Doppelsieg für Tim Heinemann in der DTM Trophy am Lausitzring

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T. Oeverhaus (GER), BMW, Walkenhorst MS. // Foto: DTM Trophy/Malte C.Christians

Pole-Position, schnellste Rennrunde und Sieg. Tim Heinemann stellt im ersten Rennen der DTM Trophy 2022 sein Können eindrucksvoll unter Beweis. Der Deutsche, der in diesem Jahr für das Team Toyota Gazoo Racing Germany powered by Ring Racing in der Talentschmiede auf der DTM-Plattform fährt, ließ der Konkurrenz im Auftaktrennen auf dem Lausitzring Turn 1 powered by Autohero keine Chance.

Der brasilianische Audi-Pilot Thiago Vivacqua (Heide-Motorsport), in diesem Jahr ein Neuling auf der professionellen DTM-Plattform, wurde nach insgesamt 19 Runden mit einem Rückstand von 3,053 Sekunden als Zweiter abgewunken. Das Podium komplettiert Vivacquas US-amerikanischer Markenkollege J.P. Southern (T3 Motorsport) auf Position drei.

Der Sieg von Heinemann, Champion der ersten Saison der Talentschmiede DTM Trophy 2020, war nur ein Mal in Gefahr: Am Start setzte sich Vivacqua neben die rot-weiße Toyota Supra, eingangs der anspruchsvollen Steilkurve Turn 1 hatte er die Nase sogar leicht vorn. Doch Heinemann war auf der besseren Linie und setzte sich schließlich durch. Danach baute sich der Toyota-Pilot ein kleines Polster von bis zwei Sekunden auf, das er souverän verwaltete. Vivacqua fuhr zwischenzeitlich die schnellste Rennrunde, doch diese konnte Heinemann umgehend kontern.

Southern erzielte einen ungefährdeten dritten Rang, während dahinter spektakulär um die Positionen gekämpft wurde. Aston-Martin-Fahrer Nick Hancke (GER, Speed Monkeys) behielt dabei letztlich die Oberhand. Er krönte seine sehenswerte Aufholjagd, die ihn schließlich von Startplatz 13 bis auf Rang vier nach vorne brachte. Mercedes-AMG-Fahrer Rodrigo Dias Almeida (BWT Mücke Motorsport) aus Mosambik sah die Zielflagge auf Position fünf liegend.

Verlierer der Verfolgergruppe war Porsche-Pilot Ricky Capo (KÜS Team Bernhard). Der Australier hatte anfangs die vierte Position inne, fiel aber nach einigen intensiven Kämpfen noch bis auf Rang sieben zurück. Vor ihm fuhr noch der beste BMW-Pilot, Theo Oeverhaus (Walkenhorst Motorsport) aus Deutschland, über den Zielstrich. Somit waren im Ziel alle sechs Marken auf den ersten sieben Plätzen vertreten, was die extreme Ausgeglichenheit in der mit seriennahen GT-Sportwagen ausgetragenen DTM Trophy unterstreicht.

Almeidas französischer Teamkollege Edouard Cauhaupé kam als Achter ins Ziel, gefolgt von Southerns Stallgefährten Matias Salonen aus Finnland. Der Spanier Marc de Fulgencio (FK Performance Motorsport) holte mit seinem BMW als Zehnter den letzten Punkt.

In der DTM Trophy ist auch in diesem Jahr wieder eine Dame am Start: Die Deutsche Sophie Hofmann (Audi, Heide-Motorsport) hatte im Ziel 39,568 Sekunden Rückstand auf Heinemann, was bei ihrem Heimrennen für Position 15 reichte.

Zwei Rennen, zwei Siege: Toyota-Pilot Tim Heinemann (GER) gelingt auf dem Lausitzring Turn 1 powered by Autohero der perfekte Auftakt in die Saison 2022 der Talentschmiede DTM Trophy. Nach 19 abwechslungsreichen und teils dramatischen Runden überquerte der Fahrer des Teams Toyota Gazoo Racing Germany powered by Ring Racing den Zielstrich als Erster. Zusammen mit Heinemann, dem Champion der DTM Trophy 2020, durften die BMW-Piloten Theo Oeverhaus (GER, Walkenhorst Motorsport) und Colin Caresani (NLD, Project 1) an der Siegerehrung teilnehmen.

Heinemann gewinnt auch Rennen 2
Tim Heinemann musste für seinen zweiten Saisonsieg und seinen insgesamt neunten Erfolg in der Talentschmiede auf der professionellen DTM-Plattform hart arbeiten. Zwei Safety-Car-Phasen machten seine Führungsarbeit jeweils zunichte. Die erste Neutralisation des Rennens erfolgte in Runde vier, als der US-Amerikaner Jordan Wallace (FK Performance Motorsport) seinen BMW im Kiesbett versenkte. Heinemann behauptete die Spitzenposition sowohl beim Start als auch beim Restart in Runde sieben.

In Runde 14 war es dann ein Unfall von Jacob Riegel (Speed Monkeys), der einen Einsatz des Safety Cars notwendig machte. Der Aston Martin des Deutschen steckte nach einem Kontakt mit Caresanis Teamkollegen Louis Henkefend (GER) in der Streckenbegrenzung. In der 17. Runde wurde das Rennen für einen Schlusssprint über nur drei Runden wieder freigegeben. Dabei überraschte der Spanier Marc de Fulgencio im BMW M4 von FK Performance Motorsport Heinemann und zog noch vor der gefürchteten Steilkurve Turn 1 am Toyota vorbei. Heinemann versuchte umgehend, sich die Führung wieder zurückzuholen. Nach einem erfolgreichen Überholmanöver kontrollierte er das Rennen bis zum Schluss. Im Ziel hatte Heinemann 3,115 Sekunden Vorsprung auf seinen schärfsten Verfolger.

Letzte Runde entscheidet Kampf um die Podiumsplätze
Im Kampf um die Verfolgerplätze wurde es in der Schlussphase dramatisch. Nach vielen intensiven und sehenswerten Zweikämpfen setzte sich letztlich Oeverhaus vor Caresani durch. Audi-Pilot Thiago Vivacqua (BRA, Heide-Motorsport), der zu Rennbeginn auf der zweiten Position lag und bei beiden Neustarts Positionen einbüßte, rettete mit Rang vier wertvolle Punkte. Mercedes-AMG-Pilot Rodrigo Dias Almeida (BWT Mücke Motorsport) aus Mosambik kam als Fünfter ins Ziel, gefolgt von Riegels Teamkollegen Nick Hancke (GER). De Fulgencio, der zu Beginn der letzten Runde noch auf der zweiten Position lag, wurde bis auf Rang sieben durchgereicht.

Sophie Hofmann, die einzige Rennfahrerin im Feld der DTM Trophy, verpasste die Punkteränge im Sonntagsrennen auf dem Lausitzring Turn 1 ganz knapp. Sie landete in ihrem Audi R8 von Heide-Motorsport auf Platz elf, zum letzten Punkt fehlten nur rund zwei Sekunden.
Die nächsten beiden Rennen der DTM Trophy 2022 gehen vom 17. bis 19. Juni über die Bühne. Dann steht eine Premiere an: Erstmals werden die seriennahen GT-Sportwagen der DTM Trophy erstmals im Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola antreten. Heinemann reist als Gesamtführender mit 57 Punkten zur Traditionsstrecke in der Emilia-Romagna, dahinter liegen Vivacqua (34) und Oeverhaus (26) auf den Tabellenplätzen zwei und drei.

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