Proppenvolle Starterfelder bei der VFV GLPpro

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Die Tourenwagenwertung als Gesamtdritter gewann Peter Stalder (BMW E36 M3 GTR) // Foto: Patrick Holzer

Die Hockenheim Classics waren wieder ein großartiger Erfolg für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der VFV GLPpro. Mit an die 200 Fahrzeugen auf dem Hockenheimring konnte die historische Gleichmäßigkeitsserie ihr Rekord Starterfeld vom vergangenen Jahr  noch einmal toppen.

Die VFV GLPpro bot an drei Tagen eine außergewöhnliche Vielfalt historischer Automobile. Bei den Trainings- und Wertungsläufen verwandelte sich der Hockenheimring  quasi in ein rollendes Museum. Mit 174 Tourenwagen und GT Fahrzeugen sowie 44 Formelautos und Sportwagen präsentierten  die Teilnehmer an die 60 Jahre Automobilgeschichte. Die ältesten Fahrzeuge im Feld brachten Nico Wieczorek, sein Alfa Romeo Giulia Sprint GTV stammt aus dem Jahr 1965, sowie Thomas Bartel mit einem Ford Mustang ebenfalls Baujahr 1965 an den Start.  Mit Fahrzeugen aus den sechziger Jahren waren noch Stephan Lewitzki (Ford Anglia, Baujahr 1967), Henning Mörtz (Alfa Romeo Giulia Sprint GT, 1967), Dennis Boch (NSU Prinz, 1968) und Dr. Heiner Thüroff (MG SBT, Baujahr 1969) am Start. Mit 44Fahrzeugen boten die Formel- und Sportwagenpiloten das bisher zahlenmäßig ansehnlichste Feld auf. Das älteste Fahrzeug im Formelfeld stammt aus dem Jahr 1968. Hierbei handelt es sich um einen MAHAG Plympic Vau, gefahren von Malte Petersen. Ebenfalls aus den Sechzigern stammen die Fahrzeuge von Johannes Kistler (Chevron B8), Simon Lüthi (Porsche 906) und Carsten Behrens (Chevron B16). Insgesamt bevölkerten zur Freude der Zuschauer und Automobil Enthusiasten über 40 verschiedene Automarken das Rund des Hockenheimrings.

Der vorletzte Lauf mit insgesamt zwei Wertungsläufen brachte aber auch sportliche Entscheidungen im Kampf um die Klassensieger und den Gesamtsieger der Saison 2023. Gefahren wurde bei den GTs und Tourenwagen in drei Startgruppen. Dazu kamen als vierte Gruppe die Formelfahrzeuge und Sportwagen. Mit 40 Startern war der Langstreckenlauf am Samstag ebenfalls hervorragend besetzt.

Bei den Tourenwagen und GTs der Startgruppe A nahmen 41 Fahrzeuge die beiden Wertungsläufe unter die Räder. Gesamtsieger und damit Sieger der GT Fahrzeuge wurde Peter-Carsten Kiliian (Pontiac Firebird Trans AM) mit 1208 Wertungspunkten. Mit auf das GT Podium kletterten Oliver Neidull (Porsche 911 Carrera 3,0) mit 1744 Punkten und Patrick Hug (Porsche 964) mit 1891 Strafpunkten. Die Tourenwagenwertung als Gesamtdritter gewann Peter Stalder (BMW E36 M3 GTR), der auf 1869 Strafpunkte kam. Zweiter der Tourenwagengruppe wurde Bernahrd Lang (Ford Escort RS 2000) mit 1870 Punkten. Dritter auf dem Podium war Daniel Binggei (BMW E36), dem 2127 Punkte addiert wurden. Im zweiten Lauf setzte Peter Stalder noch einen drauf und fuhr als Gesamtsieger den Laufs durchs Ziel. Damit siegte er in der Tourenwagenwertung mit 1122 Punkten. Alex Brinkmann (Ford Escort MKII)gelang ebenfalls mit Platz zwei und 1695 Punkten ebenfalls ein ansprechendes Ergebnis. Dritter bei den Tourenwagen wurde Ralf Gierkes (BMW E36 M3), der auf 1864 Punkte kam. Christian Stahl (Porsche 968 RSR) war mit 1842 Punkten als Gesamtdritter bester GT Pilot. Platz zwei der GT Wertung ging an Patrick Hug mit 1933 Punkten. Das komplette Porschepodium vervollständigte Oliver Stahl (Porsche 968 CS) mit 2188 Punkten.

Der Gesamtsieg und damit Sieger der GT Werung  in der Startgruppe B ging im ersten Lauf an den GT Piloten Nico Wieczorek (Alfa Romeo Guilia Sprint) mit 1377 Punkten vor Dr. Heiner Thüroff (MG CGT) mit 4075 Punten und Arnold Packbier (VW Scirocco), der als dritter der GT Gruppe auf 4202 Punkte kam. Auf dem Tourenwagenpodium standen gleich zwei VW Piloten. Andreas Metternich (VW Polo) als Sieger mit 1877 Punkten und Marcus Schmid (VW Polo 86C) auf Platz drei mit 2391 Punkten. Dazwischen geschoben hatte sich als Zweiter Max Scheidter (Innocenti Mini Cooper) mit 2387 Punkten. Im zweiten Lauf hatte Tourenwagenpilot Edgar Bepp (VolvoP142 S) mit 1464 Punkten die Nase vorn. Platz zwei ging an Michael Rieger (Simca Rallye)mit 1799 Punkten vor Gino Armani (Autobianchi Abarth) mit 2031 Punkten. Nico Wieczorek gewann auch den zweiten Lauf in der GT Wertung und kam dabei auf 1889 Punkte. Zweiter der GT Wertung wurde Scirocco Pilot Arnold Packbier mit 2156 Punkten vor Dr. Heiner Thüroff mit 3685 Punkten.

Nico Rauscher (Audi Quattro) hieß der Tourenwagensieger der Startgrppe C. Rauscher erreichte dabei 701 Strafpunkte. Platz zwei für Manfred Rother (BMW E36) mit 1832 Punkten vor Baptiste Bruant (BMW E30 325i) mit 1869 Punkten. Und nochmals Nico Wieczorek hieß der GT Sieger auch in der Startgruppe C im ersten Lauf. 1685 Punkte bedeuteten Platz eins bei den GTs vor Raimund Olbrich (AWE-Melkus 1000) mit 4999 Punkten und Dr. Andreas Pippig (AWE-Melkus RS 1000 GT) mit 9834 Punkten. 

Beat Amacher (Honda Civic SR) siegte mit 1471 Punkten in der Tourenwagenwertung der Startgruppe C // Foto: Patrick Holzer

In der Startgruppe C gewann in Lauf zwei Beat Amacher (Honda Civic SR) mit 1471 Punkten die Tourenwagenwertung. Platz zwei  erreichte Dennis Zeug (Opel Kadett C Rallye) mit 1621 Punkten vor Roland Christall (BMW 321ti), der auf 1859 Punkte kam.  Ein reines Melkus Podium ergab sich bei den GT Fahrzeugen in Lauf zwei. Es siegte Raimind Olbrich mit 4381 Punkten vor Dr. Andreas Pippig mit 9619 Punkten und Erwin Opuchlich (AWE-Melkus RS 1000) mit 10248 Punkten.

Wilfried Burghartz (Shrike P15) war überragender Sportwagenpilot des Wochenendes // Foto: Patrick Holzer

Detlef März (PRS RH 02), Lutz Crackau (Zagk S20-9) und Matthieu Nippert (Ralt RT31) hieß das Podium der Formelfahrzeuge in Rennen eins. Sportwagenpilot Carsten Behrens (Chevron B16) sah als Gesamtsieger die Zielflagge. Johannes Kistler (Chevron B8) und Wilfried Burghartz (Shrike P15) vervollständigten das Sportwagenpodium. Der sah im zweiten Lauf als Gesamtsieger die Zielflagge. Damit gewann Burghartz die Spoertwagenwertung vor Marco Kunz (Osella PA21) und Simon Lüthi auf einem Porsche 906. Bei den Formelautos war Michael Allgeier bei dem Dreifachsieg von Van Diemen nicht zu schlagen. Allgeier (Van Diemen RF 82/1600)  siegte vor Sarah Jamaly (Van Diemen RF 86) und Gerald Ludwig (Van Diemen RF 81).

Im mit über 40 Fahrzeugen hervorragend besetzten Langstreckenlauf siegte Martin Tierhardt (Opel Kadett GSI 16V) Dirk Ginzel auf Fiat Cinquecento. Platz drei ging nach einer Stunde Andreas Metternich, der auf einem VW Polo die Langstrecke unter die Räder genommen hatte. Bester GT Pilot war auf Gesamtposition Christian Stahl (Porsche 968 RS).

Lutz Crackau (Zagk S20-9) fuhr erneut aufs Podium der Formelautos // Foto: Patrick Holzer

Für das beste Tagesergebnis aller Teilnehmer erreichte Nico Rauscher (Audi Quattro) mit 701 Strafpunkten, gefahren beim zweiten Wertungslauf der Tourenwagen und GT Startgruppe B.

Sehr zufrieden mit den Hockenheim Classics äußerte sich Serienorganisator Felix Vaillant. “ Die Veranstaltung sehr gut. Alle Starterfelder waren voll. Wir hatten ausreichend Fahrzeit, die Tourenwagen- und GT-Fahrer hatten mit der der Langstrecke die Chance auf eine weitere Stunde Fahrzeit. Auch dieses Starterfeld war mit 40 gestarteten Fahrzeugen extrem gut gefüllt. Unterm Strich hatten wir ein tolles Saisonfinale bei bestem Wetter in Hockenheim.