Grimm und Zeller feiern Premierensiege beim Saisonauftakt des DMV BMW 318ti Cup

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Eine nasse Angelegenheit beim ersten Rennen des DMV 318ti Cup // Foto: Patrick Holzer

Beim Auftakt zum DMV BMW 318ti Cup in Hockenheim schafften es zwei neue Gesichter ganz nach oben auf das Podium. Im ersten Rennen feierte Marco Grimm (Cuntz Motorsport) unter schwierigsten Bedingungen seinen Premierensieg. Im zweiten Lauf jubelte Luca Zeller (Zeller Motorsport) über seinen ersten Gesamterfolg.

Es war schon beeindruckend, wie Marco Grimm im strömenden Regen seine Runden drehte. Nachdem er in der zwölften Runde von Philipp Rönforth (Rönforth Racing) die Führung übernommen hatte, war der Pilot von Cuntz Motorsport nicht mehr zu halten. Am Ende wuchs der Vorsprung auf über 16 Sekunden an. Dass ihm die schwierigen Bedingungen entgegenkamen, bestätigte der Sieger anschließend selbst: „Ich fahre gerne im Regen. Ich liebe das einfach. Beim Start konnte ich gleich zwei, drei Positionen gutmachen. Ich habe gemerkt, dass die Vorderen etwas mehr Probleme hatten. Da habe ich mich ein bisschen auf die Lauer gelegt und mir die Linien angeschaut. Irgendwann habe ich meine Linie gefunden und mich nach vorne gearbeitet. Einmal habe ich mich noch gedreht, weil ich zu viel wollte.“

Marco Grimm (links) siegte im ersten Rennen // Foto: Patrick Holzer

Zeller siegt im zweiten Durchgang
Im zweiten Rennen schlug dann die Stunde von Luca Zeller, der durch die umgekehrte Startreihenfolge der Top 10 ganz vorne stand. Zunächst verlor er jedoch Positionen, nachdem Philipp Rönforth und Lukas Schächer (MORTS Racing Team) vorbeigezogen waren. In der elften Runde setzte sich Schächer vor Rönforth und Zeller an die Spitze. Beim anschließenden Pflichthalt profitierte Zeller jedoch von weniger Strafsekunden als die Konkurrenz. Einmal vorne, ließ er sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Luca Zeller (#20) holte sich den Sieg im zweiten Rennen am Sonntag // Foto: Patrick Holzer

„Es ist wunderbar heute. Ich bin überglücklich, dass ich die Pole auch zum Gesamtsieg umgesetzt habe. Durch die Strafsekunden konnte ich meinen ersten Platz halten, da ich nur zwei Sekunden bekommen habe. Bis zum Boxenstopp war es sehr anstrengend, vorne mitzufahren. Nach dem Stopp kam ich auf eins raus und konnte den Platz bis ins Ziel bringen“, fasste Zeller sein Rennen zusammen.

Spannende Kämpfe um die weiteren Podestplätze
Einen starken Eindruck hinterließ Leon Schippert, der erstmals im zweiten Dynotech-Wagen alleine unterwegs war. Von der Pole aus gestartet, führte Schippert sieben Runden lang das Feld an, ehe sowohl Philipp Rönforth als auch Marco Grimm vorbeigingen. Nach dem Pflichthalt kam Schippert hinter Zeller wieder auf die Strecke und brachte Rang zwei sicher ins Ziel. „Es war auch am Schluss ein spannendes Rennen. Marco ist richtig durchgeschossen. Ich war leider einmal im Kies. Das hat mich wahrscheinlich den Sieg gekostet. Aber es war ein schönes Rennen“, befand Schippert.

Platz drei sicherte sich Jesse Uddoh (Ravenol Motorsport), der vor allem in der Schlussphase noch einmal aufdrehte. Zunächst auf Rang fünf liegend arbeitete er sich Stück für Stück nach vorne und schnappte sich eine Runde vor Schluss von Philipp Rönforth den dritten Platz. Auch Lukas Schächer zog noch vorbei, wodurch Rönforth schließlich Rang fünf blieb.

Podium für Rönforth und Schmid in Rennen zwei
Nachdem Philipp Rönforth eine mögliche Podiumsplatzierung kurz vor Schluss verloren hatte, lief es im zweiten Heat deutlich besser. Zwischenzeitlich sogar an der Spitze liegend, kam er als Dritter hinter Schächer zum Pflichthalt. In einem engen Duell mit dem MORTS-Piloten zog er zunächst den Kürzeren. Da Schächer jedoch eine Zehn-Sekunden-Strafe erhielt, rückte Rönforth noch auf Platz zwei vor. „Der Anfang lief gleich gut und ich fuhr von Startplatz fünf direkt auf die Eins. Das konnte ich auch relativ lange halten. Durch die Zeitstrafe für die Platzierung im ersten Rennen fiel ich etwas zurück, konnte aber wieder bis auf P3 vorfahren. Durch die Zeitstrafe des Zweitplatzierten kam ich schließlich noch auf Platz zwei“, berichtete Rönforth.

Podium nach Rennen 2 : Philipp Rönforth, Luca Zeller und Julien Schmid // Foto: Jürgen Holzer

Auch Julien Schmid (Hampl Motorsport Rennsport) profitierte von der Zeitstrafe. Von Startplatz zwölf aus arbeitete sich der Youngster zunächst bis auf Rang neun nach vorne. In einer starken Schlussphase machte Schmid weiter Boden gut und verdrängte im letzten Umlauf Garbrecht/Müller (Dynotech) vom Podium. Gleichzeitig markierte er auch noch die schnellste Rennrunde. „Es waren richtig tolle Fights vorne. Ich habe das ganze Rennen mit fünf, sechs Leuten gekämpft. Am Schluss sind wir zu viert hintereinander hergefahren. Das war alles sehr eng – und das nach einer Stunde Rennen“, so Schmid.

Blick in die Top 10
Die Top 10 komplettierten im ersten Durchgang Niklas Hirsch (MORTS Racing Team), Martin Heidrich (Cerny Motorsport), Maximilian Adolff (RTM Racing-Team Marggraf), Eric Tobler (Hampl Motorsport Rennsport) und Luca Zeller. Letzterer setzte sich dabei knapp gegen Klatte/Cibis durch und sicherte sich so die erste Startposition für das zweite Rennen.

Im zweiten Lauf landeten hinter Garbrecht/Müller noch Hirsch, Schächer, Hahne/Kraske (Cerny Motorsport), Schippert, Tobler und Julian Stößl (Zeller Motorsport) unter den besten Zehn.

Den Sieg in der Junioren-Wertung holte im ersten Rennen Leon Schippert vor Jesse Uddoh und Lukas Schächer. Im zweiten Heat setzte sich Luca Zeller vor Julien Schmid und Niklas Hirsch durch. In der Gentlemen-Wertung gewann zunächst der stark fahrende Martin Heidrich vor Martin Garbrecht und Stefan Hahne. Das zweite Rennen entschied Garbrecht für sich, der vor Hahne sowie Eggenberger/Leiber (FaNaFlo Racing) triumphierte.