Klassensieg und drei Podestplätze         ­

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Für das mathilda racing - Team LAVO Carwash waren die 12h Nürburgring ein voller Erfolg // Foto: Patrick Funk

Für das mathilda racing – Team LAVO Carwash waren die 12h Nürburgring ein voller Erfolg: Beim sechsten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie am Samstag, dem 63. ADAC ACAS Cup, durfte der Kölner Rennstall einen Klassensieg und den dritten Platz in der VT2-FWD-Klasse bejubeln. Im zweiten Rennen am Sonntag, dem 62. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen, landeten die beiden VW Scirocco R mit den Plätzen zwei und drei erneut auf dem Podium.

Der gelb-grüne Scirocco mit der Startnummer #489, in Anlehnung an den beliebten Manthey-Porsche mittlerweile auch als „Grelly“ bezeichnet, steht nach einem durchwachsenen Saisonstart unter Zugzwang: Die beiden Streichresultate sind nach den unglücklichen Ausfällen beim Auftakt und dem 6h-Rennen im Juli bereits aufgebraucht – einen Fehler dürfen sich Teamchef Michael Paatz, Felix Schumann sowie Jürgen und Joachim Nett bei den verbliebenen Rennen nicht mehr erlauben.

Bei den 12h Nürburgring erfüllte das Quartett diese Pflichtaufgabe: Im Samstagsrennen erreichte das mathilda racing – Team LAVO Carwash nach einem problemlosen Rennen, dessen Zielankunft erst bei Dunkelheit erfolgte, den dritten Klassensieg im siebten Saisonrennen. Daran wollten das Team im zweiten Rennen am Sonntag anknüpfen. Nach einer starken Anfangsphase, in der sich Jürgen Nett einen harten Zweikampf mit der Konkurrenz lieferte, wurde der Rückstand im Verlauf des Rennens sukzessive größer.

Wenngleich das Quartett auch am Sonntag ohne Fehler blieb, war der Scirocco gegen den konkurrierenden Hyundai chancenlos. Nichtsdestotrotz versuchte das Team, das hohe Tempo bis zur Ziellinie zu halten, um die Kontrahenten unter Druck zu setzen. Diese behielt trotz der hohen Temperaturen einen kühlen Kopf und brachte den sicheren Klassensieg nach Hause, weshalb Michael Paatz, Felix Schumann sowie Jürgen und Joachim Nett mit dem „Grelly“ auf dem zweiten Platz landeten.

Zwei Podestplätze für den LAVO-Carwash-Scirocco

Die starke Leistung des Teams wurde durch das Schwesterauto, den LAVO-Carwash-Scirocco mit der Startnummer #498, unterstrichen. Die Stammfahrer Timo Beuth, Leon Dreiser und Wolfgang Haugg erhielten an diesem Wochenende eine tatkräftige Unterstützung: Am Samstag stieg Nordschleifen-Routinier Karl Brinker in das Cockpit des VW Scirocco R, am Sonntag nutzte Jan Marshalkowski die Möglichkeit, um die letzten Pflichtrunden für seine Nordschleifen-Permit zu absolvieren. In beiden Rennen durfte sich die Besatzung des LAVO-Carwash-Scirocco über den dritten Platz in der VT2-FWD-Klasse freuen.

Am Samstag nutzte das Quartett, das ebenfalls nicht fehlerfrei durch das Rennen kam und gleich drei Strafen in der Boxengasse absitzen musste, die Probleme und Ausfälle der Konkurrenz, um sich den letzten Platz auf dem Podium zu sichern. Am Sonntag lief es deutlich besser, und alle Fahrer überzeugten mit schnellen Rundenzeiten sowie einer makellosen Leistung, die knapp hinter dem Schwesterauto zu einem weiteren Podestplatz reichte. In den vergangenen Rennen haben sich die Piloten kontinuierlich verbessert, sodass der LAVO-Carwash-Scirocco auch in den letzten Rennen des Jahres zu den Favoriten auf einen Podestplatz in der VT2-FWD-Klasse zählt.

VT2-FWD-Titelentscheidung bleibt offen

Im zweiten Rennen am Sonntag setzte das mathilda racing – Team LAVO Carwash einen dritten Scirocco ein, der von Claus und Christoph Dupré, Rene Steiger sowie Karl Brinker pilotiert wurde. Nach einem unverschuldeten Kontakt im Qualifying, infolgedessen das Radlager getauscht werden musste, setzte sich die Pechsträhne des Quartetts im Rennen fort, weshalb der Scirocco bereits nach wenigen Runden vorzeitig abgestellt wurde.

„Das war ein gutes Wochenende, wir haben das Maximum erreicht“, sagt Teamchef Michael Paatz. „Natürlich hätten wir den Klassensieg vom Samstag gerne wiederholt, aber die Konkurrenz war am Sonntag einfach zu stark und ist problemlos- sowie fehlerfrei durch das Rennen gekommen. Wir haben das Beste daraus gemacht und halten uns mit dem zweiten Platz noch alle Chancen auf den diesjährigen Titelgewinn in der VT2-FWD-Klasse offen. Das zweite Auto hat die starke Performance des Teams unterstrichen, sodass wir mit diesem Wochenende sehr zufrieden sein können!“

Die Nürburgring Langstrecken-Serie biegt auf die Zielgerade ein. Zwei Rennen, jeweils über eine Distanz von vier Stunden, stehen in diesem Jahr noch auf dem Programm. Im Kampf um die Klassensiegertrophäe wird das mathilda racing – Team LAVO Carwash noch einmal alles geben, um zwei weitere Klassensiege und damit, wie schon im Vorjahr, den erneuten Titelgewinn in der VT2-FWD-Klasse zu sichern. Bereits in zwei Wochen (23. September) findet mit dem 55. ADAC Barbarossapreis das vorletzte Rennen der Saison statt.