Ravenol Deutscher Rallye Cup: Schnell, schneller, Niederbayern

Die Teams des Ravenol Deutscher Rallye Cup reisen zur nächsten Runde in den Bayrischen Wald. Die AvD Niederbayern-Rallye (29. August 2026) bietet rund um Außernzell einige der schnellsten Asphaltprüfungen in Deutschland an. Drei verschiedene WP, darunter ein Rundkurs, werden je zweimal absolviert und führen über eine Gesamtlänge von 67 Kilometer. Die schnellen und interessanten Strecken beinhalten einen Mix von bekannten und neuen Passagen und führen natürlich über ‚100 Prozent Asphalt‘.

Das Feld der 56 genannten Teams wird von Manuel Kößler / Benedikt Hofmann im Hyundai i20 Rally2 angeführt. Die Startnummer zwei bleibt unbesetzt, auf dem Platz startet Niki Schelle mit Melanie Kalinke in einem Citroën C3 Rally2. Dabei tragen sie – als Gruß an den kürzlichen Geburtstag von Schelle – die Startnummer 60. Markus Ederer / Stella Winnik im BMW M3 (NC2) und Wolfgang Irlacher / Regina Miedl im Peugeot 208 Rally4 folgen auf den weiteren Startplätzen. Als Fünfte nehmen Christian Allkofer / Kathi Götzenberger in ihrem Renault Clio ART (NC3) die schnellen Prüfungen unter die Räder, die nach zwei zweiten Plätzen (23 und 24) und Gesamtrang vier im letzten Jahr immer für eine Überraschung gut sind.

Ravenol DRC-Teams freuen sich auf die schnellen Asphaltprüfungen

Jochen Kurz / Daniela Weinert kämpfen im BMW M3 in der Klasse NC2 um weitere Ravenol DRC-Punkte. „Der Reiz dieser Veranstaltung liegt natürlich in der geographischen Lage. Anstatt wie ansonsten meist auf kleinen Nebenstraßen oder Landwirtschafts- und Forstwegen geht es in Niederbayern eher über breite Landstraßen“, freut sich Kurz und ergänzt, „das kommt unserem Auto entgegen, da kann man vor der traumhaften Kulisse des Bayrischen Waldes auch mal die oberen Gänge ordentlich benutzen. Kurz gesagt: Schnell, schneller, Niederbayern.“

Auf eine Wiedergutmachung hofft Lars Schwarzmannseder, der im vergangenen Jahr mit einem kapitalen Motorschaden in Außernzell aufgeben musste. In diesem Jahr ist er zusammen mit Angelika Hornung in einem neu aufgebauten Renault Clio3 RS in der mit 22 Teams stark besetzten Klasse NC3 unterwegs. „Die Saison fing mit einigen technischen Ausfällen ziemlich holprig an. Aber inzwischen funktioniert alles. Angelika macht einen super Job, ihren Ansagen kann ich voll vertrauen, so macht es richtig Spaß. Und am Samstag wollen wir dringend das Ziel sehen.“

Nach dem zweiten Platz beim Finale des ADAC Rallye Sprint Cup 2025 baute sich Danny Koletth parallel zum Master-Studium sein eigenes Rallyeauto auf. Im Suzuki Swift Sport geht er nun in der Klasse NC4 gemeinsam mit Sebastian Lange an den Start. „Den Einsatz nutzen wir um unseren Swift ‚einzufahren‘ und selbst wieder in den ‚Rallye-Modus‘ zu kommen. Unser Ziel ist erst einmal ankommen und dann schauen, wie es in der Klasse aussieht“, erläutert Kolleth. „Die weiteren Planungen laufen Richtung DRC 2027, da man bei diesem Format 70 WP-Kilometer an nur einem Tag absolvieren kann. Was mich aber vor allem bei meinem Niederbayern-Gaststart im letzten Jahr an dem DRC begeistert hat ist eben der große Zusammenhalt und Spaß bei den Veranstaltungen. Als „Neuling“ wird man direkt herzlich aufgenommen. Es ist eine Familie, die sich gegenseitig unterstützt und wo die Teams nicht nur an sich denken.“

Mit einem guten Resultat könnten sich Tim Raimann / Tizian Ort in der DRC-Gesamtwertung in die Top-Ten katapultieren. Im BMW E36 wollen sie in der Klasse NC8 nach einem reparaturintensiven Überschlag im Hunsrück, „wieder angreifen. Wenn das Wetter mitspielt, haben wir gute Chancen. Mir liegen die schnellen Asphaltstraßen – gegen die schnellen Lokalmatadoren wird es trotzdem nicht einfach.“ Raimann ergänzt, „es macht uns im DRC immer wieder Spaß, sich mit der großen Anzahl an bundesweiten Startern zu messen.“

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