der Russe zu einer Attacke nach der nächsten an – aber lange ohne Erfolg. Erst in der letzten Runde musste Müller seinen Widersacher passieren lassen. „Artems Restart war nicht optimal und ich schlüpfte vorbei, aber eigentlich war er heute schneller als ich, daher hatte ich alle Hände voll zu tun, ihn hinter mir zu halten. Leider hat es nicht bis zur Ziellinie geklappt. Glückwunsch an ihn, das war ein tolles Duell und ein starkes Rennen“, lobte Müller seinen Kontrahenten. Platz vier ging an Maximilian Buhk (18, Dassendorf/KUG Motorsport). Der Holsteiner aus der Nähe von Hamburg erzielte damit sein bisher bestes Ergebnis in der Formel ADAC. Auch der Ungar Mark Kiralykuti (16/ADAC Berlin-Brandenburg) verbuchte mit seinem sechsten Platz hinter Kean Kristensen (16, DK/Motopark) sein bisher bestes Resultat im Formel-Nachwuchs-Championat des ADAC.

Zu den Gastspielen der Formel ADAC beim ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring (8.–10. Juli) reist Tabellenführer Wehrlein mit komfortablen Vorsprung. Er hat 171 Punkte auf dem Konto, Verfolger Müller 148. Bernstorff büßte durch seine Nullnummer am Sonntagnachmittag etwas an Boden ein. Er hat 130 Zähler, sein Teamkollege Markelov als Viertplatzierter 99.

Pascal Wehrlein wiederholt Start-Ziel-Sieg in Zolder
Wie am Vortag führte auch im zweiten der drei Rennen der Formel ADAC kein Weg an Pascal Wehrlein vorbei. Der 16-Jährige Worndorfer, der unter der Bewerbung des ADAC Berlin-Brandeburg antritt, ging am Sonntagmorgen von der Pole-Position ins achte Saisonrennen und behauptete sich bis ins Ziel an der Spitze. Ungefährdeter Zweiter wurde Artem Markelov (16, RUS/Motopark). Hart umkämpft waren die Verfolgerplätze. Am Ende sicherte sich Sven Müller (19, Bingen/ma-con) den dritten Podestrang.

Auch wenn Wehrlein bei seinem vierten Saisonerfolg vom Start bis ins Ziel an der Spitze lag, war der Erfolg härter erarbeitet als gestern. „Um für das dritte Rennen eine bessere Ausgangsposition zu haben, hatten wir im Gegensatz zu den Gegnern die beiden erlaubten neuen Reifen auf der rechten Seite aufgezogen um diese fürs dritte Rennen zu schonen, dadurch fiel es mir nicht so leicht, mich wie gestern abzusetzen“, erklärte der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport. Der einzige Fahrer, der dem taktierenden Wehrlein folgen konnte, war dennoch Markelov. Im Ziel hatte das Führungsduo über 20 Sekunden Vorsprung vor Müller. Markelov hängte sich zwar ans Heck von Wehrleins Formel ADAC powered by Volkswagen, und auch wenn er die schnellste Rennrunde markierte bot sich ihm keine echte Chance zum Angriff auf den Spitzenreiter. In der letzten Runde musste der Russe sogar noch kurz um seinen zweiten Platz bangen. „In der letzten Runde brach in der sechsten Kurve mein Heck plötzlich aus. Das sorgte für steigenden Puls bei mir, aber alles ist gut gegangen“, berichtete der Hobby-Musiker, der seinen fünften Podestplatz in Folge bejubelte.

Hinter dem Führungsduo entflammte ein Fünfkampf um Rang drei. Zunächst hatte Dennis Lind (19/ma-con) die Position inne, doch der Däne konnte trotz heftiger Gegenwehr weder Emil Bernstorff (18, GB/Motopark) noch Sven Müller und Kartaufsteiger Jeffrey Schmidt (17, CH/HAITECH Racing) hinter sich halten. Wenig später drängte sich Müller an Bernstorff auf die dritte Position vorbei. „Das war ein echtes Getümmel, zeitweise sind wir zu Fünft nebeneinander gefahren. Als sich mir dann eine Chance bot, bin ich an Emil vorbei gezogen, der sich noch mit einem anderen Auto auseinander setzen musste. Danach konnte ich mich absetzen. Von Platz sechs Dritter zu werden – damit bin ich zufrieden“, rekapituliert Müller. Im Kampf um Platz vier kamen Schmidt und Lind in der letzten Runde von der Strecke ab und musste ihre Autos abstellen. Lind, dessen Auto beim Überfahren der Randsteine abhob und hart landete, wurde vorsorglich zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Bernstorff und sein Motopark-Teamkollege Kean Kristensen (16, DK) wurden am Ende Vierter und Fünfter.

Nach tollen Aufholjagden punkteten auch Jason Kremer (16, Bonn/RSC Mücke Motorsport), Lucas Wolf (16, Mörlenbach/URD Rennsport) und Maximilian Buhk (18, Dassendorf/KUG Motorsport). ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Kremer arbeitete sich vom 20. auf den sechsten Platz vor, Wolf machte 14 Positionen gut und wurde Achter, Buhk verbesserte sich vom 21. auf den neunten Rang. Sein bisher bestes Ergebnis verbuchte Luca Stolz (15, Brabach/URD Rennsport). Er wurde Siebter. Vor dem abschließenden Rennen am Sonntagnachmittag (15 Uhr) führt Wehrlein (146 Punkte) in der Tabelle vor Müller (133), Bernstorff (130) und Markelov (81). 


Höhepunkte aus Zolder strahlen „kabel eins“ (13. Juni, 1.50 Uhr) und „SPORT1“ (18. Juni, 11.45 Uhr) aus.

ADAC Masters

Hattrick geschafft: Pascal Wehrlein jubelt in Zolder dreimal als Sieger

ADAC Formel Masters
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Artikel vom 12.06.2011

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