Beide Rennen zur DMV BMW Challenge auf dem Nürburgring gingen an Nick Hancke (M4 GT4 G82). Philipp Pippig (M4 GT4 F82) fuhr zweimal auf den zweiten Gesamtrang und forderte den Doppelsieger vor allem im zweiten Heat bis zum Schluss. Die dritten Plätze sicherten sich Thomas Kessel (M2 GTR) und Arnd Meier (E46 AVP).
Der Nürburgring ist für Nick Hancke ein denkbar gutes Pflaster. „Deshalb fahren wir auch immer hier“, scherzte der zweimalige Rennsieger. Ganz so einfach machte es ihm die Konkurrenz in Form von Philipp Pippig allerdings nicht. Der schnappte sich am Samstag auf der anfangs noch nassen Piste kurzerhand die Führung, während Hancke hinter Thomas Kessel auf Rang drei lag. Noch im Verlauf der zweiten Runde korrigierte Hancke die Rangordnung wieder und setzte sich in der Xiaomi-Kurve an die Spitze. Bis zum Ablauf der 25 Minuten pendelte sich der Vorsprung auf Pippig bei 6,476 Sekunden ein.

„Das Rennen war ziemlich zufriedenstellend. Zu Beginn lief es schon ziemlich gut und ich konnte Pippig relativ schnell überholen. Dadurch konnte ich einen Vorsprung herausfahren und diesen auch weiter ausbauen. Gegen Ende hin wurde es doch recht trocken. Da musste man gut auf die Reifen aufpassen und jede nasse Stelle mitnehmen“, so Hancke über das erste Rennen. Auch Pippig bedauerte, dass die Strecke zu schnell abtrocknete: „Wäre es schön nass geblieben, wäre es interessanter geworden. Aber leider wurde es zu trocken. Darauf waren wir nicht abgestimmt.“
Packendes Duell um den Gesamtsieg
Auch im zweiten Durchgang auf nun trockener Strecke erwischte Pippig den besseren Start. Diesmal dauerte es bis zur neunten Runde, ehe sich Hancke nach einem packenden Duell im engen Nadelöhr nach Start und Ziel die Führung holen konnte. Danach setzte sich Hancke leicht ab, was ihm mit 2,396 Sekunden Vorsprung den Sieg vor Pippig einbrachte.
„Leider ist der Zweite der erste Verlierer. Aber grundsätzlich war es mit Nick ein super geiler Fight und hat richtig Spaß gemacht. Der Verkehr hat uns manchmal ein bisschen unser Spiel verdorben. Im Großen und Ganzen war es aber ein schönes Rennen und immer sehr fair. Man konnte sich gegenseitig die Spiegel richten, so eng war das“, meinte Pippig zu seinem zweiten Platz.

Platz drei für Thomas Kessel und Arnd Meier
Im ersten Rennen lag Thomas Kessel endlich einmal wieder da, wo er eigentlich auch hingehört – nämlich möglichst weit vorne. Mit seinem M2 holte er sich hinter den beiden M4 einen souveränen dritten Gesamtrang. „Mit dem Rennen bin ich zufrieden. Ich habe das gemacht, was möglich war. Ansonsten war es ein entspanntes Rennen. Mir wäre es aber lieber gewesen, wenn es nochmals geregnet hätte. Richtiger Regen ist mir lieber als so halbtrockene Bedingungen“, befand Kessel, hinter dem Matthias Hell (M4 GT4 G82) und GTR-1-Sieger Arnd Meier auf den weiteren Plätzen ins Ziel einliefen.
Auch im zweiten Durchgang lag Kessel zunächst auf Podiumskurs, ehe er seinen M2 nach sechs Runden vorzeitig abstellen musste. Davon profitierte Arnd Meier, der Platz drei vor Erik Bänecke (M4 GT4 F82) und Hell souverän über die Zeit brachte.

Zwei Klassensiege für Günther und Ulbrich
Die GTR 2 sicherte sich in beiden Rennen Martin Günther (M240iR), während Matthias Ulbrich gleich bei seinem ersten Start im 330i E46 einen Doppelsieg in der GTR 3 herausfuhr. Im ersten Rennabschnitt musste sich Ulbrich zunächst hinter Christian Kautz (330i E46 GT) einsortieren, ehe er einen Weg vorbei fand. Noch souveräner lief es für Ulbrich im zweiten Heat, wo er diesmal vor Kautz und dem erneut drittplatzierten Andreas Schiedeck (BMW 325i E46 Turbo) zum Klassensieg fuhr.

„Die Bedingungen waren durch die feuchte Strecke und das spätere Abtrocknen nicht einfach. Anfangs merkte ich, dass Christian Kautz hier mehr Erfahrung hat. Über die Distanz hat es dann aber funktioniert“, kommentierte Ulbrich seinen ersten Klassensieg.

Ein Sieger in der Cup M, Abwechslung in der Cup 3
Die Cup M ging zweimal an Jürgen Grimm, der sich im ersten Rennen mit knapp über acht Sekunden Vorsprung vor Bernd Jamin und Andreas Müß (alle M240i RC) behauptete. Im zweiten Durchgang lag Jamin zunächst vorne, musste aber seinen M240i RC nach einem technischen Defekt abstellen. Dadurch siegte Grimm als Gesamtneunter erneut, diesmal vor Andreas Müß. „Es war ein erfolgreiches Wochenende. Wobei man fairerweise sagen muss, dass Bernd Jamin im zweiten Rennen in Führung liegend ausgefallen ist. Zu dem Zeitpunkt kam ich wieder näher an ihn heran, trotzdem nehmen wir natürlich den Sieg mit“, meinte Grimm.

Zwei verschiedene Sieger gab es in der Cup 3, wo sich am Samstag Romano Schultz im Cup One 1,6T den souveränen Klassensieg vor Karl-Heinz Schneider (325i E36 GT) und Patrick Neider (325i E90) holte. „Wir hatten die perfekte Strategie und dachten schon, dass es während des Rennens abtrocknen würde. Deshalb war zu Beginn des Rennens Attacke angesagt. Als ich einen komfortablen Vorsprung hatte und es anfing abzutrocknen, bin ich langsamer gefahren. Im Grunde brauchte ich das Rennen nur noch zu verwalten“, so Schultz.
Den Klassensieg im zweiten Rennen sicherte sich diesmal Karl-Heinz Schneider vor Kurt Strube (325ti E46) und Björn Freier (325i E46 GT). „Im Gegensatz zu gestern war heute eindeutiges Wetter. Es war wirklich ein schönes Rennen. Gestern war es halt wechselhaft. Da musste man mit Regenreifen raus, danach trocknete es ab. Das ist immer so ein Rumeiern. Aber am Ende war doch alles gut“, berichtete Schneider über sein Wochenende.
Leo Geisler mit zweitem Doppelsieg im 318ti Sprint Cup
Wie schon in Oschersleben feierte Leo Geisler im stark umkämpften 318ti Sprint Cup einen Doppelsieg. Lange umkämpft war vor allem das erste Rennen. Nach einem nicht optimalen Qualifying und Startplatz vier in der Klasse erwischte Geisler einen perfekten Start und übernahm bereits in der ersten Kurve die Führung. Bei wechselnden Bedingungen mit immer wieder einsetzendem Nieselregen blieb das Rennen bis zum Schluss spannend. „Ich musste auch immer den Rückspiegel im Auge behalten, um zu sehen, wo meine Konkurrenten sind. In der letzten Runde wurde es dann nochmals mit der Überrundung richtig spannend“, schilderte Geisler das Renngeschehen. Am Ende setzte er sich vor Marik Maak und Louis Klinkhammer durch.

Etwas entspannter verlief der zweite Durchgang. Allerdings musste Geisler direkt nach dem Start einen Schreckmoment überstehen, als ein Konkurrent vor ihm beinahe stehen blieb. „Da waren es nur wenige Zentimeter, die mich vor einem Totalschaden bewahrt haben“, berichtete der Doppelsieger. Anschließend entwickelte sich zunächst ein enger Kampf um die Spitze, ehe sich Geisler entscheidend absetzen konnte. Dahinter setzte sich Jarno Wiese in einem engen Finish gegen Marik Maak durch.































