Sorg Rennsport feiert bei 24h Nürburgring den CUP3-Klassensieg und einen VT2-Podestplatz

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Schmersal Porsche Cayman GT4 gewann souverän die CUP3-Klasse // Foto: 1VIER.COM / Sorg Rennsport

Bei bestem Frühlingswetter sorgte der Ausgang des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring auch bei Sorg Rennsport für strahlende Gesichter: Vier der fünf eingesetzten Autos sahen beim Nordschleifen-Saisonhighlight die Zielflagge, der Schmersal Porsche Cayman GT4 gewann souverän die CUP3-Klasse.

„Die Fahrer des Schmersal Porsche und unsere Boxencrew haben ein absolutes Bilderbuchrennen hingelegt“, gratuliert Daniel Sorg, gemeinsam mit seinem Bruder Benjamin Teamchef des Wuppertaler Rennstalls. Heiko Eichenberg, Patrik Grütter und Fabio Grosse (alle D) hatten die Startnummer 182 im Qualifying auf die Pole Position gestellt und im Rennen umgehend die Führung der stark besetzten Klasse CUP3 übernommen. Den Platz an der Sonne – die an diesem Rennwochenende in der Eifel reichlich schien – musste das Trio nur im Zuge des ersten Boxenstopps kurzfristig abgeben, weil direkte Gegner eine andere Strategie verfolgten. Ab dem zweiten Stint lag der Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport von Sorg Rennsport dann ununterbrochen bis ins Ziel an der Spitze seiner Klasse. „Dieser Sieg war nach der total sauberen Fahrt ohne jede Feindberührungen hochverdient“, bilanziert Daniel Sorg. Mit drei Runden Vorsprung fiel der Erfolg außerordentlich souverän aus. Im zweiten Cayman GT4 Clubsport mit der Startnummer 185 sahen Dan Miller (USA), Jose Casares Garcia (LUX), Carlo Scholl (D) und Milan Dontje (NL) als Siebte die Zielflagge.

Auch für den BGS technic BMW 330i mit der Startnummer 522 verlief die Jagd zweimal rund um die Uhr sehr gut, wenn auch nicht ohne Zwischenfälle. Piet-Jan Ooms (NL), Hans Joachim Theiß, Christian Leukers und Björn Simon (alle D) starteten von Position vier in der Klasse VT2 RWD. Mit einer fehlerfreien Fahrt arbeiteten sie sich bis auf den zweiten Klassenrang nach vorn und verteidigten diese Position lange – bis sich mehrere Schäden am Antriebsstrang einstellten. Ein Happy End gab es dennoch, wie Daniel Sorg schildert: „Die vielen Reparaturen haben uns bis auf Platz vier zurückgeworfen, doch dank eines tollen Schlussspurts konnten wir noch Rang drei einfahren.“

Der WWS Strube BMW 128ti startete zwar nur von Platz acht der Klasse VT2 FWD, doch Kurt Strube, Bernhard Wagner, Alex Wright (alle D) und Alberto Carobbio (I) kämpften sich mit der Startnummer 524 sukzessive nach vorn. Nach sieben Stunden lag die Sorg-Eigenentwicklung bereits auf Platz zwei. „Wir waren begeistert von der Performance des Autos und der Fahrer“, berichtet Daniel Sorg, „Dann gab es leider eine siebeneinhalbminütige Zeitstrafe, weil ein Fahrer zu früh aus einer Code-60-Zone herausbeschleunigt hat.“ Das warf die Crew ebenso zurück wie zwei spätere Reparaturen an der Getriebeaufhängung. Dann kam es richtig dicke für den schnellen Fronttriebler: Nach einer Berührung mit einem GT3-Fahrzeug brach vorne rechts die Achse. Dies wiederum führte zu einem Unfall, bei dem die vordere linke Seite in Mitleidenschaft gezogen wurde. „Unsere Jungs haben dann einmal mehr Vollgas gegeben, um das Auto wieder auf die Strecke zu bringen und den Fahrern den verdienten Zieleinlauf zu ermöglichen“, lobt Daniel Sorg diesen Kraftakt, der noch zu Platz fünf reichte.

Einzig der seriennahe Porsche Cayman S sah die Zielflagge nicht. Schon im Qualifying hatte die Startnummer 563 einen Unfall. Die Boxencrew von Sorg Rennsport konnte die Schäden aber reparieren, sodass der Mittelmotor-Renner erfolgreich am letzten Qualifying teilnehmen durfte. Auch im Rennen lief es für Xavier Lamadrid (MC), Xavier Lamadrid sen. (MEX), Heinz Jürgen Kroner (D) und Ugo Vicenzi (I) zunächst gut, bis es in der Nacht zu einer Berührung mit einem GT3-Fahrzeug kam. Die daraus resultierenden Unfallschäden ließen sich vor Ort nicht mehr reparieren.

Schon vor dem 24-Stunden-Rennen setzte sich Sorg Rennsport bei den Youngtimern exzellent in Szene: Der BMW 2500 (E3) konnte einmal mehr den Klassensieg einfahren und landete in der Gesamtwertung nur knapp außerhalb der Top-50. Mit dem M3 der Generation E30 kam das Wuppertaler Team auf Klassenrang drei.

„Einmal mehr möchten wir unserem tollen Team danken: Die Mannschaftsleistung war grandios“, bekräftigt Daniel Sorg. „Über alle Tage hinweg herrschte bei uns eine super Stimmung. Und wenn mal Probleme auftraten, haben immer alle an einem Strang gezogen und die Sachen mit viel Motivation und Spaß gelöst!“