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VLN 33. DMV Münsterlandpokal
- Nürburgring
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Wiederholungstäter kommen aus Butzbach
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Mit einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg avancierte Dörr Motorsport beim 9. Lauf zur BF-Goodrich
Langstrecken- meisterschaft zum „Serien- täter“ in der Klasse SP6.
An- fängliche Startschwierigkeiten hingegen beim BMW 130i
„Phantom“: Auf schwieriger und schmieriger Strecke rutsch te das Auto in die
Leitplanke, und die Mechaniker hatten alle Hände voll zu tun , um den waidwunden BMW dennoch ins Rennen zu schicken. |
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Dörr/BRFoto
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| Die
beiden Boliden von Dörr Motorsport |
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Auch beim 9. Rennen auf dem Nürburgring und der Nordschleife hüllte eine dichte Suppe die Rennstrecke ein. In weiser Voraussicht hatte die Rennleitung sowohl Training als auch Rennen bereits um eine Stunde nach hinten verschoben. Dennoch
wurden die ersten 45 Minuten des Trainings aus Sicherheitsgründen als „Besichtigungsrunden“ geführt und die gefahrenen Zeiten erschienen nicht auf dem Monitor. Lediglich die folgenden 60 Minuten wurden als Zeitenjagd gewertet.
Das Z4 Coupé pilotierten wie üblich die Piloten Rudi „Mr. Nordschleife“ Adams, Marco Schelp und Markus Großmann. Großmann, wieder als Doppelstarter eingesetzt, übernahm die erste Trainingsrunde und führte lediglich einen Funktions-Check
durch, übergab das Auto an Marco Schelp, der für Dörr Motorsport eine erste „Duftmarke“ setzte. Am Ende war es Rudi Adams, der mit 9:58 Minuten die Führung in der Klasse SP6 und den siebten Gesamtrang einfuhr. Kurios: Eigentlich wollte er
die Runde nicht mehr fahren, stattdessen die Box ansteuern. In letzter Sekunde entschied er sich für eine weitere Runde draußen zu bleiben und erwischte einen nahezu perfekten Umlauf.
Weniger Glück hatte das Phantom im Training. Stammfahrer Willi Friedrichs musste auf seinen Copiloten Thomas Frank verzichten, der aus beruflichen Gründen nicht am Rennen teilnehmen konnte. Stattdessen erhielt er Verstärkung von Christian
Wack und Axel Duffner. Beide sind Nordschleifenkenner, aber auf dem Phantom Neulinge. Duffner eröffnete den Trainingsreigen und schaffte gut eine halbe Runde, die in der Leitplanke endete. Beim Überholen und anschließenden Beschleunigen gab
er einen „Tick“ zu viel und zu früh Gas: Der Wagen brach aus, kam quer und touchierte die Planken. Glück im Unglück hatte er dennoch, denn trotzt Beschädigungen konnte er in die Box fahren. Die Dörr-Mechaniker machten sich
sofort ans Werk und das Unmögliche möglich: Das Phantom konnte mit reparierter Technik, aber angeschlagener Optik ins Rennen gehen, musste aber aus der Box und der Startgruppe
hinterher fahren.
Falsche Reifen, tolle Jagd
Rudi „Mr. Nordschleife“ Adams fuhr beim 9. Lauf der Meisterschaft den Start. Der Blick in die Startaufstellung ließ erkennen, dass das Dörr-Coupé als eines der wenigen Autos auf Intermedias ins Rennen ging. Schon nach der Einführungsrunde war klar: Eine Fehlentscheidung, die das gesamte Team
gefällt hatte. Über Funk meldete Adams eine nahezu trockene Strecke, die auch Slicks zugelassen hätte. In der Startrunde brannte Adams ein wahres Feuerwerk ab, doch die Rundenzeiten gingen rapide in den Keller.
Ein Ergebnis nachlassender Reifen – in Runde vier steuerte Adams den Dörr-Boliden an die Box, um Slicks zu fassen. Durch den zusätzlichen Stopp verlor das Team wertvolle Plätze und die Klassenführung der SP6.
Dann blies „Mr. Nordschleife“ zur Jagd, kämpfte sich Platz für Platz nach vorne und fand sogar Anschluss an den Führenden der Klasse. Ohne langes Federlesen ging Adams an ihm vorbei und schaffte sofort einen
beachtlichen Puffer, ehe er in Runde 15 das schwarze Z4 Coupé an Marco Schelp übergab. Acht Runden hatte der Berliner Schelp Spaß im Hessen-Renner, musste aber häufig seinen Speed drosseln, da viele gelbe
Phasen zur Vorsicht mahnten. Er konnte den Vorsprung von Rudi „Mr. Nordschleife“ weiter ausbauen und ließ den Verfolgern nicht den Hauch einer Chance. Im 23. Umlauf war die Saison für Schelp beendet: Auch
wenn Dörr beim letzten Rennen an den Start gehen sollte – Schelp kann wegen einer Familienfeier nicht ins Volant des Coupés greifen. Marcus Großmann, übernahm den letzten Stint auf dem BMW Z4 Coupé, da er den Start mit anschließenden
12 Runden auf einem anderen Auto in der Klasse SP8 gefahren hatte. Fünf Runden durfte Großmann drehen, ehe das Rennen durch die schwarz-weiß-karrierte Flagge beendet wurde. Auch Routinier Großmann setzte
die Arbeit seiner beiden Vorgänger fort, fuhr einen souveränen Turn und konnte sowohl den Gesamtplatz als auch den Spitzenplatz der Klasse problemlos über die Ziellinie fahren.
Gewöhnungsbedürftiges Verhalten Nach Duffners Trainings-Malheur musste Startfahrer Willi Friedrichs regelkonform der zweiten Startgruppe aus der Boxengasse fahren. Durch den Unfall zeigte der Bolide ein etwas „verändertes“ Fahrverhalten, mit
dem sich Friedrichs drei Runden anfreunden musste. In dieser Zeit lieferte er nicht die besten Zeiten ab, begann aber ab Runde vier konstant schnell nach vorne zu fahren. Die Zeiten waren so gut, dass nach acht
Rennrunden das Phantom bereits wieder unter den Top-Five der Klasse SP5 und auf Rang 85 im Gesamtklassement geführt wurde. Nach zehn Runden kam der BMW 130i in die Box und Friedrichs übergab den Wagen an Axel Duffner.
Dem erfahrenen Piloten Duffner schien der Ausritt im Training nichts auszumachen: Nach zwei Runden der Eingewöhnung an das veränderte Fahrverhalten begann er in die Fußstapfen von Friedrichs zu treten: Mit
konstanten Rundenzeiten um 9:50 Minuten konnte auch er etliche Plätze gutmachen, und nach 16 Runden lag der BMW von Dörr Motorsport schon auf Rang 70. Im Verlauf seiner acht Rennrunden brachte
„Duffi“, wie ihn seine Freunde nennen, den schwarzen 1er BMW immer weiter nach vorne – bis er in Runde 18 die Box ansteuerte, um den Wagen erneut zu übergeben.
An Christian Wack lag es, die gute Arbeit seiner Kollegen fortzuführen und den Erfolg über die Ziellinie zu bringen. Er erledigte seine Arbeit so gut wie seine Mitstreiter und mit ein bisschen Fortuna gelang es den
drei Fahrern des Phantom, am Ende auf Rang drei der Klasse SP5 zu stehen. Wie im vergangenen Rennen so brachte das Team auch diesmal wieder beide Autos aufs Podium. Für das
gesamte Team ein weiterer wichtiger Erfolg – nicht zuletzt für die Motivation nach einer Saison mit zahlreichen Höhen und Tiefen. Ob Dörr Motorsport am letzten Rennen am 09. November teilnimmt, steht
noch nicht fest und liegt in der Hand des Wetter- gottes. Am Team und den Fahrern hängt es nicht – denn die wollen alle den Hattrick schaffen! |
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DörrMotorsport |
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Die Mannschaft
erwartet das BMW Z4 Coupé zum letzten Boxenstopp
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Stimmen „nach dem Rennen“
Rainer Dörr, Teamchef
„Wieder eine reife Leistung der sechs Fahrer und unserer Mechaniker. Der Ausrutscher im Training war
ärgerlich, aber bei solch schwierigen Streckenverhältnissen kann so was passieren. In erster Linie danke ich
unseren Jungs, die beim Reparieren richtig Gas gegeben haben. Dann danke ich Schubert Motorsport, die
uns mit dem einen und anderen Teil aus der Patsche halfen. KW-Fahrwerke hat sein übriges getan, damit
das Phantom rechtzeitig einsatzbereit wurde – Danke. Mit dem dritten Platz sind wir mehr als zufrieden und
bei diesem Fahrverhalten des Phantoms ist die fahrerische Leistung von Friedrichs, Duffner und Wack nicht
hoch genug einzuschätzen. Mit einem weiteren Klassensieg des Z4 Coupé haben wir nicht wirklich fest
gerechnet – ein Platz auf dem Podium indes war schon kalkuliert. Wir haben in der Reifenwahl richtig
daneben gegriffen, was uns viel Zeit gekostet hat. Rudi „Mr. Nordschleife“ Adams hat den Fehler wett
gemacht: Seine Runden waren nicht nur makellos und schnell, sondern zeitweise mit der Spitze ebenbürtig.
Ein Klassensieg ist jedoch der Erfolg einer Mannschaft und nur durch die ebenfalls fehlerfreie Leistung von
Marco Schelp und Markus Großmann war dieser Sieg möglich. Ausnahmslos alle im Team haben großartig
gearbeitet – Danke!“
Jörg Ullmann, Technik-Teamchef
„Der Schaden am Phantom sah geringer aus als er war. Wir mussten ganz ordentlich ranklotzen, um das
Auto rennfertig zu bekommen. Dass am Ende alles funktioniert hat und die Fahrer den dritten Platz errungen
haben, ist nahezu ausschließlich der Verdienst der Mechaniker, die einen wirklich tollen Job gemacht haben.
In Sachen Coupé denke ich, dass der Knoten jetzt tatsächlich geplatzt ist. Zwei Klassensiege in Folge und
den direkten Konkurrenten auf der Strecke überholt – das spricht für sich. Dennoch werden wir das Auto
stetig weiterentwickeln.“
Willi Friedrichs, Fahrer, BMW 1er #205
„Das Fahrverhalten war eigentlich keins: Die Hinterachse hat stark überbremst und das Lenkrad stand
schief. Da ich aus der Box starten musste, hatte ich zusätzlich mit den nagelneuen und eiskalten Slicks zu
kämpfen. Nach drei Runden hatte ich mich daran gewöhnt und die Rundenzeiten wurden besser, sodass ich
ab der siebten Runde 9:30er Zeiten fahren konnte. Das versöhnliche Ende und der dritte Platz gehören
eigentlich den Mechanikern, die das Auto tatsächlich für das Rennen noch hinbekommen haben. Dafür 1000
Dank an das ganze Team!“
Axel Duffner, Fahrer, BMW 1er #205
„Eigentlich fahre ich gerne im Regen, aber mit dieser brachialen Leistung des Autos habe ich nicht
gerechnet. In welcher Ruhe und Disziplin der Wagen repariert wurde, hat mich sehr beeindruckt. Jeder
Handgriff saß – eine super Leistung des gesamten Teams. Im Rennen musste ich erst mit dem neuen
Verhalten klarkommen, konnte mich aber flott darauf einstellen. Trotz des beeinträchtigten Fahrverhaltens
hatte ich soviel Spaß wie schon lange nicht mehr. Den guten Platz haben wir nur der Leistung der
Mechaniker zu verdanken.
Christian Wack, Fahrer, BMW 1er #205
„Nach dem Abflug von Duffi dachte ich, es sei gelaufen. Aber schon nach den ersten Handgriffen der
Mechaniker habe ich gemerkt, dass wir zumindest eine Chance haben, ins Rennen zu gehen. Tolle Leistung
der Jungs. Mein Rennen war klasse und das Auto ist echt eine Wucht. Aber es muss exakt gefahren werden,
denn es ist ein echter Rennwagen, der jedes Kommando sofort umsetzt. Das war nach der Reparatur eben
nicht mehr der Fall und so bin ich etwas verhaltener gefahren. Dennoch hatte ich viel Freude und ein tolles
Erfolgserlebnis“
Marco Schelp, Fahrer, BMW z4 Coupé #141
„Drei bis vier Runden hatte ich nur gelb, Öl und Schmutz auf der Strecke und dabei einige heftige Rutscher.
Ich habe mich zurückgehalten, um den Wagen nicht zu zerstören und die gute Position nicht zu verlieren.
Ein Rennen, dass wieder echt Spaß gemacht hat. Besonders zum Schluss, als ich mich mit einem „frisierten
Käfer“ gebalgt habe – aber dann musste ich in die Box. Mein ganzer Dank gilt Rainer Dörr, den ich als einen
fairen Teamchef kennen gelernt habe. Dörr Motorsport ist ein echt gutes Team, bei dem sich jeder sofort gut
aufgehoben fühlt, bei dem jeder ernst genommen wird. Das Team hat super Entwicklungsarbeit geleistet
und trägt jetzt erst Früchte davon. Ich bin überzeugt, dass der Erfolg auch im kommenden Jahr anhält.“
Markus Großmann, Fahrer, BMW Z4 Coupé #141
„Wie gewohnt: Ein schönes Rennen, wobei ich ja nur wenige Runden gedreht habe, da ich als Doppelstarter
fungierte. Aber dennoch muss ich sagen, dass das Z4 Coupé richtig Freude macht. Ich freue mich aufs
nächste Rennen – hoffentlich geht Dörr Motorsport an den Start.“
Rudi „Mr. Nordschleife“ Adams, BMW Z4 Coupé #141
„Mit den Reifen haben wir echt verwachst. Aber am Ende hat alles gepasst. Ich hätte nach meinem Stint
durchaus noch fahren können. Der Wagen ist im Vergleich zu den ersten Rennen sehr einfach zu fahren,
nahezu leicht. Ich habe den Klassenführenden auf der Strecke überholt, der sich mit Händen und Füßen
gewehrt hat, aber mich dann hat fair überholen lassen. Ein schöner Kampf, der Spaß gemacht hat. Danke an
die Mannschaft von Dörr Motorsport: Das Auto war erstklassig!“ |
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Text:
Dörr Motorsport/Meuren |
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Artikel vom 30.10.2008 |
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