Plassmann feierte ersten STT Gesamtsieg

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Von Startplatz eins fuhr Oliver Plassmann zum Sieg // Foto: Patrick Holzer

Oliver Plassmann (Ferrari 488 GT3) holte sich auf dem Lausitzring seinen ersten Gesamtsieg in der Spezial Tourenwagen Trophy. Platz zwei ging an Uwe Lauer/Francesco Lopez (Ferrari 488 GT3) vor Henk Thuis (Pumaxs RT). Das Rennen wurde kurz vor Schluss wegen einer Ölspur abgebrochen.

Als rund elf Minuten vor Ablauf der Renndistanz das Safety Car auf die Strecke kam, ging für Oliver Plassmann das Zittern los. Denn eines war klar, Francesco Lopez würde ordentlich Dampf machen. Lopez hatte den Ferrari 488 GT3 von Teamkollege Uwe Lauer auf Position vier übernommen und war nach dem Pflichtstopp schnell unterwegs. Kurz darauf folgte der Abbruch und Plassmann konnte sich über seinen ersten STT Gesamtsieg freuen. „Durch den Ausfall des Polesetters sind wir von P1 gestartet. Ich konnte das auch ganz gut verteidigen. Es war ein Fight mit höchstens 50 cm Abstand. Kurz bevor mich Jürgen Bender überholte, hatte ich etwas Speed herausgenommen, da ich eine Öllache gesehen habe. Wenn das Rennen wieder aufgenommen worden wäre, wäre es schwierig gewesen Francesco Lopez in Schach zu halten“, so Plassmann.

Henk Thuis belegte Platz drei im Gesamtklassement // Foto: Patrick Holzer

Vorausgegangen war ein enger Zweikampf an der Spitze zwischen Plassmann und Jürgen Bender mit seiner Corvette C7 GT3-R. Auch nach dem Pflichtstopp ging der Formationsflug der beiden GT3 Boliden weiter. Gerade als sich Bender die Führung geschnappt hatte, kam für den Neckarsulmer das Aus. Der Motor hatte den Dienst quittiert. Dadurch war Plassmann wieder vorne. Henk Thuis und Lauer/Lopez wurden auf den weiteren Plätzen abgewinkt. Da Thuis im Nachgang noch einmal 35 Sekunden extra aufgebrummt bekam, wurde es der zweite Ferrari Doppelsieg in dieser Saison. „Nachdem Uwe gut aufgeholt hatte, war es meine Aufgabe den Abstand weiter zuzufahren. Leider haben wir durch die Safety Car Phase und am Ende durch die rote Flagge die Chance verloren weiter nach vorne zu kommen. Aber wir sind zufrieden, dass das Auto nach dem Unfall von heute Morgen so gut gefahren ist“, erzählte Lopez.  Uwe Lauer ergänzte: „Durch den Unfall im Quali bin ich vom letzten Platz aus gestartet. Ich kam gut durch und konnte das Auto auf P4 übergeben. Wenn wir noch ein bisschen mehr Glück mit der Gelbphase gehabt hätten, wäre vielleicht noch mehr drin gewesen.“

In der Division 2 siegte Desiree Müller // Foto: Patrick Holzer

Divisionssiege für Schepperheyn und Müller
Platz vier ging an Peter Schepperheyn (Porsche 991 GT3 Cup), der damit auch die Division 3 für sich entschied. Einen starken fünften Gesamtplatz holte sich Desiree Müller (Opel Astra TCR). Gleich zu Beginn musste Max Gruhn seinen Audi RS3 LMS TCR in der Box abstellen. Öldruckprobleme verhinderten den Start. Dadurch übernahm Müller die erste Position in der Division 2 und gab diese bis zum Fallen der Zielflagge nicht mehr aus der Hand. „Der Start verlief ganz gut. Dabei konnte ich mir auch einen kleinen Vorsprung herausfahren. Den konnte ich weiter ausbauen. Der Boxenstopp hat auch gut funktioniert. Ich bin mit mir sehr zufrieden“, so Müller. Dahinter schnappte sich Franjo Kovac (Mercedes AMG GT4) Platz zwei, nachdem er in Runde 14 an Victoria Froß (Seat Cupra TCR) vorbeigegangen war. „Bis auf die Situation mit dem Safety Car lief alles ganz gut für mich. Das Auto ging gut. Mit meinem Ergebnis bin ich sehr zufrieden“, meinte Kovac. Der Mercedes-Pilot profitierte von Problemen am Cupra von Froß: „Das Rennen lief am Anfang ganz gut. Leider ist bei uns beim Boxenstopp die Lenkhilfe ausgefallen. Das war sehr anstrengend. Ich war froh, dass das Rennen etwas früher abgebrochen wurde, denn mir tun die Arme jetzt ordentlich weh.“ Als Vierter der Division 2 landete Jürgen Hemker (Audi R8 GT4) auf Platz acht. Dahinter landeten Jürgen Bender, Berthold Gruhn (Audi R8 LMS GT3), Johannes Kreuer (Donkervoort D8R) und Vytautas Venskunas (Porsche 993 GT2).