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ADAC PROCAR im Rahmen der FIA Tourenwagenweltmeisterschaft
Gebrochener Finger behinderte Benedikt Boeckels 
Kein Rennglück hatte Benedikt Boeckels beim Rennwochen- ende am vergangenen Wochenende (29. bis 31. August 2008) in Oschersleben. Unverschuldet musste er beim 
8. und 9. Lauf der ADAC Procar im Rahmen der Tourenwagen Weltmeisterschaft (FiA WTCC) vor 41.000 Fans zweimal sein Auto vorzeitig an der Box abstellen. “Diesmal sollte es nicht sein“, so der 21-Jährige nach den beiden Rennen in der „2. Bundesliga des 
 © Volker Lange
 Unverschuldet zweimal vorzeitiges Aus 
Tourenwagensports“ in der Motorsportarena Oschersleben. „Dabei konnte ich mich in beiden Rennen jeweils gut vorarbeiten, bis es zum plötzlichen Ende kam.“

“Mit gut vorarbeiten...“ untertrieb der Willicher sogar etwas. Nach seinem Startplatz acht beim Qualifying auf der 3,696 Kilometer langen Kurs in der Magdeburger Börde, konnte er direkt zu Beginn des 8. Laufes der Meisterschaft schnell vorfahren. Nach seinem Bombenstart wurde er allerdings kurz danach wild durchgeschüttelt. „Das ging zu wie beim Autoscooter. Ich bekam vorne und hinten einen Schlag!“ 

Dieses wilde Ping Pong war umso schmerzhafter, da er schon mit einem großen Handicap ins Rennwochenende ging. „Montag vor dem Rennen habe ich mir beim Eishockey einen Finger gebrochen. Der Knochen war abgesplittert und die Sehne gerissen.“ Einige Male wurde er schmerzhaft daran erinnert. „Gerade bei den Unfällen tat es weh, da es harte Schläge auch auf den Finger gab.“ Als Fan der Bundesliga-Mannschaft der Düsseldorfer EG nimmt er nach den Playoffs an einem Spiel „DEG Stars & Friends“ teil. Dort spielen nicht nur richtige „Cracks“, sondern auch Amateure für einen guten Zweck. Und eben bei einem solchen Vorbereitungstraining, das vom Bundesliga-Trainer der DEG durchgeführt wird, verletzte er sich.

Volker Lange  

 Ohne Rennglück war Benedikt Boeckels im Ford Fiesta ST

Nachdem er also bei Rennen 1 am Sonntagnachmittag einen guten Start hatte, fuhr er bis auf Platz drei vor, als es zum ersten Problemfall kam. „Es war ein blöder Rennunfall. Ich wurde von hinten angeschoben und kam ein wenig quer. Dann konnte ich den Ford Fiesta ST wieder abfangen und wollte dem Auto vor mir ausweichen, dann wurde ich aber abermals getroffen.“ Mit einer beschädigten Frontpartie und verbogener Spurstange kam er noch bis an die Box, wo die Crew seines Teams rhino’s Leipert sofort mit der Reparatur begann. „Wir haben die Spurstange gewechselt ohne groß was zu vermessen. Dafür war einfach keine Zeit mehr“, erklärte der Youngster. Doch die Techniker von rhino’s Leipert bekamen es schnell erledigt und zum zweiten Rennen war das Auto wieder dabei.

Und wieder legte Benedikt Boeckels einen guten Start im hart umkämpften Feld hin. Schon nach kurzer Zeit war er auf Platz acht zu finden und sein Vorwärtsdrang war trotz gebrochenem Finger ungebrochen. Dann jedoch der nächste unverhoffte und unverschuldete Ausfall. „Vor mir wurde es eng und ich bin ausgewichen. Dabei bekam ich einen Treffer hinten, drehte mich und wurde abermals getroffen...“ Wieder blieb ihm nichts anderes übrig, als den Weg in die Box anzutreten („mehr gehumpelt als gefahren“) und das Rennen abermals zu beenden.

“Ich schaue jetzt schnell nach vorne und hake das Rennen ab“, so Benedikt Boeckels. „Noch in dieser Woche wird der Willicher operiert und laut Aussage vom behandelnden Arzt dürfte es bis zum Freitag keine Probleme mehr geben. Dann nämlich kommt es bereits zum nächsten Rennwochenende (05. bis 07. September 2008) auf dem EuroSpeedway Lausitz.

ADAC Procar
07.09.08 EuroSpeedway 
21.09.08 Sachsenring 
19.10.08 Salzburgring (A)
Text: Presse Monschauer
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Artikel vom 03.09.2008