11 Stunden mit 26 PS

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Das Team von Georg Motorsport absolvierte die elf Stunden erfolgreich // Foto: Georg Motorsport

Nicht nur das 24-Stunden-Rennen von Le Mans stand am letzten Rennwochenenden auf dem Fahrplan, auch Georg Motorsport nahm an einem besonderen Langstrecken teil. Am Samstag ging die Mannschaft aus dem thüringischen Mühlhausen bei den „660 Minuten vom Lausitzring“ an den Start. An dem Langstreckenrennen durften nur Trabant an den Start gehen! Thorsten Kramer, Christoph Gähler, Andreas Jürgens und Justus Altenburger steuerten die 26 PS starke Rennpappe während dem Rennen in Brandenburg.

„Ich muss ehrlich gestehen, dass wir die Vorbereitung unterschätzt haben“, so Teameigner Tibor Georg. „In den letzten Wochen haben wir dann Überstunden geschoben, damit unser 26 PS Schätzchen einsatzbereit für das Rennen ist.“

Insgesamt 30 Trabant fanden sich am Lausitzring, welche für die amerikanischen ChampCar-Serie errichtet wurde – aber auch jährlich von der DTM befahren wird, ein. Die Startplätze wurden von der Organisation ausgelost. Das Georg Motorsport-Quartett musste die Reise vom 27. Startrang aufnehmen.

Thorsten Kramer, der für Georg Motorsport normalerweise in der NATC an den Start geht und Christoph Gähler fuhren am Lausitzring das erste Mal in ihrem Leben Trabant. Justus Altenburger absolvierte bei den „660 Minuten vom Lausitzring“ gar sein erstes Autorennen. Als „Teamkapitän“ ging mit seiner Trabant-Erfahrung Andreas Jürgens an den Start. Die vier Piloten zeigten auf der Strecke einen fehlerfreien Job und kämpften sich stetig weiter nach vorne. Nach elf Rennstunden wurde das Quartett auf der 16. Position abgewunken. Nach einigen Disqualifikationen rutschten die Georg Motorsport-Piloten sogar noch auf Rang elf vor.

„Gefühlt sind wir mit unserer Rennpappe nach Ungarn und zurück gefahren“, grinst Tibor Georg. „Wir freuen uns, dass unser Trabi die Strapazen durchgehalten hat und sind stolz auf unsere Fahrer, die einen fehlerfreien Job abgeliefert haben. Vielen Dank auch an unser Team. Nachdem wir das Projekt Trabi leicht unterschätzt haben, haben sie bis zur letzten Minute alles gegeben. Zudem hatten wir beim Rennen eine tolle Stimmung in der Box. Für uns war dies sicher nicht die letzte Veranstaltung dieser Art.“

Für Georg Motorsport geht es am letzten Juni-Wochenende auf dem Nürburgring mit einem ADAC Racing Weekend weiter. Dort setzt die Mannschaft im ADAC Tourenwagen Junior Cup wie gewohnt drei Fahrzeuge ein. Zudem geht auch der DMV BMW 318ti Cup in der Eifel an den Start, wo die thüringische Mannschaft ebenfalls vertreten ist.