AVIA W&S Motorsport jubelt nach NLS-Klassensieg, schnellster Rennrunde und weiterem Podium

271
Zulauf, Oberheim, Rauer, Wiedmann, Miemois (von li. nach re.)// Foto:L. Rodrigues

Vergangenen Samstag startete W&S Motorsport beim zweiten Saisonlauf der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) und feierte den Klassensieg in der Cup3 der Porsche Endurance Trophy Nürburgring (PETN) sowie die schnellste Rennrunde des AVIA racing Porsche 718 Cayman GT4 CS #960.

Das Schwesterauto, der CMS Porsche 718 Cayman GT4 CS #962, erzielte mit dem dritten Platz eine weitere Podiumsplatzierung in der Cup3. Der AM-Cup3 Porsche 718 Cayman GT4 CS #961 im Vöhringer Design sah auf Rang zehn die Zielflagge. Der AVIA racing Porsche 992 GT3 Cup #120 verunfallte in der ersten Rennstunde.

Bei regnerischem Eifelwetter begann für das Team von Patrick Wagner und Daniel Schellhaas das morgendliche Zeittraining über 90 Minuten. Die nasse und schmutzige Nordschleife sorgte für zahlreiche Zwischenfälle und so war es schwierig, eine schnelle Runde zu fahren. Schlussendlich qualifizierte sich der AVIA racing Porsche 911 GT3 Cup #120, pilotiert von Paul Harkema, Tim Scheerbarth und David Jahn, für den fünften Startplatz in der Cup2 der PETN.

In der Cup3 gingen mit dem AVIA racing Porsche 718 Cayman GT4 CS #960 Marius Rauer, Moritz Oberheim und Finn Zulauf von Platz zwei aus ins vierstündige Rennen. Direkt dahinter in der Startaufstellung auf Position vier, nahm der CMS Porsche 718 Cayman GT4 CS #962 mit den Piloten Philip Miemois, Mauro Calamia und Niclas Wiedmann am Steuer die Hatz durch die Grüne Hölle auf. Die drei AM-Fahrer René Höber, Sébastien Carcone und Heinz Dolfen im Vöhringer Porsche 718 Cayman GT4 CS #961 starteten von Platz elf.

Finn Zulauf übernahm den Start im AVIA racing Porsche Cayman GT4 #960 und konnte sich noch vor der ersten Kurve an die Spitze der Gruppe setzen, wurde dann jedoch von einem Kontrahenten am Heck getroffen und drehte sich. Somit reihte sich der 18-Jährige am Ende des Feldes wieder ein, begann eine Jagd um Positionen und konnte sich in die Top 7 zurückkämpfen. Marius Rauer übernahm das Steuer und gewann weiter Positionen. Für Spannung bis zur letzten Sekunde sorgte dann Moritz Oberheim in einem packenden Duell in der letzten Runde um die Spitze, welches er souverän für sich entschied und als Sieger die Ziellinie überqueren konnte. Einen extra Punkt in der PETN für die schnellste Rennrunde konnte das Team ebenfalls verbuchen. Der AVIA W&S Motorsport Fahrer Rauer jubelte besonders über seinen ersten Rennsieg seiner Motorsport-Karriere.

Der Finne Miemois konnte nach dem Startgetümmel die Führung in der Cup3 übernehmen, musste aber nach einem Kontakt die Box für eine Notreparatur der Front ansteuern und verlor dadurch zwei Minuten. Unbeeindruckt davon machte Miemois gekonnt und schnell wieder Positionen gut und brachte die #962 wieder an die Klassenspitze. Wiedmann stieg dann in den CMS Porsche Cayman GT4 #962 und hielt ebenfalls mit im Kampf um die Führung. Zur Schlussphase übernahm Calamia das Cockpit und zeigte seine Erfahrung als amtierender Meister der Cup3. Die hervorragende Team- und Fahrerleistung wurde mit dem dritten Platz belohnt.

Mitten im Feld der zweiten Startgruppe hielt sich Startfahrer Höber mit dem Vöhringer Porsche Cayman GT4 #961 aus allem Geplänkel heraus und gewann Plätze. Carcone übernahm das Auto und knüpfte an die konstanten Leistungen seines Kollegen an. Dolfen brachte dann den GT4-Boliden auf dem zehnten Platz in der Cup3 ins Ziel.

Nach dem Sieg beim Saisonauftakt und einem vielversprechenden fünften Startplatz ging Paul Harkema zuversichtlich ins Rennen. Doch leider verunfallte der AVIA racing Porsche 911 GT3 Cup 992 #120 kurz vor Ablauf der ersten Rennstunde. Harkema, der auf Slick-Reifen unterwegs war, sowie weitere Renn-Teilnehmer wurden von plötzlich einsetzendem Starkregen im Abschnitt Wippermann überrascht.

Am 15. April 2023 geht es für W&S Motorsport zum dritten Lauf der NLS. Dann wird das Rennteam aus Ofterdingen erneut um weitere Punkte in der Porsche Endurance Trophy Nürburgring kämpfen, wenn es wieder spannenden Motorsport über vier Stunden geben wird.

Daniel Schellhaas, Teamchef W&S Motorsport: „Wie beim ersten Lauf haben wir auch in der NLS2 einen Sieg eingefahren. Dieses Mal in der Cup3. Dazu kommt ein weiterer Podiumsplatz in der Klasse, was mich nach dem Pech am Start besonders freut. Dank der guten Strategie und unglaublich guten Leistungen der drei Fahrer des CMS Porsche Cayman GT4 ist das ein starkes Resultat trotz des Schadens. Das Trio des AVIA Porsche Cayman GT4 hat sich nach dem Dreher schnell zurückgekämpft und ein megastarkes Rennen geliefert. Moritz bot einen packenden Showdown, den wir für uns entscheiden konnten und uns den ersten Sieg mit dem Porsche Cayman GT4 in der PETN sicherte. Unsere drei Gentlemen fuhren ein solides Rennen. Der Unfall des Cup2 im Regen trübt das Gesamtergebnis leider etwas. Dass wir unsere Hausaufgaben nach dem ersten Lauf gemacht hatten, beweisen die Resultate heute. Ein großer Dank gilt unserem Team und allen Fahrer für eine starke Arbeit über das gesamte Wochenende. Wir kommen zuversichtlich und selbstbewusst zum dritten Rennen des Jahres.“

Marius Rauer, Fahrer #960: „Unglaublich, wir haben den ersten Cup3 Sieg erkämpft! Ich freue mich sehr! Für mich ist es der erste Rennsieg überhaupt, das macht es natürlich noch schöner. Finn fuhr einen super Start und konnte sich von ganz hinten aus stark zurück ins Rennen bringen. Auch ich machte Plätze gut, bevor Moritz einen echt fulminanten Schluss fuhr. Über den extra Punkt für die schnellste Runde freuen wir uns auch, da dieser am Saisonende die Meisterschaft mitentscheiden kann. Das versuchen wir in zwei Wochen nochmal!“

Niclas Wiedmann, Fahrer #962: „Die zweite Runde der NLS ist vorbei. Es war ein Wunder, dass wir das Rennen beenden konnten. Nach einem tollen Start von Philip konnten wir auf Platz eins fahren, aber nach einer Berührung mit einem Konkurrenten wurde unsere vordere Stoßstange beschädigt. Daher mussten wir einen frühen Boxenstopp zur Reparatur einlegen, der uns Zeit kostete. Mit einer starken Pace von Philip konnten wir recht schnell wieder auf Platz vier zurückkommen. Nach einem großartigen letzten Stint von Mauro sind wir auf einem sehr guten dritten Rang ins Ziel gekommen. Wir hatten definitiv die Pace, um das Rennen zu gewinnen, aber das Glück war nicht auf unserer Seite. Wir freuen uns auf das nächste Rennen und streben definitiv den Sieg an. Meine Glückwünsche gehen natürlich an unsere Teamkollegen Finn, Marius und Moritz, die den Klassensieg einfahren konnten. Ich bedanke mich bei dem Team für einen reibungslosen Ablauf und ein weiteres erfolgreiches Wochenende.“

René Höber, Fahrer #961: „Ein spannendes Wochenende ist zu Ende. Mit Heinz und Sébastien hat es viel Spaß gemacht, auch wenn die Bedingungen nicht leicht waren. Das Team hat gewohnt super Arbeit geleistet und meine zwei Mitstreiter waren ebenfalls gut unterwegs. Mit Platz zehn in einem so hart umkämpften Cup können wir zufrieden sein.“

Paul Harkema, Fahrer #120: „Das Rennen begann vielversprechend. Von Platz fünf aus lag ich bis zum Unfall mit an der Spitze. Ich war auf Slicks am Ende meines Stints als ein Regenguss mich und weitere Autos aus dem Rennen warf. Für das Team und meine beiden Cockpitkollegen tut es mir leid. Wir werden bei Rennen drei wieder angreifen!“