André Jaschinski (BMW 4.0 V8 E30) fuhr beim vierten Lauf des DMV Classic Masters in Zolder einen Doppelsieg ein. Dahinter belegten in beiden Rennen Urs Krämer (Porsche 964) und Björn Ewald (BMW 328i E36) die weiteren Plätze.
Die ehemalige belgische Formel-1-Strecke scheint André Jaschinski zu liegen. Bereits vor drei Jahren hatte sich der BMW-Pilot dort einen Gesamtsieg gesichert. Diesmal legte der amtierende DMV Classic Masters Champion sogar einen Doppelsieg nach. Zumindest im ersten Rennen musste Jaschinski in den ersten Runden den Rückspiegel im Auge behalten. Kurt Strube blieb mit seinem Porsche 964 Cup in Reichweite, musste aber nach drei Runden seinen Neunelfer abstellen. Damit war der Weg für Jaschinski frei.
„Das Rennen heute war schon sehr anspruchsvoll. Die Temperaturen waren wirklich hoch. Das Auto hat geglüht ohne Ende. Beim Rennen, als Kurt Strube hinter mir noch gepusht hat, musste ich das Auto auch ein Stück weit überfahren. Ohne seinen Ausfall wäre es auch sehr knapp geworden, weil ich die letzten Minuten nicht mehr die volle Leistung hatte“, berichtete Jaschinski. Der Grund für den Ausfall des Porsche-Piloten war folgender: „Es war mein Fehler. In der Linkskurve habe ich den dritten Gang rausgeschaltet und wollte in den vierten schalten. Stattdessen habe ich in den zweiten geschaltet. Ich konnte zwar noch die Kupplung drücken, aber ich habe am Motor gehört, dass da was passiert war.“
Am Sonntag hatte Jaschinski etwas leichteres Spiel. Früh baute er den Vorsprung auf Platz zwei aus und konnte danach das Rennen souverän verwalten. Mit 5,931 Sekunden Vorsprung sicherte sich Jaschinski seinen zweiten Sieg am Wochenende.

Urs Krämer zweimal auf Platz zwei
Vom Ausfall seines Markenkollegen profitierte Urs Krämer. In beiden Rennen sah der Porsche-Pilot das Ziel auf Platz zwei. Anspruchsvoller war zumindest der erste Durchgang, in dem Krämer beim Start Plätze verloren hatte. Schnell hatte er sich danach allerdings wieder nach vorne gearbeitet. „Durch die Hitze war es sehr anspruchsvoll, da es im Auto auch sehr heiß wurde. Die Strecke war aber gut. Ich habe gemerkt, dass die Öltemperatur sehr hoch ging. Da musste ich am Ende ein bisschen aufpassen und etwas Gas rausnehmen“, berichtete Krämer über das erste Rennen.

Björn Ewald holt wichtige Meisterschaftspunkte
In der CM 4 ist Björn Ewald momentan kaum zu schlagen. Diesmal landete der BMW-Pilot zweimal auf dem dritten Gesamtrang. Im ersten Rennen blieb Mirko Heuser (Alfa Romeo 147 Cup) zunächst dran, musste dann aber abreißen lassen. „Ich hatte einen Zweikampf mit Heuser. Das war zunächst ziemlich hart. Dann hat der Alfa, glaube ich, Probleme bekommen und musste zurückstecken. Ab da war es dann ungefährdet“, meinte Ewald zum ersten Rennen. Trotzdem zeigte sich auch Heuser mit seinem Rennen zufrieden: „Das Rennen lief zunächst ganz gut. Musste Björn dann aber ziehen lassen. Ich konnte nicht mehr dagegen halten. Danach ging es nur noch darum, das Rennen zu verwalten und ins Ziel zu bringen.“

Auch Dino Heuser blieb am Sonntag zunächst an Ewald dran, musste aber schließlich wegen Temperaturproblemen zurückstecken. Damit feierte Ewald den zweiten Sieg vor Heuser und Markus Rupp (BMW 318ti E36). „Ich konnte eigentlich entspannt das Rennen nach Hause fahren und Material schonen. Zwei Siege am Wochenende sind ein gutes Gefühl und ein wichtiger Schritt in Richtung Meisterschaft“, befand Ewald.
Die CM 2 ging in beiden Rennen an Oliver Abramowicz (BMW 318is E30), während sich Michael Piontek und Robin Renz (beide Chevrolet Cruze Eurocup 1,8) die Siege in der PRTC teilten.


































