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FIA European Touring Car Cup auf dem Salzburgring
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Ralf Martin holt den Super-1600-Titel bei der FIA ETCC |
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In zwei sehenswerten Rennen des FIA European Touring Car Cup auf dem Salzburgring am vergangenen Wochenende konnte Michel Nykjaer seinen Super-2000-Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Der einzige Unterschied dabei war, dass der Däne 2007 in einem Seat Leon saß und in
diesem Jahr einen Chevrolet Lacetti pilotierte. Gute Chancen auf den Sieg hatte aber auch der Trainingsdritte Franz Engstler im BMW 320si.
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Procar |
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Engstler dreht sich ins Titelaus |
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Leider konnte der Wiggensbacher wegen einer Kollision in der ersten Schikane direkt nach dem Start im ersten Rennen nur sechs Runden zurücklegen und wurde nicht mehr gewertet. Mit Rang vier im zweiten Lauf zeigte der Procar-Meister von 2007 jedoch in einer beeindruckenden Aufholjagd, was möglich gewesen wäre. Der diesjährige Procar-Meister Philip Geipel (Toyota Auris) hatte das ganze Wochenende mit einer starken Grippe zu kämpfen und konnte dadurch schließlich doch nicht an den beiden ETCC-Rennen teilnehmen, nachdem er schon die Procar-Rennen absagen musste.
Der erste offizielle FIA ETCC Sieger in der Super-1600-Klasse heißt Ralf Martin. In zwei hart umkämpften Rennen setzte sich der Ford-Fiesta-ST-Pilot gegen seine Markenkollegen Carsten Seifert und Andrii Kruglik, die beide einmal Zweiter und Dritter wurden, durch. Kruglik hatte im ersten Durchgang die Nase vorn, während Seifert im zweiten Rennen schneller als der Ukrainer war und damit Zweiter der Gesamtwertung wurde.
Super 2000 - Engstler bester Procar-Pilot
Sechs Piloten der ADAC Procar stellten sich dem Kampf mit ihren Kollegen aus den nationalen Tourenwagen-Meisterschaften Europas. Franz Engstler schnitt dabei in der Gesamtwertung mit Platz sechs am Besten ab. "Damit kann ich aber keineswegs zufrieden sein", räumte der BMW-320si-Pilot ein. "Wäre die Kollision in der ersten Schikane nicht gewesen, hätte ich um den Titel mitkämpfen können. Ein Podestplatz wäre auf jeden Fall drin gewesen." Der 47-jährige, der von Startplatz drei ins erste Rennen ging, wurde in der ersten Schikane umgedreht und erhielt einen Schlag aufs linke Vorderrad. Mühsam schleppte er sich in die Box und konnte das Rennen, nachdem sein Team den Schaden behoben hat, wieder aufnehmen. Sechs Rennrunden reichten ihm aber nicht mehr, um das Rennen in Wertung zu beenden. Der Procar-Vizemeister Peter Rikli, der am Vortag bei den Procar-Rennen noch mit zwei Siegen glänzte, ging mit nicht allzu hoch gesteckten Zielen an den Start. "Ich möchte es unter die ersten zwölf schaffen und in beiden Rennen heil ankommen", erklärte der Schweizer. Im ersten Rennen lief auch noch alles nach Plan. In seinem Honda Accord 2.0 sah er als Zwölfter die Zielflagge. In der elften Runde des zweiten Laufes war jedoch alles vorbei. Die Ziellinie schon fast in Sichtweite, kollidierte er auf Rang neun liegend mit dem BMW von Kristian Poulsen und beide strandeten im Kiesbett. "Ich wählte eine andere Linie, worauf mir Poulsen einfach die Tür zuknallte", berichtete Rikli frustriert der damit nur als 19. (14. in der S2000 Klasse) gewertet wurde. Zweitbester Procar-Fahrer in der Gesamtwertung der Super-2000-Klasse wurde Wolfgang Treml mit einem 15. Platz im ersten und Rang neun im zweiten Lauf. "Ich habe mir für mein Heimrennen schon etwas bessere Chancen ausgerechnet", resümierte der Österreicher, der als einziger Starter in einem Opel Astra GTC unterwegs war, etwas enttäuscht. Der Russe Oleg Petrishin platzierte seinen BMW 320i im ersten Rennen auf dem 16. und im zweiten auf auf dem 10. Rang. Für den Elftplazierten des ersten Laufes, Charlie Geipel im Toyota Corolla T-Sport, kam im zweiten Rennen bereits in der vierten Runde das Aus.
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Procar |
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Podest der Super 1600 Klasse - von links Seifert, Martin, Kruglik |
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Super 1600 - Ralf Martin holt den Titel
Nach den Ergebnissen der Trainingsläufe und Qualifikation zeichnete sich schon ab, dass drei Procar-Piloten das Podest unter sich ausmachen würden. Die Frage war nur, wem am Ende die Ehre zuteil würde, sich den ersten offiziellen ETCC-Titel in der Super-1600-Klasse zu sichern. Jens Löhnig, der im letzten Jahr bei der ETCC in Adria/Italien noch den zweiten Platz in der 1600er-Klasse belegte, schaffte es in diesem Jahr zumindest nicht. Der Citroen-C2-Pilot beendete das erste Rennen bereits in der ersten Runde im Kiesbett. Das zweite Rennen war dann bereits nach sechs Runden für den 36-jährigen Großhennersdorfer nach einem Einschlag in die Leitplanke vorbei. Um den Titel stritten also andere. Wie bereits bei den Procar-Rennen auf dem Sachsenring, kam es erneut zum Duell der beiden mehrfachen Ford-Fiesta-ST-Cup-Meister Ralf Martin und Carsten Seifert. Und wie in der Titelstatistik hatte auch auf dem Salzburgring Martin (3 Titel) die Nase vorn vor Seifert (2). "Ich bin sehr glücklich über diesen Erfolg. Die Kämpfe mit Carsten und Andrii waren hart aber fair und haben mich schon ein bisschen an alte Zeiten erinnert", erklärte der strahlende ETCC-Sieger grinsend. Carsten Seifert musste das erste Rennen vom Ende der Startaufstellung in Angriff nehmen. "Durch den Motorwechsel war dies unvermeidlich" kommentierte der Dresdener. "Trotzdem hatte ich mir den Weg nach vorn zu Ralf weniger schwierig vorgestellt." Der Fünfte im Bunde der Procar-Piloten war Guido Thierfelder im Peugeot 207 Sport. Mit zwei fünften Plätzen blieb der Procar-Vizemeister der Division 2 hinter seinen Erwartungen zurück.
Der Salzburgring ist immer eine Reise wert
Im Nachhinein betrachtet war die ETCC-Veranstaltung auf dem Salzburgring für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Der Promotor der FIA ETCC, Marcello Lotti, schwärmte: "Sportlich gesehen war dies bisher die beste Veranstaltung." Ausschlaggebend für dieses Urteil war vor allem die Streckencharakteristik, die allen Marken entgegenkommt und Herausforderung zugleich ist. Dass mit Chevrolet, SEAT und BMW am Ende drei verschiedene Hersteller auf dem Podest vertreten waren, spricht für sich selbst. Sehenswerte Kämpfe und packende Duelle kennzeichneten zudem beide Rennen. Lotti bedankte sich noch einmal herzlich bei Hans Niemann, dem Promoter der ADAC Procar, der ihm diesen Austragungsort mit viel Engagement erst schmackhaft gemacht hatte.
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Presse Procar |
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Artikel vom 21.10.2008 |
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