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Einsehen
und schenkte dem Homburger Automobilclub einen sonnigen Renntag, als Grundvoraussetzung für eine überaus gelungene Veranstaltung, bei der wie seit 35 Jahren, Hartmut Schöffler, Deutschlands einziger Renn- und Orgaleiter in Personalunion, alle Fäden souverän in Händen hielt. |
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Unbeeindruckt von seinem Kat-Lapsus von Heiligenstadt, wo eine Lizenzsperre im Raum steht, trumpfte Reto Meisel mit seinem Mercedes 190 Judd V8 schon im Training am Samstag auf. In 1:12,107 war der Schweizer schon über eine Sekunde schneller als bei seiner Tourenwagen-Rekordfahrt im Vorjahr. Dennoch führte der amtierende Meister seine Gegner an der Nase herum, wie die Geschwindigkeitsmessung auf der Zielgeraden durch das Zeitnahme-Team von Thomas Stoll offenbarte. Norbert Brenner (Opel Astra V8 DTM) und Norbert Handa (Lancia Delta) schwante nichts Gutes für den Renntag.
Im Gegensatz zum fechten Trainingsmorgen, herrschten 24 Stunden später, beste Rennbedingungen. Wie von der Konkurrenz befürchtet entlockte Meisel seinem ehemaligen Formel 1-Triebwerk die maximale Leistung. Selbst ebenfalls in Topform drückte der Mercedes und Nissan Autohausbetreiber die Tourenwagenbestmarke kontinuierlich, Lauf für Lauf, nach unten und knallte zum Abschluss, als praktisch bereits „alle Spatzen gefangen waren“, eine nie für möglich gehaltene Zeit von 1.10,913 auf die 2,6 km lange Bahn. “Ich wusste das auf dieser Strecke eine 10er Zeit drin ist“, jubelte Meisel. Aber auch Norbert Brenner zollten die rund 3.000 Fans ihren Respekt, denn auch der Odenwälder blieb am Ende deutlich unter der alten Rekordmarke.
Hoch her ging es in der 2 Liter-Klasse des KW Berg-Cup der Gruppe H. Wie gewohnt zog Holger Hovemann im Opel Kadett C 16V souverän seine Kreise und war am Ende sogar dritter der Tourenwagen hinter Meisel und Brenner. Aber dahinter wurde hart gekämpft. Für eine Überraschung sorgte der beherzt fahrende Christian Auer mit seinem neuen Ex-STW Ford Mondeo V6 auf Rang zwei vor Günter Göser (Opel Kadett C 16V), der in Homburg immer zu Höchstform aufläuft. Auf Rang 8, hinter Björn Wiebe, Andy Kokor, Hansi Eller und Dirk Preißer schlug Bernd Ehrle in der KW 8V-Trophy der Division II Michael Rauch (beide Opel Kadett C).
Publikumsliebling Werner Jetzt überstand einen dreifachen Überschlag unverletzt. Im schnellen Geschlängel, der Anfahrt zur Zielkurve, brach das Heck des weißen „Rallyeracers“ aus und schlug unmittelbar vor den Streckenposten in die Böschung ein. „Jety“ wurde anschießend im hohen Bogen quer über die Fahrbahn weit ins Unterholz geschleudert, konnte jedoch aus eigener Kraft dem Wrack entsteigen. Der bildschöne Fiat 131 Abarth „Alitalia“, mit dem „Jety“ beim Rallye-DM Auftakt in Straubing mit Gesamtrang fünf überraschte, wurde dabei völlig zerstört. Jetzt wurde in die nahe Homburger Uni-Kinik zur Routineuntersuchung verfrachtet und konnte nach Rennende im Fahrlager schon wieder von den netten Krankenschwestern berichten. Die Überreste des Fiats 131 konnten erst nach Rennende geborgen werden.
In der Klasse bis 1600 ccm glückte Lokalmatador Rainer Koresch (unser Foto im Ford Escort BDA) einen unerwarteten und im Zeitvorsprung (2,8 Sekunden) klaren Klassensieg vor dem favorisierten Frank Brügge im VW Golf 20V, deutlich vor Dirk Pesch im VW Polo 6N2 Kit Car und 8V-Mann Benjamin Bellingradt im VW Golf 1.
Vom Pech verfolgt wurde wieder einmal Robert Bauer (VW Polo) in der Klasse bis 1150 ccm. Nach Bestzeit im ersten Lauf, rollte der Bayer im zweiten Lauf aus und Jürgen Hessberger siegte knapp vor Jörg Eberle. Nichts mit dem Ausgang in dieser Klasse zu tun hatten Franz Koob, Walter Trachsel (erstmals im orange Ex-Hörnig 127er), Rolf Rauch und Torsten Voit (alle Fiat).
Bis 1300 ccm hatte diesmal André Stelberg wieder das Nachsehen gegen Klaus Bernert (beide VW Polo 16V), der das Bild nach Stelbergs Sieg am Iberg, wieder gerade rückte. Armin Ebenhöh, der schnellste 8V-Vertreter der kleinen Division, musste in der Klassenwertung, auf Rang 4, nur noch Hugo Moser vor sich dulden. Zu einem weiteren 8V-Duell mit Bernd Letmade kam es nach einer „Grabendurchfahrt“ des Detmolders nicht mehr. Die größte Hubraumklasse der Gruppe H führet nach dem ersten Lauf überraschend Armin Dellkamm (BMW M3 Ex-DTM) an, bevor Markus Wüstefeld (Mercedes 190 Ex-DTM) doch noch das Regiment übernahm. Edi Bodenmüller (Opel Kadett E 16V) machte in der gut besetzten kleinen FS/E1-Klasse alles klar. |
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