Start Rundstrecke DMV STGT Lindemann siegt im starken STGT 66 Feld

Lindemann siegt im starken STGT 66 Feld

Thomas Lindemann (Porsche 911 GT3 Cup) siegte nach starker Aufholjagd // Foto: Patrick Holzer

In einem stark besetzten STGT 66 Feld feierte Thomas Lindemann (Porsche 992 GT3 Cup) bei seiner Premiere gleich den Gesamtsieg. Hinter ihm komplettierten Matthias Hell (BMW M4 GT4) und Hedderich/Schulte (Porsche Cayman GT4 RS) nach einem spannenden Rennen in Zolder das Podium.

Es dauerte bis zur 20. Runde, ehe sich Thomas Lindemann an die Spitze gearbeitet hatte. Der spätere Sieger war aus der Boxengasse dem Feld hinterher gestartet, machte aber schnell Boden gut. Durch den Pflichtstopp rutschte Lindemann wieder von der Eins, profitierte aber schließlich von den Problemen des führenden Nick Hancke. Mit 41,488 Sekunden Vorsprung sicherte sich der Porsche-Pilot schließlich den deutlichen Gesamterfolg.

„Ich bin mit 40 Sekunden Rückstand rausgefahren. Eigentlich wollte ich einfach nur mitfahren, als ich die Gelegenheit bekam. Ich hätte nie gedacht, dass ich das hier gewinne. Als ich gesehen habe, dass wir eine Chance haben, ganz nach vorne zu kommen, habe ich gepusht. Es war ein tolles Erlebnis, den Sieg habe ich richtig genossen“, freute sich Lindemann über den unerwarteten Gesamtsieg.

Spannende Anfangsphase
Die Anfangsphase des Rennens war vom Vierkampf der BMW M4 GT4 geprägt. An der Spitze behauptete sich zunächst Philipp Pippig vor Erik Bänecke, Matthias Hell und Nick Hancke. Als Erstes erwischte es aus der Spitzengruppe Bänecke, der seinen M4 nach Problemen mit einem Sensor für das Getriebe in der Box abstellte. Kurz darauf war auch für Pippig Schluss, der über Temperaturprobleme klagte. Dadurch übernahm Hancke die Führung und erarbeitete sich einen komfortablen Vorsprung vor Hell. Doch auch bei Hancke lief es nach seinem Stopp plötzlich nicht mehr rund. Nach 29 Runden kam auch für ihn das Aus. „Kurz vor dem regulären Boxenstopp hatte ich schon mal eine Fehlermeldung im Display. Und nach dem Stopp kam die Fehlermeldung erneut. Ich bin dann zur Sicherheit reingefahren und habe das Auto abgestellt“, so Hancke.

Matthias Hell fuhr auf Gesamtplatz zwei // Foto: Patrick Holzer

Dadurch war für Matthias Hell, der nach Hanckes Aus bereits Führungskilometer gesammelt hatte, der Weg zum zweiten Gesamtplatz frei. Der BMW-Pilot holte sich damit auch den Sieg in der stark besetzten Cup 4 Klasse. „Das Rennen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich bin zum ersten Mal hier in Zolder und ich kannte die Strecke überhaupt nicht. Bei der Hitze kam mir auch die Klimaanlage im Auto zugute. Ich fuhr auch nur mit einem Satz Reifen, was bis zum Schluss funktionierte“, bilanzierte Hell.

Porsche-Duo auf Rang drei
Den dritten Gesamtrang holten sich Uwe Hedderich und Rudolf Schulte, die damit hinter Hell den zweiten Platz in der Cup 4 belegten. Das Porsche-Duo lauerte zunächst hinter den schnellen M4 auf der fünften Position, ehe bei der Konkurrenz der Defektteufel zuschlug. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Uwe Hedderich: „Es hat richtig Spaß gemacht gegen die BMW zu fahren. Die Überholmanöver waren gut und es hat dabei alles gut funktioniert, auch mit den 318ti. Das war sensationell. Es war eine schöne Abwechslung.“ Auch Teamkollege Schulte zeigte sich zufrieden: „Es war mein erstes Rennen hier mit Uwe zusammen. Er hatte das gut vorbereitet und ich konnte das Auto nach der Hälfte der Zeit übernehmen. Wir hatten uns als Ziel gesetzt, dass wir es auf das Podium schaffen. Das haben wir nun auch erreicht. Ich bin mächtig stolz, dass das auch geklappt hat.“

Uwe Hedderich und Rudolf Schulte fuhren mit Platz drei auf das Gesamtpodium // Foto: Patrick Holzer

Packendes M2-Duell
Viel Spannung bot das Duell zwischen Henrik Seibel und Mika König um den Sieg in der BMW M2 Cup 2.0 Klasse. Ohne Trainingszeit musste König von hinten starten, lag aber schnell direkt hinter Seibel. Drei Runden lang setzte König seinen Klassenkonkurrenten unter Druck, ehe er vorbeiging. Doch Seibel blieb dran und holte sich im achten Umlauf die Klassenführung zurück. Nach den Pflichtstopps lag zunächst wieder König vorne, ehe Seibel in der letzten Runde das Duell für sich entschied. „Wir haben die Chance genutzt, um etwasTestkilometer zu fahren. Wir konnten recht konstant ein paar Runden absolvieren. Leider hatte ich eine kleine Berührung. Das war eine unglückliche Situation. Aber das haben wir schon geklärt. Ansonsten habe ich mich mit Henrik Seibel schön gefightet“, berichtete König.

Henrik Seibel siegte in der BMW M2 Cup 2.0 Klasse // Foto: Patrick Holzer

Dahinter vervollständigten Frederik Läuferts / Hermann Läuferts (Porsche 991 GT3 Cup) vor Michael Neuhauser (BMW E46 WTCC), den Cup 1 Siegern Chriscielewski / Panai (BMW 318ti Cup), Sascha Sieber (BMW 318ti Cup) und Nick Hancke die Top 10. Das sechstplatzierte Vater-Sohn-Duo zeigte sich vom STGT 66 Format begeistert: „Es war das erste Rennen, das ich mit meinem Vater gemeinsam fuhr. Ich bin ein Riesen-Endurance-Fan. Da macht das dann noch mehr Spaß“, so Frederik Läuferts. Auch Hermann Läuferts fand Gefallen: „Es war ein tolles Rennen und hat sehr viel Spaß gemacht. Tolles Rennen, eine tolle Veranstaltung.“ Beide sicherten sich zudem den zweiten Platz in der Cup S vor Richard Theurer (Porsche 991 GT3 Cup).

Weitere Klassensieger
In der ebenfalls gut besetzten Cup 1 Klasse entschied eine Zeitstrafe über den Sieg. Ein zu kurzer Stopp kostete Sascha Sieber 70 Strafsekunden, welche ihn hinter Chriscielewski / Panai auf Platz zwei zurückwarfen. Platz drei holten sich Hermann / Hermann. Der Sieg in der Cup TC ging an Michael Weingärtner (VW Polo GTI Cup), während Patrick Neider (BMW 325i E90) in der Cup 3 siegte.