Ulrich Becker siegt in der Magdeburger Börde

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Becker (991 GT3 R) dominierte beide Rennen in Oschersleben // Foto: Patrick Holzer

An Ulrich Becker (991 GT3 R) führte beim zweiten Lauf zur Porsche Club Historic Challenge kein Weg vorbei. Der Marler dominierte in Oschersleben beide Rennen und siegte im ersten Durchgang vor Ioannis Smyrlis ebenso souverän wie im zweiten Lauf vor Günther Kraus (992 GT3 Cup).

Für Becker war im Grunde nur die Startphase entscheidend. Lag der Marler im ersten Rennen direkt an der Spitze, musste er im zweiten Durchgang für wenige Meter Ioannis Smyrlis Platz eins überlassen. Danach kontrollierte der Porsche-Pilot das Geschehen an der Spitze und brachte die Führungen sicher ins Ziel. Am Ende standen zwei Start-Ziel-Siege mit deutlichen Abständen von 12,487 und 10,979 Sekunden zu Buche.

 „Mein Start war gut und ich bin mit neuen Reifen gefahren. Ich kam gleich gut weg und konnte schnell einen Vorsprung herausfahren. Danach habe ich das Rennen kontrolliert und immer geschaut, dass niemand näher kommt. Im zweiten Rennen war ich sogar etwas schneller als am Vortag, trotz gebrauchter Reifen. Zwei Gesamtsiege mitzunehmen ist ein sehr schönes Gefühl“, so der Doppelsieger zu seinem Wochenende.

Ioannis Smyrlis (992 GT3 Cup) mit Klassensieg und Platz zwei in der Klasse 9

Smyrlis mit Platz zwei und Sieg in der Klasse 9
Im ersten Rennen drückte sich Ioannis Smyrlis noch in der ersten Runde an Günther Kraus vorbei und setzte sich direkt leicht ab. Die Positionskämpfe im Feld dahinter spielten ihm dabei in die Karten. Durch den Überrundungsverkehr wurde es gegen Rennende noch einmal enger, dennoch behauptete Smyrlis mit 0,816 Sekunden Vorsprung die Führung in der Klasse 9. „Beim Start musste ich aus der zweiten Reihe losfahren. Ich habe mich außen positioniert, spät gebremst und so die Führung in der Klasse übernommen. Durch die Kämpfe hinter mir konnte ich zunächst Zeit gutmachen, musste den Platz am Ende aber verteidigen“, so Smyrlis.

Kraus gelingt die Revanche
Kurzzeitig schnupperte Smyrlis im zweiten Heat Führungsluft, reihte sich jedoch bereits in der Hasseröder-Kurve hinter Becker auf Rang zwei ein. „Als ich sah, dass Uli schnell von hinten kommt, habe ich auch Platz gemacht, damit ich im Zweikampf gegenüber den anderen keine Zeit verliere“, erklärte Smyrlis. Zunächst konnte er sich erneut von den Verfolgern absetzen, doch diesmal blieben die Kontrahenten in Reichweite. Nachdem Günther Kraus zuvor Thomas Lindemann und Thomas Winkler hinter sich gelassen hatte, klebte er Smyrlis am Heck. Im Überrundungsverkehr nutzte Kraus schließlich seine Chance und übernahm die Klassenführung.

Günther Kraus (992 GT3 Cup) im Zweikampf mit Thomas Lindemann (992 GT3 Cup).

„Ich war auf der falschen Seite und musste bremsen. Er konnte aber rechts vorbei und mich überholen“, schilderte Smyrlis die Situation. Danach setzte sich Kraus sofort ab und sicherte sich den zweiten Platz sowie den Klassensieg. „Das Rennen war super und ein schöner Kampf mit Ioannis und Thomas. Es ging fair zu, das macht Spaß“, “, so Kraus abschließend. Für Smyrlis endete das Rennen schließlich auf Rang fünf, nachdem er wegen eines Frühstarts noch eine 10-Sekunden-Strafe erhalten hatte.

Heiß umkämpftes Podium
Am Samstag spürte Günther Kraus fast das komplette Rennen über den Atem von Thomas Lindemann im Nacken. In der letzten Runde zog Lindemann vorbei. Die Freude war allerdings nur kurz. Der Leipziger bekam 10-Strafsekunden, wodurch Kraus wieder vorbei kam. „Am Schluss war es mit den Reifen etwas schwierig. Ich hätte zwar noch angreifen können, habe aber dann nichts riskiert. Durch die Strafen bin ich jetzt doch noch auf Platz drei“, erzählte Kraus.

Mit dem vierten Platz schaffte Lindemann immerhin noch den Sprung aufs Treppchen der Klasse 9. Mit seinem Rennen war der Drittplatzierte zufrieden: „Das war super spannend und fair. Wir sind dann auf Ioannis aufgelaufen. Ich habe gesehen, dass Kraus  leichte Probleme bekam und mich danach in der letzten Runde an ihm vorbeigequetscht.“

Unfall in Rennen 2 sorgt für Abbruch
Bis zum Abbruch entwickelte sich eines der engsten und spannendsten Rennen der PCHC. Hinter Smyrlis und Kraus kämpften Winkler, Lindemann, Jürgen Oehler und Carlos Ruiz um den letzten Podestplatz in der Klasse 9. Besonders kritisch gestaltete sich dabei der Überrundungsverkehr. Zunächst kollidierte Winkler mit einem zur Überrundung anstehenden Fahrzeug. Für den Schweizer kam das das Aus.

Im weiteren Verlauf versuchte Ruiz an Lindemann vorbeizugehen, stieg dabei jedoch an einem ebenfalls zur Überrundung anstehenden Fahrzeug auf und überschlug sich mehrfach. Am Folgetag konnte Entwarnung gegeben werden, Ruiz ging es den Umständen entsprechend gut. Durch den vorzeitigen Rennabbruch wurde Ruiz noch vor Lindemann als Gesamtdritter vor Jürgen Oehler gewertet und belegte zudem Rang zwei in der Klasse 9.

Patrick Hannig (991 GT3 Cup) siegte zweimal in der Klasse 8

Der Blick in die Klassen
Die Klasse 8 hatte Patrick Hannig (991 GT3 Cup) fest im Griff. In beiden Rennen landete er vor Tomas Pfister auf Platz eins. „Ich bin mit dem Rennen sehr zufrieden und auch meine persönliche Bestzeit gefahren. Die Strecke liegt mir gut und ich konnte alles aus dem Auto und aus mir herausholen“, so Hannig.

Platz eins und zwei in der Klasse 7 für Udo Schwarz ( 991 GT3 Cup)

Eine starke Leistung zeigte Klasse-7-Sieger Frederik Läuferts (991 GT3 Cup) im ersten Rennen, in dem er als Gesamtachter souverän vor Udo Schwarz gewann. Nachdem Hermann Läuferts nach drei Runden den Porsche abstellen musste, ging der Klassensieg im zweiten Lauf an Udo Schwarz.

Weitere Klassensiege gingen an Heiner Immig (997 GT3 Cup), Norbert Kraft (Cayman GT) sowie Dietmar Kölsch / Uwe Hedderich (Cayman GT4 RS).