Francesco Gali und Sandro Zeller siegen in Spielberg

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Mit 32 Startern aus 12 Nationen stellte der Drexler Formel Cup das größ// Foto: Michael Jurtinte Feld zur Rundstreckentrophy // Foto: Michael Jurtin

Francesco Galli (G Motorsport) scheint sich zum Überflieger in der neuen Saison zum Drexler Formel Cup zu entwickeln. Beim ersten Rennen am Samstagnachmittag auf dem Red Bull Ring siegte Galli erneut und konnte seinen ärgsten Rivalen Benjamin Berta (Franz Wöss Racing) um 0,537 Sekunden bezwingen.

Dabei hatte sich der Ungar im Qualifying mit einer 1:25,424 min die Pole Position gesichert. Im Startduell ging es jedoch zu Gunsten von Francesco Galli aus, der während der 17-Rundenhatz keinen Fehler machte und bis zuletzt sehr konzentriert zu seinem nunmehr dritten Saisonsieg fuhr. Benjamin Berta folgte dem Italiener mehrmals im Windschatten und setzte sich neben dem Italiener. Doch Galli konterte in jeder Situation erfolgreich. Das Duell setzte sich in Runde zehn nach einer Safety-Car-Phase fort. Berta konnte keinen Vorteil für sich nutzen. So auch in der vorletzten Runde, als das Führungsduo auf die langsameren Fahrzeuge auffuhr und es zu Überholmanövern kam behielt Galli einen kühlen Kopf. Sandro Zeller (Jo Zeller Racing) hielt bis Rennmitte in der Spitze gut mit. Erst danach musste der Schweizer die Führenden ziehen lassen. Hinter Zeller fuhr Victor Smialek (Franz Wöss Racing) auf Rang vier. Er hatte im Qualifying Startplatz drei vor Zeller herausgefahren, konnte aber bis ins Ziel die Pace nicht mitgehen.

Einen tollen Saisoneinstand lieferte Marcel Tobler (Jo Zeller Racing). Der Formel 3-Trophy-Champion von 2023 startete von Rang acht kommend eine Aufholjagd und fuhr als Trophy-Sieger im Gesamtklassement auf Rang fünf nach vorn und konnte Stig Larsen (Franz Wöss Racing) auf Rang sechs verweisen. Urs Rüttimann (Jo Zeller Racing) wurde in der Trophy-Wertung auf Rang zwei notiert, gefolgt von Oliver Kratsch (Facondini Racing). In der Formel Light-Kategorie siegte Valentin Andrieux vor Emir Tanju (Viola Formula Racing) und Karim Sartori.  Beim Start zum 2.Lauf kam Benjamin Berta am besten weg und konnte Sandro Zeller und Francesco Gali in Schach halten. Der Samstagssieger übertrieb es allerdings mit seiner Pace und rutschte in der 5.Runde von der Strecke. Daraufhin entwickelte sich ein Spannendes Duell zwischen Berta und Zeller. Viktor Smialek nutzte die Situation an der Spitze zu seinen Gunsten aus und platzierte sich derweil auf Rang drei, vor den beiden Italienern Andrea Benalli und Riccardo Perego.

Nach einer Safety-Car-Phase in der 10.Runde absolvierte Benjamin Berta den Re-Start professionell und behielt die Führung vor Zeller und Smialek. Bis ins Ziel baute Berta nun seinen Vorsprung auf über 4 Sekunden aus. Doch es kam anders als gedacht. Berta bekam nachträglich eine 5 Sekunden-Strafe wegen der Nichteinhaltung der Track Limits aufgebrummt. Bei einem Ausweichmanöver um eine Kollision zu vermeiden geriet Berta mit seinem Dallara F320 in vollen Umfang über die Track Limits. Sandro Zeller erbte daraufhin den Sieg und Berta wurde mit 88 Tausendstel zweiter vor Viktor Smialek, der erstmals mit auf das Podium kletterte. Andrea Benalli verteidigte Rang vier bis ins Ziel, gefolgt von seinem Landsmann Riccardo Perego. In der Formel 3-Trophy-Wertung behielt Marcel Tobler gegen Urs Rüttimann die Oberhand. Dritter wurde Andre Petropoulos (Team Hoffmann Racing). Er konnte sich über seine Platzierung auf dem Podest richtig freuen.

Die Formel Light-Klasse ging an Karim Sartori, der Emir Tanju und Tristan Morel auf die Ränge dahinter verweisen konnte.“Ich war mit dem Start sehr zufrieden. Wir konnten ein hervorragendes Ergebnis nach Hause bringen und blicken nun mit Zuversicht auf Imola“, sagte Zeller. Nicht ganz so freudig hörte sich das bei Benjamin Berta im Ziel an. „Ich bin gut gestartet und in Führung gegangen. Die Strafe hat dann alles wertlos gemacht“, so der Titelverteidiger aus Ungarn.