Mario Meister mit erstem PCHC Doppelpack

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Start zum zweiten Rennen der PCHC in Zolder // Foto: Patrick Holzer

Nach seinem Auftaktsieg in Hockenheim ließ Mario Meister (991 GT3-R) beim zweiten Lauf der Porsche Club Historic Challenge beim DMV Racing Day zwei weitere Siege folgen. Für beide Erfolge in Zolder musste sich Meister ordentlich ins Zeug legen. Rang zwei belegten jeweils einmal Thomas Lindemann (997 GT3-R) und Klaus Horn (991 GT3 R).

Mario Meister bleibt mit seinem Porsche 991 GT3-R in der PCHC weiterhin eine Macht. Auch in Zolder demonstrierte der Berliner seine Stärke und siegte zweimal. „Ich bin wahnsinnig stolz auf mein Team, welches das Auto super vorbereitet hat. Das heute ist keine Einzelleistung, sondern absolute Teamarbeit“, so der zweifache Gesamtsieger. Dabei fand sich Meister im ersten Rennen zunächst in der Rolle des Jägers wieder. Polemann Heinz-Bert Wolters (997 GT3 R) verteidigte seine Spitzenposition, als nach vier Runden die Code 60 Flaggen geschwenkt wurden. Beim Restart war Meister hellwach und übernahm die Spitze. „Nach dem Unfall waren die Streckenposten schneller als ich gerechnet hatte. Als nach der Code 60 auf Grün geschaltet wurde, habe ich zu spät reagiert. Dadurch geriet ich ins Hintertreffen“, schilderte Heinz-Bert Wolters die Situation. Erst einmal vorne baute Meister den Abstand schnell aus, so dass der zweite Saisonsieg am Ende eine deutliche Angelegenheit wurde. „Es war eine spannende Situation mit der Code 60. Wolters war vor mir. Ich denke, er hat das etwas verschlafen und hat noch überholt und ist etwas weggezogen. Ende Code 60 konnte ich mich vernünftig positionieren. Mir war wichtig einen komfortablen Vorsprung herauszufahren, dass ich danach taktisch fahren kann“, berichtete Meister.

Mario Meister (991 GT3 R) mit Meisterleistung in Zolder // Foto: Patrick Holzer

Auch im zweiten Durchgang machte es Meister spannend. Die Führung hatte sich Lindemann geschnappt. Sieben Runden lang hielt er sich an der Spitze, ehe Meister zuschlug. „Am Anfang hatte ich das Auto sehr überpaced und schon ziemlich Vorsprung. Ich dachte schon, wo bleiben die denn mit ihren neuen Autos“, so Lindemann. Das Spielchen wiederholte sich. Kaum war Meister vorbei, vergrößerte sich der Vorsprung. Mitte des Rennens war aber plötzliche einer dran, mit dem man an diesem Wochenende gar nicht mehr so richtig gerechnet hatte. Klaus Horn drehte noch einmal mächtig auf, nachdem der Landauer einen kleinen Ausritt von Lindemann nutzen konnte und vorbeizog. Als er am Heck von Meister klebte, ließen allerdings die Reifen so stark nach, dass das kurze Feuerwerk schon wieder vorbei war. Somit wuchs der Abstand wieder auf über neun Sekunden an und Horn musste sich mit Platz zwei begnügen. „Den Start hatte ich wieder etwas verschlafen. Beim Überrunden habe ich wieder sehr viel Zeit verloren. Danach war der führende Mario Meister weg. Wenn es mal abreißt, ist es sehr schwer die Lücke wieder zu füllen. Da hatte ich auch die Reifen überfahren. Lindemann kam da dann nochmals mächtig auf“, erzählte Horn.

Trotz des durchwachsenen Wochenendes war es die zweite Podestplatzierung für Horn. Schon im ersten Rennen landete Horn auf dem dritten Rang hinter Lindemann. Beide profitierten von einer Zeitstrafe, die Heinz-Bert Wolters aufgebrummt bekommen hatte. Die Rennleitung ahndete ein Code 60 Vergehen mit 30 zusätzlichen Sekunden. Im Rennen hatte sich Wolters wieder an Lindemann vorbeigearbeitet, doch die Zeitstrafe verhinderte die Treppchenplatzierung. Im zweiten Rennen war ein kaputter Ölkühler für den Ausfall von Wolters gleich zu Beginn verantwortlich. Hier machte zunächst Thomas Lindemann das Tempo, trotz eines Ausrutschers in den Kies der Earste direkt nach Start und Ziel. Da Lindemann den GT3 R stabil hielt, profierte die Konkurrenz nicht davon. Erst ein zweiter Ausrutscher an derselben Stelle kostete später den zweiten Platz. „Ich blieb dran und hatte das Gefühl, dass ich ihn noch hätte erwischen können. Das Auto lief sehr ruhig in der Phase. Eine Runde mehr und es hätte vielleicht noch geklappt. Aber mit Platz drei kann ich gut leben. Es hat viel Spaß gemacht“, beurteilte Lindemann seinen dritten Gesamtrang.

Kampf um den Klassensieg
In Hockenheim noch Sieger des ersten Saisonrennens hing Marvin Meister (Porsche 991 MSTR) diesmal etwas in der Luft. Nicht ganz so schnell wie die Spitzer, aber wiederum schneller als der Rest. So in etwa lässt sich das Wochenende von Marvin Meister beschreiben. Mit den Plätzen fünf und vier sammelte Meister zumindest wichtige Meisterschaftspunkte.

Hinter Meister setzte sich Harald Geißelhart gegen Eduard Heinz (beide Porsche 991 GT3 Cup) durch. Für beide ging es um den Sieg in der Klasse 8, wobei Geißelhart den entscheidenden Tick schneller war. „Ich hatte die ganze Zeit Druck von Eduard Heinz. Aber der Abstand blieb kontinuierlich gleich, lediglich bei den Überrundungen änderte sich da immer wieder mal etwas. Am Schluss habe ich etwas langsam gemacht, da ich die Reifen vom Quali draufhatte und diese etwas abgebaut haben“, gab Geißelhart zu Protokoll. Etwas klarer war die Entscheidung im zweiten Rennen, wo sich Geißelhart mit 21,2 Sekunden Vorsprung deutlich durchsetzte. Dabei kämpfte der Klasse 8 Sieger rundenlang mit dem Porsche 991 GT3 Cup von Salmen/Salmen, die in der Klasse 9 antreten. Anfangs mit den besseren Karten für Salmen/Salmen, ehe Geißelhart vorbeikam. Doch Salmen/Salmen gaben nicht auf. Zwei Runden vor Schluss holten sich Salmen/Salmen den fünften Rang zurück. Damit hieß es für Geißelhart erneut Rang sechs, während Salmen/Salmen den zweiten Sieg in der Klasse 9 einfuhren. Markus Karl Maier (991 GT3 Cup) belegte zweimal Platz 2 in der Klasse 9. Zweimal Dritter der Klasse 8 wurde Frederik Läuferts.

Harald Geißelhart (991 GT3 Cup) mit Doppelsieg in der Klasse 8 // Foto: Patrick Holzer

Gleich mehrere Doppelsiege gab es an diesem Wochenende in Zolder. In der Klasse 7 hatte hatte Heiner Immig (Porsche 997 GT3 Cup) zweimal die Nase vorne. Christian Voigtländer (997 GT3 Cup) hielt sich in der Klasse 6 schadlos. „Das Wochenende hat super Spaß gemacht. Es war schön mit den anderen Kameraden aus der Klasse zu fighten. Nach vorne habe ich mich etwas herausgehalten, da wollte ich die ganz schnellen Autos nicht stören“, so Voigtländer. In Rennen eins siegte der PCHC Rekordmeister vor Claude Dichter (996 GT3 Cup) und Julian Sixtus (997 GT3 Cup). Letzterer verbesserte sich im zweiten Durchgang auf Rang zwei, während Rouven Tomaschko (997) diesmal Platz drei einfuhr. Die Klasse 5 ging zweimal an Harald Häfner (Cayman GT4), während Olaf Busse (Cayman GT4 CS) in beiden Rennen in der Klasse 4 vorne lag.

In zwei Wochen geht es für die PCHC mit dem dritten Lauf in Oschersleben  mit Rennen fünf und sechs schon wieder weiter.