Für Thomas Frank ist es seine erste Motorsport-Saison unter Wettbewerbsbedingungen. Gemeinsam mit dem erfahrenen Teamkollegen Peter Terting tastet er sich in der STT an die Herausforderungen im Motorsport heran. In Oschersleben stand er bereits in seinem dritten Rennen ganz oben auf dem Gesamtsiegerpodium. Nachfolgend zieht Thomas Frank ein Zwischenfazit zu seiner ersten Saison.
Ihr führt vier Rennen vor Saisonende die Meisterschaft der Division 2 an. Wie fällt dein Zwischenfazit zu deiner ersten STT-Saison aus?
„Für meine erste Saison bin ich natürlich sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Ich bin mit großem Respekt in die STT gegangen, weil hier sehr schnelle Fahrer und starke Teams unterwegs sind. Dass wir vier Rennen vor Schluss die Division anführen, hätte ich zu Saisonbeginn so sicherlich unterschrieben.
Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass wir noch nichts gewonnen haben. Im Motorsport kann sich sehr schnell sehr viel ändern. Für mich geht es deshalb weiterhin darum, jedes Wochenende dazuzulernen, möglichst wenige Fehler zu machen und gemeinsam mit dem Team das Maximum aus unseren Möglichkeiten herauszuholen. Wenn am Ende ein Titel daraus wird, wäre das natürlich eine fantastische Geschichte für meine erste Saison.“
In Oschersleben ist euch mit dem ersten Gesamtsieg eines GT4 in der STT sogar ein besonderer Erfolg gelungen. Wie hast du diesen Sieg erlebt und was hat an diesem Wochenende besonders gut funktioniert?
„Der Gesamtsieg in Oschersleben war definitiv ein ganz besonderer Moment. Gerade weil es der erste Gesamtsieg eines GT4 in der STT war, hat das für uns natürlich eine besondere Bedeutung. Gleichzeitig muss man solche Erfolge immer richtig einordnen: Im Motorsport müssen viele Faktoren zusammenkommen, damit man am Ende ganz oben steht.
An diesem Wochenende hat bei uns einfach sehr viel gepasst. Peter war extrem stark, das Team hat einen tollen Job gemacht, das Auto hat funktioniert und wir konnten unsere Möglichkeiten konsequent nutzen. Ich glaube, genau das macht Motorsport aus: Man gewinnt nicht alleine. Wenn Fahrer, Team, Strategie und Technik zusammenspielen und man dann so ein Ergebnis erreicht, ist das ein großartiges Gefühl.“

Du teilst dir das Cockpit mit dem ehemaligen DTM-Piloten Peter Terting. Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen einem Motorsport-Einsteiger und einem so erfahrenen Profi? Und was kannst du von Peter lernen?
„Für mich ist die Zusammenarbeit mit Peter natürlich ein riesiger Vorteil. Wenn man selbst noch relativ neu im Motorsport ist, kann man unglaublich viel davon profitieren, jemanden an seiner Seite zu haben, der auf diesem Niveau so viel Erfahrung gesammelt hat.
Dabei geht es gar nicht nur um die reine Rundenzeit. Ich lerne von ihm beispielsweise, wie man ein Rennwochenende strukturiert angeht, wie man Feedback zum Fahrzeug gibt, Situationen auf der Strecke einschätzt und auch unter Druck ruhig bleibt. Peter kann sehr genau erklären, wo noch Zeit liegt und warum.
Ich versuche dabei, möglichst offen zu sein und viel aufzunehmen. Als Unternehmer kenne ich das ähnlich: Man muss nicht so tun, als könne man bereits alles. Wenn jemand in einem Bereich deutlich mehr Erfahrung hat, sollte man zuhören, Fragen stellen und versuchen, möglichst schnell daraus zu lernen.“
Vier Rennen stehen noch aus, gleichzeitig ist die Division 2 sehr stark besetzt. Wie gehst du in die entscheidende Phase der Meisterschaft – denkst du bereits an den Titel oder versucht ihr, weiterhin von Rennen zu Rennen zu schauen?
„Natürlich schaut man auf die Tabelle. Zu behaupten, dass der Titel überhaupt keine Rolle im Kopf spielt, wäre wahrscheinlich nicht ganz ehrlich. Aber wir wissen auch, wie stark die Konkurrenz ist und dass vier Rennen im Motorsport noch eine lange Distanz sind.
Deshalb möchten wir jetzt nicht anfangen, anders zu fahren als bisher. Wir sind mit der Einstellung gut gefahren, uns auf das jeweilige Wochenende zu konzentrieren und unsere eigene Leistung sauber abzuliefern. Genau das wollen wir beibehalten. Wir respektieren unsere Konkurrenten und wissen, dass sie bis zum letzten Rennen alles geben werden – und das werden wir ebenfalls tun.
Am Ende möchte ich sagen können, dass wir sportlich alles gegeben haben. Wenn das für den Titel reicht, wäre das natürlich die Krönung einer ohnehin schon besonderen ersten Saison.“

Seit dem Nürburgring ist deine Firma tecPointer auch als Werbepartner in der STT präsent. Was hat dich dazu bewogen, nicht nur selbst Rennen zu fahren, sondern die Serie auch mit deinem Unternehmen zu unterstützen?
„Für mich war relativ schnell klar, dass ich mein persönliches Engagement im Motorsport gerne mit tecPointer verbinden möchte – allerdings nur, wenn es auch unternehmerisch Sinn ergibt. Die STT bietet dafür aus meiner Sicht ein interessantes Umfeld: Motorsport steht für Wettbewerb, Präzision, Technologie, Teamarbeit und den Anspruch, sich permanent weiterzuentwickeln. Viele dieser Werte passen sehr gut zu unserer Arbeit bei tecPointer.
Gleichzeitig sehe ich Sponsoring nicht nur als klassische Werbefläche. Als Unternehmer finde ich es spannend, langfristige Partnerschaften aufzubauen und ein Umfeld zu unterstützen, von dem man selbst ein Teil ist. Die STT gibt uns die Möglichkeit, die Marke tecPointer in einem emotionalen und technisch geprägten Umfeld sichtbar zu machen und gleichzeitig etwas an die Serie zurückzugeben.
Für mich gehören beide Perspektiven zusammen: Als Fahrer möchte ich sportlich erfolgreich sein und mich weiterentwickeln. Als Unternehmer schaue ich darauf, wo wir Beziehungen aufbauen, unsere Marke sinnvoll positionieren und gemeinsam etwas entwickeln können. Wenn sich beides so gut miteinander verbinden lässt, ist das natürlich ideal.“































