Erstes Rennen, erster Sieg – und das mit einem neu aufgebauten Fahrzeug. Dazu drei weitere Podestplätze und ein erfolgreich umgesetztes Mammutprogramm mit elf Rennfahrzeugen in sechs Klassen: Für den Rennstall der Brüder Benjamin und Daniel Sorg ging die Saison in der Nürburgring Langstreckenserie NLS richtig gut los.
An diesem Rennwochenende trafen bei Sorg Rennsport einige Premieren und alte Bekannte zusammen. Anders Fjordbach hatte schon 2014 seine erste volle Nordschleifen-Saison mit dem Wuppertaler Rennstall bestritten. Zwischenzeitlich hatte er sich auf andere, größere Projekte wie den Prototypen-Sport konzentriert, war in Le Mans gestartet und hatte Mitte Februar in einem GT3-Porsche Platz zwei bei den 12 Stunden von Bathurst erobert. Zum leicht verspäteten NLS-Auftakt – der erste Lauf musste wetterbedingt aus Sicherheitsgründen abgesagt werden – kehrte der mit spanischer Lizenz startende Fjordbach zu Sorg zurück, um genau wie seine Cockpit-Partner Kerong Li (USA) und Hongli Ye (CN) die Nordschleifen-Permit B neu zu erwerben. Der Sorg-Porsche Cayman GT4 RS Clubsport mit der Startnummer 181 kam auf Rang acht der SP10-Klasse.
Einen Podestplatz holte Sorg-Rennsport in der Klasse VT2-FWD/AWD. „Unser Gerri Limonade BMW 128ti war von P6 gestartet und konnte sich dank guter, solider Fahrt bis auf Rang drei vorarbeiten“, berichtet Daniel Sorg. „Ein besonderer Dank dafür geht an unsere Partner von Bilstein Fahrwerk. Sie haben uns in kürzester Zeit mit einem tollen Fahrwerk geholfen. Wir sind positiv gestimmt, was die nächsten Rennen unserer Nummer 488 betrifft.“
In der VT2-RWD setzen die Wuppertaler neben dem bewährten Meiser Race Car Rental BMW 330i mit der Nummer 514 eine völlig neu aufgebaute Toyota Supra ein. Der japanische Sportwagen mit der Startnummer 524, pilotiert von Piet-Jan Ooms (N), Ionuc Catalin Timis (I) und Thomas Fleming (UK), schaffte gleich beim ersten Einsatz den Klassensieg. „Auch wenn wir sicherlich vom Ausfall des Hauptkonkurrenten profitiert haben, war dieser Auftritt sehr überzeugend, sehr gut, sehr schnell. Wir schauen positiv in die Zukunft und ich denke, wir können noch den ein oder anderen Klassensieg schaffen“, so der Co-Teamchef. Chang Lee und Jung Woo Lee (beide KR) steuerten im BMW 330i Klassenrang drei bei.
In der CUP3-Kategorie brachte Sorg Rennsport vier Autos an den Start. Die beste Platzierung dieses Quartetts erzielte der Schmersal Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport mit der Startnummer 959. Heiko Eichenberg (D) und Calvin de Groot (NL), der erstmals einen Cayman GT4 in der CUP3-Klasse steuerte, fuhren auf Rang zwei. „Es war ein tolles spannendes Rennen, in dem wir zwischenzeitlich auch in Führung lagen. Am Ende wurden wir nur knapp geschlagen“, analysiert Daniel Sorg.
Darian Donkel (D), Akshay Gupta (IND) und Aaron Wenisch (D) konnten mit dem BGS technic Porsche mit der Nummer 949 die AM-Kategorie gewinnen. Zweite dieser Wertung wurde die baugleiche Startnummer 969 mit Tommy Graberg (S), Maximilian Eisberg und Axel Sartingen (beide D). In der mit insgesamt 17 Autos besetzten Klasse kamen „Maximilian“ (D), Joshua Jacobs (USA) und Christoph Blümer (D) mit dem VOLZ Maschinenhandel Cayman und der Nummer 979 auf Platz 12 ins Ziel.
In der „großen“ CUP2-Klasse der Porsche Endurance Trophy Nürburgring schickten die Sorg-Brothers erstmals zwei Porsche 911 GT3 Cup ins Rennen. Die mit den Stampiloten Patrik Grütter und Fabio Grosse (beide D) besetzte Nummer 901 lief auf Rang fünf ein. Das Nummer-915-Schwesterauto mit Stefan Beyer und Bernard Wagner (beide D) querte den Zielstrich auf Platz zehn, gleichbedeutend mit Platz drei der AM-Kategorie.
Auch beim ersten Auftritt der neu geschaffenen BMW M2 Racing-Klasse spielte ein vom Sorg-Team eingesetzter Rennwagen eine gute Rolle: Maximilian Hill, Max Schlichenmeier (beide D) und Tim Peeters (B) erreichten Platz fünf.
„Unser Dank gilt einmal mehr dem ganzen Team und allen Fahrern, die sauber und unfallfrei durchs Wochenende gekommen sind“, lobt Daniel Sorg und betont: „Zusätzlich zu den elf Rennfahrzeugen am Samstag haben wir am Freitag weitere Autos für cn2 racing und Meiser Race Car Rental für Permit-Teilnehmer eingesetzt. Das waren dann insgesamt 14 Fahrzeuge – ein echtes Mammutprogramm. Entsprechend glücklich und zufrieden sind wir, dass unser Team alles perfekt erledigt hat, Fahrer und Kunden glücklich gestimmt sind und die Erfolge eingefahren haben. Das war schon Spitzenklasse – danke an alle!“
































