Doppelte Punktzahl beim Großen Preis der Stadt Most

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Wolfgang Kliegel (VW Fun Cup) Tourenwagensieger Startgruppe B // Foto: Archiv Auto-Rennsport

Ein erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der VFV GLPpro. Prall gefüllte Starterlisten und viel Fahrzeit für alle machten den VFV Großen Preis der Stadt Most zu einer gelungenen Veranstaltung.

Besonders gefordert waren die Aktiven am Sonntag. Gleich beide Wertungsläufe aller vier Gruppen wurden am Sonntagnachmittag ausgetragen. Zwei Wertungsläufe bedeutete zweifache Wertung und damit doppelte Punktzahl. Zuerst wurden die Tourenwagen und GTs der Startgruppe A auf die Reise geschickt. Sieger und damit bester Starter der GT Fahrzeuge wurde Gian Luca Herder (Alfa Romeo 1750 GTAm) mit 2156 Wertungspunkten. Platz zwei ging mit Rainer Schaab (Porsche 924) mit 3011 Punkten ebenfalls an ein GT Fahrer. Die weiteren Plätze in den Top Five gingen ausnahmslos an die Tourenwagenfraktion. Auf das Tourenwagenpodium schafften es Hartmuth Rupprecht (BMW 2002/ 3173 P), Markus Lixl (BMW 325i/3963 P) und Scott Klleijsen (MercedesBenz 190/4304P). Mit 1:49,370 fuhr der Niederländer auch die schnellste Rennrunde. Bester Gleichmäßigkeitspilot im zweiten Rennen der Startgruppe A war erneut ein GT Pilot. Dirk Schweigler (Porsche944) traf seine Richtzeit am genauesten und holte sich mit 942 Strafpunkten den Sieg. Sascha Wolf (BMW E36 M3/1077P), Jürgen Groll (BMW E30318is/1207P) und Oliver Gaedicke (BMW 2002ti/1915P) sorgten für ein reines BMW TW Podium. Zweitbester GT Pilot wurde Rainer Schaab, der im ersten Wertungslauf noch Platz zwei belegte. Schnellster Im Feld war mit 1:50,616 erneut Scott Kleijsen.

Insgesamt 32 Fahrzeuge standen in der Gruppe B am Start. Hier schafften gleich fünf Starter aus der Tourenwagenabteilung den Sprung unter die Top Five. Auf dem Podium standen auf den Plätzen eins bis drei folgende Fahrer: Werner Kieser (Ford Escort RS 2000/930 P), Felix Vaillant (Renault R5 Alpine Turbo/1845P) und Gino Armani (Autobianchi Abarth/2348P). Bester GT Pilot und damit Sieger der GTs wurde Gerhard Geuder(Alfa Romeo GTV/ 4326P) auf Rang 13. Gerhard Dörr (Porsche 924) und Werner Pfister (Alfa Romeo GT Junior) vervollständigten das GT Podium. Der zweite Lauf der Gruppe B wurde zur Beute von GT Pilot Werner Pfister ( Alfa Romeo GTJunior). Der Tiefenbronner setzte sich mit 1225 Strafpunkten durch. Gerhard Dörr (Porsche 924/ 4721 P) war auf Gesamtplatz 15 zweitbester GT Pilot. Dritter auf dem GT Podium wurde Nico Wieczorek (Alfa Romeo Giulia Sprint/5380 P). Die Gesamtplätze zwei bis vier gingen an Wolfgang Kliegel (VW Fun Cup/1410 P), Volkmar Neumann (Peugeot 106/1596 P) und an Alina Hug (BMW 318is/2481P), die das Tourenwagen Podium stellten. Schnellster im ersten Lauf war mit 1:58,641 Uwe Gretzinger (Ford Escort RS MK4). Der Schweizer Bruno Hügli (BMW 2002) knallte mit einer 1:59,924 im zweiten Wertungslauf die schnellste Zeit in den Asphalt und kam damit als einziger Pilot im Feld unter die zwei Minuten.

GT Pilot Rainer Schaab belegte im ersten Wertungslauf der Gruppe A Platz zwei // Foto: Archivbild Auto-Rennsport

Die dritte Startgruppe war ein bunter Mix aus Tourenwagen, GT Fahrzeugen und zahlreicher Autos aus der ehemaligen DDR, darunter Ladas, Trabants, Wartburg oder Melkus, sozusagen ein Stück Motorsportgeschichte des Ostens. In der Startgruppe der Tourenwagen gingen die Podiumsplätze im ersten Wertungslauf an  Stefan Wolf (BMW E36 M3), Markus Tondorf (Ford Orion) und Sabrina Stalder (BMW E36 M3 GTR). Bei den Gts kletterten Markus Standke (Wartburg Melkus RS 1000), Heinz Wegmann (Honda CRX) und Erwin Oppuchlich (Melkus RS 1000) auf das Podium. In der Klasse der STC hatte Michael Weißenborn (Lada 21011)die große Nummer gezogen. Mit lediglich 416 Strafpunkten siegte er deutlich vor Holger Kiwatt (Lada 2101) und Christian Beck (Melkus 1000RS). Damit erzielte der Lada Pilot das absolut beste Ergebnis aller Teilnehmer. Die TRSC gewann Heiko Gaida vor Marek Braun und Uwe Hillig (alle Sachsenring Trabant P601). Im zweiten Wertungslauf fuhr Beat Amacher aus der Schweiz mit seinem Honda Civic den Sieg ein. Platz zwei für Sabrina Stalder (BMW E36 M3 GTR) vor Stefan Wolf (BMW E36 M3). Der Sieg bei den GTs wurde auch im zweiten Lauf zur Beute von Markus Standke (Wartburg Melkus RS 1000) erneut vor Heinz Wegmann und Erwin Oppuchlich. Die STC Wertung ging erneut an  Michael Weißenborn vor Steffen Hornik (Lada 2015). Holger Kiwatt landete diesmal auf Rang drei. Mit 978 Strafpunkten und dem Gesamtsieg der Startgruppe holte sich Marek Braun die TRSC Wertung vor Heiko Gaida und Thomas Hillmann (alle Sachsenring Trabant).

Das Feld der Formel- und Sportwagen war auch in Most wieder gut gefüllt. Frank Färber (Opel Lotus Formel Opel MK 3) siegte im ersten Wertungslauf mit einer Punktzahl von 2556. Platz zwei ging an Simone Busch (Reynard Formel Ford 2000), die sich 2788 Strafpunkte einhandelte. Dritter auf dem Podium war Lutz Crackau (ZagkS20-9) mit knapp vier Strafpunkten mehr. Der Mannheimer revanchierte sich im zweiten Lauf und siegte mit 1973 Strafpunkten vor Dirk Juilfs (Formel Opel Lotus/ 2181P) und Jörg Koitsch (OOpel Lotus), der auf 2335 Punkte kam. Einen Doppelsieg gab es bei den Sportwagen. Rainer Grindler (Sylva Phoenix)hatte in beiden Wertungsläufen die Nase vorn. Thorsten Stölting (Nissan Tame) belegte jeweils Platz zwei.

Erfolgreichster Formelpilot war Lutz Crackau (ZagkS20-9) mit zweimaligem Podiumsrang // Foto: Archivbild Auto-Rennsport

22 Fahrzeuge stellten sich am Samstag der einstündigen Herausforderung des Langstreckenlaufs. Hier holte sich Markus Lixl (BMW 325i) einen klaren Sieg vor Dirk Stützer (Ford Escort RS 2000 MK5). Mit auf das Podium kletterte Oliver Geaedick (BMW 2002ti) auf Platz drei. Unter die Top Five schafften es noch Rainer Schaab (Porsche 924) und Stephan Schaade (Ford Escort RS 2000 Cup).

Zufrieden mit der Veranstaltung in Most zeigte sich VFV GLPpro Organisator Felix Vaillant. “ Most war eine erfolgreiche Veranstaltung. Mit der einstündigen Langstrecke am Samstag gab es viel Fahrzeit für alle. Die drei Tourenwagen-Startgruppen waren restlos ausgebucht. Auch das Feld der Formel- & Sportwagen war gut besetzt.“

Bis zur nächsten Veranstaltung bleibt wenig Zeit. Schon in zwei Wochen geht es für die VFV GLPpro weiter. Dann geht es in die Eifel, wo die Serie beim ADAC Racing Weekend am Start sein wird.