Premierensieg für Berwanger/Eis in Assen

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Start zum Rennen der DMV NES 500 // Foto: Denis Petermann

Ihren Premierenerfolg in der DMV NES 500 feierten Kim Berwanger und Philipp Eis (Seat Cupra TCR) am vergangenen Wochenende in Assen. Das Duo siegte vor Luther/Schmickler/Kortüm (BMW M4 GT4) und Becker/Schmickler (Porsche 718 CS) nach drei Stunden.

In der 40. Runde übernahmen Kim Berwanger und Philipp Eis zum ersten Mal die Spitze. Die Führungsposition gab das Seat-Duo nur noch einmal ab, als es zum zweiten Pflichthalt an die Box ging. Allerdings mussten die späteren Sieger noch etwas Zittern. Denn für die Führenden gab es eine Durchfahrtstrafe wegen Tracklimits. Eine Strafe, die viele an diesem Wochenende traf. Doch das Rennglück war auf der Seite von Berwanger/Eis. Gerade als der letzte Stopp anstand, ging es wegen einer Ölspur in eine längere Code 60 Phase. Das brachte die Entscheidung. Mit knapp über einer Minute Vorsprung auf den zweiten Gesamtplatz sah das Seat-Duo das schwarz-weiß karierte Tuch. Wir waren dieses Wochenende sehr zufrieden mit unserer Performance. Wir hatten gehofft, dass es weit nach vorne gehen könnte. Die Streckencharakteristik kommt dem TCR entgegen. Dass es zum Gesamtsieg gereicht hat, war ein mega Ergebnis für uns. Das Team hat einen tollen Job gemacht. Alle Kinderkrankheiten wurden ausgemerzt, so das das Auto diesmal drei Stunden problemlos lief“, so Kim Berwanger zum Sieg in Assen.

Berwanger/Eis holten sich ihren ersten Gesamtsieg in der DMV NES 500 // Foto: Denis Petermann

Platz zwei holte sich das Trio von Schmickler Performance. Luther/Schmickler/Kortüm hatten nach dem ersten Pflichtstopp die Spitze der bis dato Gesamtführenden Hammel/Nehls (Opel Astra TCT) übernommen. Der BMW M4 GT4 blieb mit über eine Stunde am längsten auf der Strecke. Durch den ersten Pflichthalt schoben sich Berwanger/Eis in Führung. Danach war man in der Rolle des Jägers und übernahm zumindest für eine Runde wieder die erste Gesamtposition. Genau wie die Führenden musste aber auch der M4 eine Drive Through antreten. Zwar gelang es nach dem Ende der Code 60 den Abstand zu verkürzen, doch entscheidend näher kamen Luther/Schmickler/Kortüm nicht mehr. Dass es am Ende wegen eines zu kurzen Stopps noch 15 Sekunden obendrauf gab, war zumindest für den Rennausgang nicht entscheidend. Am Ende trennte über eine Minute Platz eins und zwei. Dafür hatte man in der Klasse 8 die Nase vorne. Platz drei holten sich Becker/Schmickler im Porsche 718 CS, die im Ziel zwei Runden Rückstand auf die beiden Vorderen hatten. Das Porsche Duo ging direkt nach dem Ende der Code 60 Phase an Henriksen/Vodder vorbei, die am Ende Platz vier belegten.

Einen deutlichen Klassensieg feierte das Duo Pia Ohlsson und Christian Ladurner // Foto: Denis Petermann

Klassensieg für Ohlsson/Ladurner
Einen deutlichen Erfolg feierten Pia Ohlsson und Christian Ladurner, die mit ihrem VW Scirocco in die Klasse 6 hochgestuft wurden. Davon zeigte sich das Duo wenig beeindruckt und stellte den Scirocco auf Klassenpole. Startfahrer Christian Ladurner konnte gleich zu Beginn einen Abstand auf Alpiger/Leissing (BMW M235i) und Heidrich/Volmer (BMW 135 GTR) herausfahren – trotz Drive Through wegen Missachtung der Tracklimits. Zwischenzeitlich blieb Ladurner auch an den größeren Fahrzeugen dran. Da auch Pia Ohlsson in ihrem Doppelstint die Klassenführung weiter ausbauen konnte, musste Ladurner den Sieg nur noch über die Zeit bringen. Mit etwas Glück wäre wohl sogar mehr als der gute fünfte Gesamtrang möglich gewesen. „Leider sind wir beim letzten Wechsel eine Runde zu früh rein, sonst hätten wir die anschließende Code 60 Phase besser nutzen können. Aber wir hatten auch so genügend Vorsprung, so dass ich das Auto ohne Probleme auf Platz eins in der Klasse ins Ziel bringen konnte“, so Christian Ladurner. Pia Ohlsson freute sich über den ersten gemeinsamen Erfolg: „Wir nutzten eine Code60 Phase für unseren ersten Stopp mit Fahrerwechsel. In meinen beiden Stints, ich fahre gerne Doppelstints, konnte ich ähnliche Zeiten, teils etwas schnellere als unsere Verfolger fahren und so unseren Vorsprung noch weiter ausbauen. Am Ende konnten wir nun unseren ersten Sieg als Fahrerduo feiern, wir freuen uns riesig.“ Die weiteren Plätze in der NES 6 belegten Alpiger/Leissing und Heidrich/Volmer.

Saner/Rodella im Suzuki Swift Sport feierten einen Klassensieg in der NES 1// Foto: Denis Petermann

Keine Fragen gab es in der NES 3. Hier boten Obermann/Bock/Rosam im BMW 325iS E90 eine starke Performance und siegten mit deutlichem Vorsprung. Mit Gesamtrang sieben gab es zudem ein Top 10 Ergebnis für das Trio. Dahinter belegten Poland/Poland (BMW 325i E36) und Harz/Nickelsen (Audi TT) die weiteren Plätze. Nur auf dem Papier war die Entscheidung in der NES 1 eine klare Angelegenheit. Mit einer Runde Vorsprung auf Pawlow/Röpke/Cerny (BMW 318ti Cup) sahen Saner/Rodella im Suzuki Swift Sport die Zielflagge. Nach einer guten Anfangsphase touchierte Startfahrer Igor Rodella die Reifenstapel. „Ab der sechsten Runde haben die Reifen nachgelassen. Auf der Vorderachse begannen sie zu schmieren mit heftigem Untersteuern. In Runde elf oder zwölf habe ich leider in der ersten Kurve beim Anbremsen mit der rechten Front den Reifenstapel touchiert. Das Auto war danach nicht mehr im Topzustand. Da hatte es vermutlich die Spur oder den Sturz verstellt“, so Rodella. Zwischenzeitlich verlor man die Klassenführung, doch gegen Ende kämpfte sich Rodella nach einem Doppelspint von Teamkollege Andreas Saner wieder heran. In Runde 64 erfolgte der erneute Führungswechsel. Den ersten Platz brachte Rodella über die Zeit: „Den letzten Boxenstopp hatten wir sehr lange hinausgezögert. Da hatte das Auto kurz davor schon Aussetzer, da wir da zu wenig Sprit an Bord hatten. Am Schluss fuhr ich wieder und konnte relativ problemlos ins Ziel fahren.“ Dritte in der NES 1 wurden Hermann/Hermann/Hermann im BMW 318ti Cup.