DMV BMW 318ti Cup – Kraske siegt bei der Spa Premiere

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Start zum Rennen des DMV BMW 318 ti Cup // Foto: Patrick Holzer

Mit dem Premierensieg für Maik Kraske (H.A.R.D. Speed Motorsport) ging der Lauf des DMV BMW 318ti Cup in Spa-Francorchamps zu Ende. Dahinter belegten Oeverhaus/Alpert (Hampl Motors Rennsport) und Seifert/König (MK Motorsport) die weiteren Podestränge im 2-Stunden-Rennen.

In der 31. Runden setzte sich Maik Kraske an die Spitze des Feldes. Fünf Umläufe später war der Premierensieg perfekt. Bis zur Zielflagge hatte der Sieger den Abstand auf über 27 Sekunden nach oben geschraubt. Zwar war Kraske in den letzten Rennen immer mal wieder nahe dran, aber dass ausgerechnet auf der schwierigen Strecke in Spa-Francorchamps der Knoten platzen würde – damit hatte auch Kraske selbst nicht gerechnet: „Es hat viel Spaß gemacht. Die Strecke ist phänomenal. Ich war vorher noch nie hier. Es hat mich jetzt sehr bewegt, dass wir das geschafft haben. Vor dem Rennen hatten wir nicht damit gerechnet, dass das hier passieren wird. Aber als ich nach dem Boxenstopp auf P2 herauskam, dachte ich, jetzt musst du es schaffen.“

Da wird es eng in der La Source // Foto: Jürgen Holzer

War Kraske in den vergangenen Rennen immer mal wieder der Pechvogel, profitierte er diesmal von Problemen der Konkurrenz. Theo Oeverhaus teilte sich das Cockpit in den Ardennen mit Luca Alpert. Die Kombination erwies sich als stark. Nach einer turbulenten Anfangsphase übernahm Oeverhaus die Spitze. Während sich einige Piloten für einen frühen Stopp entschieden, blieb der Führende lange auf der Piste. Zwei Runden nach Kraske, der zu diesem Zeitpunkt auf Platz zwei gelegen hatte, stoppte auch Oeverhaus. Luca Alpert war nun der Gejagte, denn Kraske legte ein gutes Tempo vor. Im engen Verkehr kollidierte der Führende mit einem anderen Fahrzeug. Das kostete die Führung. Zumindest rettete Alpert noch den zweiten Platz über die verbleibende Rennzeit. „Nachdem wir uns auf Platz drei qualifiziert haben, war Theos Aufgabe im ersten Stint die 16 Extrasekunden rauszufahren, um gewinnen zu können. Aufgrund einiger Safety-Cars hatten wir eine große Lücke zu den Verfolgern aufgebaut. Leider musste ich wegen eines Unfalls mit einem TCR Fahrzeug die Führung abgeben und konnte das Auto stark beschädigt noch auf Platz zwei ins Ziel bringen“, berichtete Luca Alpert.

Premierensieg für Maik Kraske (H.A.R.D. Speed Motorsport)im DMV BMW 318ti Cup // Foto: Patrick Holzer

Podiumsplatz für Carsten Seifert und Mika König
Wie sich Siege im DMV BMW 318ti Cup anfühlen – das weiß Carsten Seifert. In Zandvoort holte sich Seifert vor drei Jahren einen Gesamtsieg. Mit Mika König hatte der erfahrene Markenpokalspezialist ein junges Talent an seiner Seite. Und der Youngster machte seine Sache gut. Zu Rennbeginn lag Startfahrer Seifert nach Problemen im Zeittraining auf einem Platz im Mittelfeld. Der Routinier kämpfte sich schnell nach vorne und lag nach zwölf Runden bereits in den Top 10. Erst spät kam Seifert, mittlerweile auf Platz drei, an die Box. Teamkollege Mika König übernahm und festigte die dritte Gesamtposition. Zwar machte dahinter Sebastian Vollak (Morts Racing Team) Boden gut, gefährlich nahe kam der zweifache Champion nicht mehr. „Ich freue mich mit einem erst 17jährigen Junior, der seine erste Tourenwagen Saison fährt, dieses Ergebnis herauszufahren. Wir hatten gestern im Zeittraining Probleme. Aber aus meiner langjährigen Erfahrung hier an der Rennstrecke wusste ich, dass man mit dem Windschatten sehr viel erreichen kann. Dass es dann zu Platz drei bis zum Boxenstoppfenster reichen würde, hätte ich nicht gedacht. Da war ich selbst etwas überrascht. Ich glaube es war ganz gut, dass Mika nicht genau wusste, wo wir stehen und das Rennen ganz in Ruhe zu Ende fährt. Mit Platz drei sind wir mega glücklich“, so Mr. Markenpokal. Mika König bestätigte seinen erfahrenen Teamkollegen: „Zwischenzeitlich wusste ich nicht, auf welcher Position ich genau lag. Carsten hat mir das Auto auf einer super Position übergeben. Das Auto lief prima. Das haben wir mit Carsten zusammen sehr gut hinbekommen. Ich bin sehr glücklich über unseren Podiumsplatz.“

Turbulentes Rennen
Bei einem von vielen Safety-Car Phasen geprägten Rennen belegte Sebastian Vollak den vierten Gesamtplatz. Vollak hatte sich hinter Oeverhaus/Alpert und Smyrlis/Rink (Smyrlis Racing) auf Rang drei vorgearbeitet. Als einer der ersten kam Vollak an die Box und rutschte dementsprechend nach hinten durch. Als alle gestoppt hatten, sortierte sich der sechsfache Saisonsieger auf der vierten Position ein. Dabei musste Vollak selbst achtgeben, denn Dennis Urgatz und Henry Cenry (Cerny Motorsport) rückten immer näher heran. Das Duo war von der zweiten Startposition aus ins Rennen gegangen, musste den zweiten Platz aber nach einer Runde wieder abgeben. Im weiteren Verlauf festigten Urgatz/Cerny die fünfte Position, auf der es am Ende auch über den Zielstrich ging.

Imposante Startaufstellung auf der Zufahrt zur Eau Rouge // Foto: Jürgen Holzer

Dahinter sorgte eine fünf Sekunden Strafe nach dem Rennen noch einmal für Bewegung auf dem Tableau. Das Ziel hatten Smyrlis/Ring eigentlich auf der sechsten Gesamtposition gesehen. Doch die fünf zusätzlichen Sekunden warfen das Duo auf Rang neun zurück. Teamkollege Justin Wichmann (Smyrlis Racing) und Schnurbusch/Walter (Morts Racing Team) kamen dadurch vorbei. Besonders kurios – da beide Piloten auf zwei Fahrzeugen antraten, rutschte auch noch das zweite eigene Fahrzeug vorbei. Die Top 10 komplettierte Max Rosam (Rosam Motorsport), der sich mit 0,142 Sekunden Vorsprung knapp gegenüber Platow/Stutzke (Cerny Motosport) durchsetzte.

Den Sieg bei den Junioren holten sich Theo Oeverhaus und Luca Alpert // Foto: Patrick Holzer

Oeverhaus/Alpert beste Junioren
Den Sieg bei den Junioren holten sich Theo Oeverhaus und Luca Alpert. Platz zwei ging an Mika König vor Justin Wichmann. In der neu geschaffenen Gentlemen Wertung meldete sich Klaus Waibel (Cerny Motorsport) mit einem Sieg zurück. Er verwies den zuletzt zweimal erfolgreichen Markus Hassa (Malix Motorsport) auf Rang zwei. Dritter wurde Stefan Kohl (Tschuppi Motorsport).

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