DSK mahnt Vernunft und Verantwortung im Langstreckensport auf der Nordschleife an

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DSK Vorsitzende Dr. Ziegahn äußerte sich besorgt über die Situation des Langstreckensports auf der Nordschleife // Foto: DSK

Der DSK ist besorgt um die Zukunft des Langstreckensports auf der Nordschleife. Die Gemengelage rund um Nürburgring Langstrecken-Serie und die neue Nürburgring Endurance Serie gestaltet sich diffus. Aktuell finden Grabenkämpfe unter den beteiligten Parteien statt, die am Ende mehr Schaden als Nutzen anrichten.

„Was rund um den Langstreckensport auf der Nürburgring-Nordschleife passiert, ist absolut unnötig“, sagt DSK-Präsident Karl-Friedrich Ziegahn. „Der Motorsport im Allgemeinen hat in der aktuellen Zeit schon genug zu kämpfen, da ist es nicht von Vorteil, wenn die Protagonisten innerhalb der Szene vom Wettbewerb zur Auseinandersetzung übergegangen sind, die am Ende dem Sport nur schadet.“

Als größte Vereinigung von aktiven Motorsportlern und Fans mit fast 13.000 Mitgliedern ist der DSK im Streit zwischen zwei konkurrierenden Serien im Langstreckensport auf der Nordschleife im Prinzip zunächst neutral. „Wir haben Mitglieder, die sich in der NLS oder in der NES engagieren und wir sind dabei nicht der Schiedsrichter. Unsere Aufgabe ist vielmehr, die Geschehnisse kritisch zu beobachten“, sagt Ziegahn. „Nun ist jedoch ein Punkt erreicht, an dem wir als DSK den Zeigefinger heben müssen, denn wir sehen den Sport aktuell wirklich in großer Gefahr, daher haben wir mehrfach angeboten zu vermitteln. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten auf Augenhöhe und am Ende im Sinne des Sports miteinander agieren; hier sind wir uns auch mit dem DMSB einig. Das schließt die NLS und NES ein, aber auch den Rennstreckenbetreiber und die einzelnen Veranstalter. Der Motorsport braucht fairen Wettbewerb und keine Blockadehaltungen – weder auf der Rennstrecke noch hinter den Kulissen.“

Der DSK-Präsident fährt fort: „Gemeinsame Gespräche erscheinen mittlerweile sehr schwierig und es wird dieses Jahr wohl die beiden Rennserien auf der Nordschleife geben. Das Minimalziel muss daher sein, dass beide Serien in friedlicher Koexistenz agieren und gegenseitige Seitenhiebe und unfaire Aktionen unterlassen werden. Der Markt wird dann entscheiden, welche Serie sich mittelfristig durchsetzen kann. Präzedenzfälle für die Existenz konkurrierender Rennserien hat es auch in der Vergangenheit in Deutschland immer gegeben. Auch aktuell fischen Serien von unterschiedlichen Organisationen im gleichen Segment nach Kunden. Dies ist auch okay, solange untereinander ein fairer Umgang gepflegt wird. Und das vermisse ich im Streit um die Nordschleife gerade extrem.“