Beim dritten Lauf zum DMV Classic Masters auf dem Nürburgring war Daniel Schrey mit seinem Porsche 935 K1 nicht zu schlagen. Der Porsche-Pilot siegte in beiden Rennen vor Georgios Katsikis (Opel Kadett C GT/E) und Kabir Bonavetti (Alfa Romeo 75 Turbo Evoluzione).
An Daniel Schrey führte bei seiner Premieren-Vorstellung im DMV Classic Masters kein Weg vorbei. Der Porsche-Pilot feierte zwei insgesamt souveräne Gesamtsiege. Zumindest der erste Erfolg am Samstag stand durchaus auf Messers Schneide, wie der Doppelsieger zugab: „Die ersten paar Runden waren total tiefenentspannt. Zum Schluss hatte ich auf einmal unheimlich starke Vibrationen auf der linken Seite. Wir hatten davor eine Antriebswelle im Getriebe lose und ich vermute, dass es das wieder war. Daher fuhr ich die letzten Runden ganz langsam. Zum Glück habe ich davor den Vorsprung herausgefahren.“
Georgios Katsikis holt zweimal Rang zwei
Zweimal Rang zwei holte sich Georgios Katsikis, dessen infernalisch schneller Opel Kadett C GT/E erst kurz vor der Veranstaltung fertig wurde. Im ersten Rennen kämpfte sich der Siegener von Startplatz 29 schnell nach vorne und verdrängte kurz nach Rennhalbzeit Kabir Bonavetti von der zweiten Gesamtposition. Knapp über 20 Sekunden nach dem Porsche von Schrey sah Katsikis das schwarz-weiß karierte Tuch als Gesamtzweiter und Sieger der CM 6. „Ich hatte im Regenquali nicht ganz das Vertrauen, richtig Gas zu geben und mir gesagt, dass ich im Trockenen schon aufholen kann. Das hat auch viel Spaß gemacht. Und bei so einem fairen Teilnehmerfeld macht es noch mehr Spaß, da durchzufahren“, freute sich Katsikis über seinen zweiten Platz.

Am Sonntag verteidigte Katsikis seinen zweiten Gesamtplatz, konnte aber das Tempo von Schrey nicht mitgehen. Nach einem Unfall musste das Rennen rund neun Minuten vor Schluss unterbrochen werden. Auch nach dem Restart war der Siegerländer hellwach und sicherte sich mit 4,628 Sekunden Rückstand erneut Gesamtplatz zwei und Platz zwei in der CM Spezial, in die er in Rennen 2 gewechselt hatte.
Spannung auf den weiteren Plätzen
Während Bonavetti als bester Vertreter der Alfa Challenge zweimal den dritten Gesamtrang belegte, wurde der Kampf um die weiteren Podestplätze im DMV Classic Masters dahinter entschieden. Im ersten Rennen hatte sich Hans-Peter Meier (Porsche 964 RSR) nach einem verpatzten Regenqualifying bereits bis auf Rang vier nach vorne gearbeitet, ehe der Eidgenosse Ausgangs AMG-Arena in die Reifenstapel einschlug. Dadurch rückte Kurt Strube (Porsche 964 Cup) wieder um eine Position nach vorne und brachte Rang drei der DMV-Wertung vor André Jaschinski ins Ziel.

Der Titelverteidiger drehte dafür im zweiten Heat den Spieß um. Während erstmals Arne Bast den Porsche von Strube pilotierte, katapultierte sich Jaschinski mit einem starken Start aus der dritten Reihe direkt auf die vierte Gesamtposition. Bis zur Unterbrechung setzte er sich leicht von seinen Verfolgern ab. Nach dem Restart übernahm Jaschinski zwischenzeitlich sogar den dritten Gesamtrang und, musste sich am Ende jedoch Bonavetti geschlagen geben. Den Klassensieg in der CM 6 hatte er jedoch in der Tasche.
„Das zweite Rennen ist für mich optimal gelaufen. Die lange Wartezeit bei der Unterbrechung war bei den Temperaturen im Auto eine Herausforderung. Den Restart habe ich wiederum perfekt erwischt und die letzten drei Runden einen nervenaufreibenden Dreikampf mit Urs Krämer und Arne Bast gehabt. Die letzte Runde dann nur noch mit Kampflinie gegen Urs verteidigt und den Sieg eingefahren. Länger hätte es nicht gehen dürfen“, befand Jaschinski.
Dahinter lieferte sich Arne Bast einen engen Kampf mit Markenkollege Urs Krämer (Porsche 964). Rund drei Minuten vor Schluss wagte Krämer Ende Start und Ziel den entscheidenden Angriff und zog aus dem Windschatten vorbei. Ganz knapp hinter Jaschinski komplettierten Krämer und Bast die weiteren Podestplätze des DMV Classic Masters.
Björn Ewald überzeugt mit zwei Siegen in der CM 4
In der an diesem Wochenende stark besetzten CM 4 setzte sich Björn Ewald mit seinem BMW 328i E36 in beiden Rennen durch. Die engsten Konkurrenten im Kampf um den Klassensieg waren Mirko und Dino Heuser (Alfa Romeo 147 Cup). Während Ewald den ersten Durchgang nach einem frühen Überholmanöver gegen Mirko Heuser kontrollierte, musste er sich im zweiten Rennen zunächst hinter Dino Heuser einreihen. Kurz vor der FCY-Phase holte sich Ewald die Führung zurück und brachte diese auch nach dem Restart ins Ziel.

„Das Wochenende war im Großen und Ganzen sehr zufriedenstellend und erfolgreich. Das Auto lief wirklich sehr gut“, zog Ewald zufrieden Bilanz. Im zweiten Rennen erschwerte ein Kontakt die Aufgabe zusätzlich. „Ab dem Punkt hatte ich relativ starke Vibrationen an der Lenkung und hoffte, dass das Auto durchhält. Konnte aber trotzdem relativ gute Zeiten fahren und mir den erneuten Sieg sichern“, so Ewald.

Hinter Ewald sorgte Daniel Kühnhold mit seinem Audi V8 im ersten Rennen für das beste Ergebnis der Saison. Zwischenzeitlich lag der Audi-Pilot sogar vor Mirko Heuser, ehe er als Klassendritter die Zielflagge sah. Im zweiten Durchgang sicherte sich Nils Jenschur (BMW 330ti E36) den dritten Platz in der CM 4 und komplettierte damit das Klassenpodium hinter Ewald und Dino Heuser.
































