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VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
Klassenziel erreicht – 2 x Podium für Hessen-Renner
Im Vergleich zu den üblichen Rennen in der BF-Goodrich
Langstreckenmeisterschaft glich der um eine Stunde gekürzte 8. Lauf am vergan- genen Wochenende einem Sprintrennen. Wieder war es das Wetter, das die Rennlei- tung in arge Bedrängnis brach te. Unberührt von den äußeren Umständen drehten das Z4 Coupé und der BMW 130i „Phantom“ ihre Runden. Am Ende wurde das Team mit je einem Podiumsplatz belohnt.
 © Dörr Motorsport/BRFoto
 Friedrichs/Nack auf Platz 2 der Klasse SP5
Nebel – das war das einzige, was zum offiziellen Trainingsbeginn am 11. Oktober um 08:30 am Nürburgring und der Nordschleife zu sehen war. Die Hand vor Augen nicht erkennbar, war die Rennleitung gezwungen, den Start zum Training auf 11:36 Uhr zu verschieben. Gleichzeitig wurde aus dem geplanten 4h-Rennen ein 3h-Sprint, womit 75% der ausgeschriebenen Renndistanz bewältigt wurden und das Rennen mit voller Punktzahl in die Wertung einfließen konnte.
Als um halb zwölf die Ampel am Ende der Boxengasse auf Grün schaltete, war das Z4 Coupé eines der ersten Fahrzeuge auf der Strecke. Markus Großmann, Marco Schelp und Rudi „Mr. Nordschleife“ Adams wollten mit dem in Details überarbeiteten Coupé zeigen, was das Auto zu leisten im Stande ist. Mit einer Rundenzeit von 8:43, gefahren von Rudi Adams, fand sich der Wagen am Ende des Trainings auf dem 15. Gesamtrang wieder. Gleichzeitig führte das Auto die Klasse SP6 mit knapp 20 Sekunden Vorsprung an. Kein Grund, sich auf den Vorschußlorbeeren auszuruhen – denn auch ein 3h-Rennen will schadlos überstanden sein, bevor es einen Pokal gibt. Auch die Mannschaft auf dem Phantom konnte mit dem Trainingsergebnis sehr zufrieden sein. Stammfahrer Willi Friedrichs teilte sich das Cockpit diesmal mit Tom Nack, der Thomas Frank ersetzte. Während sich Nack langsam aber sicher an das Limit des BMW 130i vorarbeitete, war es Friedrichs Trainingszeit, die am Ende für den vierten Platz in der Klasse SP5 genügte. Damit stand das Duo auf einer durchaus aussichtsreichen Startposition, die nach vorne ausbaubar war.
Ohne Stress und Tadel
Markus Großmann, Startfahrer des Z4 Coupé, erhielt von Teamchef Rainer Dörr klare Anweisungen: Aus jedem Scharmützel raushalten, lieber in der Startphase einen Platz verlieren als das Auto zu zerstören. Großmann hielt sich an die Order des Teamchefs, ohne jedoch den Wettbewerb aus den Augen zu verlieren. In Runde sieben übergab Großmann, der einen Doppeleinsatz an diesem Wochenende zu absolvieren hatte, an Rudi „Mr. Nordschleife“ Adams. Insgesamt elf Runden spulte Pirelli-Reifentester Adams ab und hatte dabei weder Probleme mit dem Auto noch mit dem regen Verkehr auf der Rennstrecke. Stetig konnte er den Vorsprung in der Klasse auf den Zweitplatzierten ausbauen. Mit einem soliden Vorsprung konnte Adams das schwarze Coupé an Marco Schelp übergeben, der seinerseits vier entspannte Runden
hinter sich brachte, den zweiten Klassensieg in der SP6 und den 11. Gesamtrang einfuhr.
Genauso entspannt ging das „Phantom“-Duo ins Rennen: Willi Friedrichs übernahm den Start und absolvierte insgesamt neun fehlerfreie Runden. Der Stammfahrer kommt von Rennen zu Rennen besser mit dem Boliden zurecht, so dass Friedrichs mit einer Rundenzeit von 9:30 Minuten seine eigene Bestzeit erneut verbessern konnte. Das brachte den schwarzen BMW 1er weiter nach vorne: In Runde sieben führte die Rennleitung das Auto auf dem zweiten Klassenrang der SP5. Auf diesem Platz liegend übergab er das Auto an den Schwaben Tom Nack, der sein erstes Rennen bei Dörr Motorsport bestritt. Nack absolvierte die ersten Runden verhalten, ohne jedoch den guten Platz zu verlieren. Immer besser in Schwung kommend,
konnte er zum Schluss noch Boden auf den Erstplatzierten gut machen, in Schlagdistanz kam er aber nicht.
Dafür überquerte er mit fast einer halben Minute Vorsprung auf den dritten Platz nach drei Stunden die Ziellinie. Für das gesamte Team sind beide Podiumsplätze von enormer Bedeutung: Nach dem Klassensieg im ersten Rennen der Saison machten sich die Erfolge rar, Ausfälle häuften sich. Mit dem Erfolg beider Autos gewinnt das Team wieder deutlich an Motivation für die verbleibenden zwei Rennen.

DörrMotorsport/BRFoto

Rudi „Mr. Nordschleife“ Adams, Marco Schelp und Markus Großmann schafften mit dem Z4 Coupé von Dörr
Motorsport den Sprung an die Spitze der Klasse SP6.

Stimmen „nach dem Rennen“
Rainer Dörr, Teamchef: „Endlich – der Knoten ist geplatzt. Am Z4 Coupé haben wir außer einigen Elektronik-Feinheiten und einem neuen KW-Fahrwerk nichts verändert. Aber offensichtlich haben diese Änderungen für den Erfolg gereicht. Die Leistung der Fahrer ist nicht hoch genug einzustufen: Trotz schwieriger Verhältnisse haben beide Besetzungen einen erstklassigen Job gemacht. Willi Friedrichs hat seine persönliche Bestzeit verbessert, was
zeigt, dass er mit dem Phantom sehr gut zurecht kommt. Tom Nack hat als „Dörr“-Neuling ebenfalls alles richtig gemacht und sich Runde für Runde an die Grenzen getastet. Dieser Erfolg war für uns und die Moral der ganzen Truppe bitter nötig. Ich hoffe, wir können den Schwung in die verbleibenden zwei Rennen mitnehmen.“
Willi Friedrichs, Fahrer, BMW 1er #205
„Diesmal hat alles gepasst und nur eine Schrecksekunde hat meinen Fahrfluss gestört. Das Auto lief perfekt, die Boxen- und Mechaniker-Crews haben einen perfekten Job gemacht. Ich freue mich über den zweiten Platz!“
Tom Nack, Fahrer, BMW 1er #205
„Erfahren und nicht überfahren – so habe ich meine Runden abgespult. Das Auto war neu für mich und die letzten Jahre bin ich ausschließlich Fronttriebler gefahren. Ich musste mich erst an die angetriebene Hinterachse gewöhnen. Das Auto war in einem perfekten Zustand, es hat mächtig viel Spaß gemacht damit meine Runden zu drehen. Im Team habe ich mich gut aufgehoben gefühlt – hier arbeitet jeder mit voller Konzentration, aber stetst mit der nötigen Portion Humor.“
Marco Schelp, Fahrer, BMW z4 Coupé #141
„Ein echt geniales Auto, das sehr viel Spaß macht. Man muss nur aufpassen, dass man nicht schneller als gewollt unterwegs ist, denn der Wagen vermittelt immer das Gefühl, noch eine Schippe nachlegen zu können. In meinen Rennrunden habe ich ein paar Geräusche gehört – aber wenn man in Führung liegt, hört man immer irgendwas, besonders zum Ende des Rennen. Ich freue mich schon auf den kommenden Lauf.“
Markus Großmann, Fahrer, BMW Z4 Coupé #141
„Meine Aufgabe war, den Start zu fahren und dabei den Wagen ganz zu lassen. Ich habe mich daran gehalten und etwas Speed rausgenommen, ohne die vor mir liegenden Autos aus den Augen zu verlieren. Dass ich am Ende mit 8:47 Minuten die schnellste Zeit gefahren bin, hätte ich nicht gedacht. Ich freue mich über den Klassensieg – eine Motivationsspritze für uns alle.“
Rudi „Mr. Nordschleife“ Adams, BMW Z4 Coupé #141
„Die gefahrenen Zeiten lassen sich ohne Anstrengung erreichen, ohne in den Bereich eines möglichen Abfluges zu kommen. Mit dem neuen Fahrwerk und der geänderten Elektronik haben wir einen großen Schritt nach vorn gemacht. Ich bin überzeugt, dass mit dem Wagen noch gut 15 Sekunden rauszuholen sind, ohne dass es ein Tanz auf Messers Schneide wird. Jetzt haben wir einen echten Rennwagen, der konkurrenzfähig ist. Danke an die Mannschaft von Dörr Motorsport für das erstklassige Auto und die tolle Stimmung.“
Text: Dörr Motorsport
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Artikel vom  15.10.2008

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