Bruno Hügli neuer Titelträger in der VFV GLPpro

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Bruno Hügli (BMW 2002) heißt der neue Champion der VFV GLPpro // Foto:Patrick Holzer

Mit dem Finale in der Eifel beendete die VFV GLPpro eine recht lange Saison mit insgesamt acht Veranstaltungen. Teilweise unbeständige Witterungsverhältnisse machte es den Aktiven nicht immer leicht die richtige Reifenwahl zu treffen. Neuer Gesamtsieger wurde trotz verletzungsbedingtem Ausfall der Schweizer Bruno Hügli.

Beim Finallauf auf dem Nürburgring standen noch zahlreiche Entscheidungen hinsichtlich Gesamtwertung und Klassenwertung an. Der vor dem Finale in Führung liegende Bruno Hügli (BMW 2002) konnte selbst nicht aktiv in die letzte Entscheidung eingreifen. Ein Unfall beim Verladen seines Fahrzeuges kurz vor der Veranstaltung setzte den Schweizer außer Gefecht. Die Konkurrenz konnte dies jedoch nicht ausnutzen und Hügli die Führung in der Gesamtwertung abjagen. Der Punktevorsprung schmolz zwar auf sechs Punkte, aber die 1042 Punkte reichten letztendlich für den BMW 2002 Piloten.  Raimund Olbrich (Melkus Wartburg RS 1000) kam im Wertungslauf 2 mit 973 Strafpunkten als 25. ins Ziel. Das umgerechnete Ergebnis in Positivpunkte bescherten dem Berliner 78 Punkte. Am Ende waren es 1036 Punkte und Platz zwei in der Jahreswertung.  Für Stephan Schaade(Ford Escort RS 2000 Cup) standen letztlich 946 Punkte auf dem Papier.  Ein 23. Platz im Wertungslauf brachten dem Escort Piloten weitere 81 Punkte ein und sicherten Gesamtrang drei.

Raimund Olbrich im Melkus Wartburg RS 1000 // Foto: Patrick Holzer

Einige Bewegung gab es noch bei den Entscheidungen in den einzelnen Klassen. Die Tourenwagenwertung ging logischerweise an den Gesamtführenden Bruno Hügli vor Stephan Schaade. Mit einem zweiten Platz im Wertungslauf 2 und gewonnenen 179 Punkten kletterte Ralf Schieback (Toyota AE 86) auf den dritten Gesamtrang bei den Tourenwagen. Der Gesamtdritte Raimund Olbrich holte sich die GT Wertung. Platz zwei war eine enge Entscheidung zwischen den Porschepiloten Gerhard Dörr (Porsche 924) und Felix Kroner (Porsche 944). Ganze 11 Punkte lagen die beiden am Ende auseinander.

Stephan Schaade belegte Gesamtrang drei und wurde Vizemeister bei den Tourenwagen // Foto: Patrick Holzer

Eine spannende Auseinandersetzung hatte die Entscheidung in der Formelklasse versprochen. Hier lagen vor dem Finale Simone Busch und Lutz Crackau lediglich zwei Punkte auseinander. Mit einem sechsten Platz im Wertungslauf und weiteren 86 Punkten holte sich Simone Busch (Reynard Sf86 Formel Ford) den Titel in der Formelklasse. Da Lutz Crackau nicht antreten konnte wurde er von Dirk Juilfs (Opel Lotus MK1) noch auf Platz drei verdrängt. Nichts mehr anbrennen ließ Shrike Pilot Wilfried Burghartz in der Sportwagenwertung. Ein sechster Rang  im Wertungslauf der Sportwagen brachten nochmals 42 Punkte, was zur Verteidigung der Gesamtführung reichte. Rainer Grindler (Sylva Phoenix) wurde am Nürburgring Gesamtvierter und heimste 96 Punkte ein.  Am Ende fehlten 35 Punkte. Somit belegt der Sylva Phoenix Pilot in der Endabrechnung Gesamtrang zwei vor Klaus Twededell (Lola T 492).

Simone Busch gewann die Meisterschaft in der Formelklasse // Foto: Patrick Holzer

Alex Brinkmann (Ford Escort MKII) gewann im letzten Wertungslauf der Saison 2022 die Tourenwagenwertung in der Gruppe 1 vor Jürgen Groll (BMW E30) und Peter Deutschmann (Opel Omega A 3000). Den Sieg bei den GT Fahrzeugen holte sich Patrick Hug (Porsche 964). Mit aufs Podium kletterten Alfred Krumpen (Alfa Romeo Alfasud Sprint) und als Dritter Franz Straub (De Tomaso Pantera GT4). Der Sieg  in der Wertungsgruppe 2 ging bei den Tourenwagen an Mario Müller (BMW 328i) vor Ralf Schieback (Toyota AE 86) und Dirk Toschka (Autobianchi A112 Abarth). Die GT Wertung holte sich Harald Maute (Porsche 944 S2). Platz zwei belegte Lothar Hausstätter (VW Scirocco) vor Raimund Olbrich (Melkus Wartburg RS 1000). Jens Jäger (Schiesser Formel Ford 2000) vor Jürgen Bukoitz (Dallara F007) und Simone Busch lautete die Reihenfolge der Formelfahrzeuge.  Sieger des Wertungslaufs und gleichzeitig Sieger der Sportwagengruppe wurde Tobias Möhring vor Klaus Fischer (beide Saker GT). Platz drei ging an Rainer Grindler (Sylva Phoenix).  Mit lediglich 116 Strafpunkten erzielte Saker Pilot Tobias Möhrig das beste Tagesergebnis aller Teilnehmer . Mit 151 Strafpunkten überzeugte ebenfalls der zweite Saker Pilot Klaus Fischer. Alex Brinkmann (Ford Escort MKII) erzielte mit 208 Strafpunkten das drittbeste Tagesergebnis in der Eifel.

Gesamtplatz vier und Sieg in der Sportwagenwertung für Wilfried Burghartz (Shrike) // Foto: Patrick Holzer

Insgesamt standen 137 Fahrzeuge zu den drei Wertungsläufen am Start. Die stärkste Gruppe stellte erfahrungsgemäß die Tourenwagenfraktion.  Organisator Felix Vaillant zeigte sich mit dem Ergebnis und Verlauf des letzten Wertungslaufs zufrieden. “ Es hat hier im Grunde alles gepasst. Es war ein schönes Finale ohne große Probleme. Das Wetter hätte schlimmer sein können. Lediglich bei den Starterzahlen  ist aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage eine leichte Tendenz nach unten zu erkennen. Aber ich denke wir sind immer noch gut aufgestellt,“ zog Felix Vaillant am Ende ein positives Fazit.