Mex Jansen siegt erneut

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Max Jansen holte Sieg Nummer zwei // Foto Patrick Holzer

Mex Jansen (BMW M4 GT3) entschied auch das zweite Rennen der Spezial Tourenwagen Trophy in Assen für sich. Diesmal siegte der Youngster vor Jürgen Bender (Corvette C7 GT3-R) und Henk Thuis (Pumaxs RT).

Ernsthaft gefährdet war der zweite Sieg für Mex Jansen nie. Der junge Niederländer fuhr einen souveränen Start- und Zielsieg ein. Nur kurz war Teamkollege Jordin Poland (BMW M6 GT3) für einige Meter vorbei. Auch eine längere Safety Car Phase konnte Jansen nicht stoppen, der nach 40 Minuten einen Vorsprung von über 22 Sekunden hatte. „Das Rennen heute war etwas anders als gestern aufgrund des Safety Cars. Gegenüber gestern konnte wir uns nochmals etwas verbessern. Wir fanden noch etwas mehr Geschwindigkeit. Ich war in der Lage konstante Rundenzeiten zu fahren. Ein Vorteil war die Beständigkeit“, so der Gesamtsieger.

Henkt Thuis fuhr auf Rang drei // Foto: Patrick Holzer

Bis zur Mitte des Rennens lag Teamkollege Jordin Poland auf der zweiten Position. Als der BMW zum zweiten Mal an die Box kam, war klar, dass etwas nicht stimmte. Getriebeprobleme beendete das Rennen vorzeitig. „Am Anfang lief es sehr gut. Ich hatte einen guten Start und konnte Mex zunächst überholen und ihn auch kurz hinter mir halten. Es entstand eine Lücke zu Henk. Alles sah gut aus. Zwei Runden bevor ich zum Stopp rein wollte, bekam ich Probleme mit dem Getriebe. Das kam dann leider das Aus“, berichtete Poland. Profiteur der ganzen Geschichte war Jürgen Bender, der wie schon am Samstag Henk Thuis jagte. Der Niederländer stoppte etwas früher. Bender eine Runde später. Für Bender der entscheidende Vorteil, denn dadurch musste Thuis eine Runde länger hinter dem Safety Car fahren. Am Ende sicherte sich Bender souverän Rang zwei. „Beim Überrunden war ich einmal in der Wiese und dachte schon, dass ich das Auto wegwerfe. Am Schluss musste ich nochmal alles geben. Aber über Funk habe ich gehört, dass wir eine Sekunde schneller sind. So konnten wir das Rennen sicher nach Hause fahren“, so Bender.

Thuis bleibt im Endspurt vorne
Thuis erlebte dagegen noch einmal eine packende Schlussphase. Denn Francesco Lopez, der für Uwe Lauer den Ferrari 488 GT3 übernommen hatte, war gegen Ende ganz dicht dran. Der Ferrari-Pilot drückte heftig, doch Thuis wusste sich zu wehren. Mit gerade einmal 0,2 Sekunden Unterschied überquerten die beiden GT-Boliden die Ziellinie. „Ich habe in den letzten Runden alles gegeben. Francesco Lopez ist ein super Fahrer. Der ist viel besser als ich. Alles, was ich tun konnte, war mich einfach breit zu machen“, erzählte Thuis. Uwe Lauer hakte das Wochenende ab: „Wir hatten jetzt viele Wochenenden, wo es sehr gut lief. An dem Wochenende haben wir eins verwachst. Aber unterm Strich passt es noch. Jetzt haben wir den Nürburgring vor der Brust. Hier zählen die Punkte für die Meisterschaft doppelt.“ Gesamtfünfter wurde Hein Koopman, der mit seinem BMW Z4 GT3 in der Anfangsphase noch vor Lauer gelegen hatte.

Tim Rölleke behielt in einem engen Duell die Oberhand // Foto: Patrick Holzer

Tim Rölleke gewinnt Division 2
In der Division 2 wurde um den Sieg wieder hart gekämpft. Wie schon im ersten Rennen war es der WS Racing BMW M4 GT4, der die Spitze übernahm. Tim Rölleke musste sich gleich mehrerer Attacken von Max Gruhn (Audi RS3 LMS TCR) erwehren. Als Dritter folgte noch Luca Seidel, der mit seinem Aston Martin Vantage GT4 in Schlagdistanz blieb. Gegen Rennmitte löste der Ausfall von Seidel die Safety Car Phase aus. Und ausgerechnet dabei passierte Gruhn der entscheidende Fehler. Bei der Boxenausfahrt überholte Gruhn nach einem Missverständnis ein anderes Fahrzeug. Die Folge waren 30 zusätzliche Sekunden, dazu gab es weitere 30 Sekunden wegen eines anderen Vergehens. Damit war das Rennen gelaufen und Rölleke der klare Sieger. „Es war ein gutes Rennen heute. Wir haben gegenüber dem Quali ein paar Setup Veränderungen gemacht. Das Auto wurde etwas schneller. Es war dann wichtig den TCR nicht vorbeikommen zu lassen. Es war ein toller und fairer Kampf und ich musste ihn immer im Auge behalten. Er hat immer wieder versucht vorbeizukommen“, so Rölleke.

Jürgen Hemker fuhr auf Platz zwei in der Division 2 // Foto: Patrick Holzer

Platz zwei holte sich dadurch Jürgen Hemker (Audi R8 GT4), der bereits am Vortag eine starke Anfangsphase gezeigt hatte. „Es hat Spaß gemacht und es war richtig Speed auf der Strecke. Das Rennen heute war am Anfang ein bisschen hektisch. Dann hatte ich den R8 vor mir. Es war schwierig da dran vorbeizukommen. Als ich vorbei war, lief es wirklich gut. Mit dem Safety-Car hatten wir leider Pech, da wir kurz zuvor an die Box gekommen sind. Da haben wir richtig viel Zeit verloren“, berichtete Hemker. Dritte wurde Victoria Froß (Seat Cupra TCR), die sich und ihr Team für die lange Nachtschicht am Seat nach dem Unfall vom Vortag belohnte. Hinter der TCR-Pilotin komplettierten Desiree Müller (Opel Astra TCR) und René Snel (BMW E36) die Top 10.