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Thomas Mühlenz
Meister des Jahres 2007
Thomas Mühlenz ist Meister der ADAC PROCAR. Durch einen zweiten und dritten Rang in den finalen Meisterschafts- läufen in Oschersleben sicherte sich der Recklinghäuser den Siegerpokal. Begonnen hatte der Schlagabtausch der Div- ision der 1600er Rennfahrzeuge mit dem Qualifying. Das Zeit- training sollte das erste der Meisterschaft sein, das unter Flutlicht stattfand.
 © Petra Weddige
 Geschafft - Thomas Mühlenz ist Meister der Division 2
Strömender Regen hatte den Zeitplan weit nach hinten gerückt und die Scheinwerfer sorgten für eine ungewohnte Stimmung. Thomas Mühlenz platzierte seinen Citroën C2 in der ersten Start- reihe, war jedoch enttäuscht, dass das Training durch eine Gelbphase beendet wurde: "Das Fahrzeug von Villota Comba stand über die Hälfte der Trainingszeit wie zementiert neben der Strecke. Man hätte das Training für eine Bergung unterbrechen sollen, um allen Fahrern noch einen Angriff auf die Bestzeiten zu ermöglichen."

Mit großer Anspannung gingen die Meisterschaftskandidaten in den ersten Lauf. Thomas Mühlenz reihte sich nach dem Start hinter Andreas Ziggel ein und blieb diesem bis in das Ziel hart auf den Fersen. "Ich hatte einen schlechten Start mit durchdrehenden Rädern. Wir haben bis zum Zieleinlauf extrem gepuscht. Das Auto lag super", erzählte der Citroën-Pilot in der Reparaturpause. Nur ein Punkt trennte den Recklinghäuser und Andreas Ziggel vor dem zweiten Wertungslauf, eine Ausgangslage, die viel Spannung versprach.

Das zweite Rennen sollte jedoch schon in den ersten Kurven meisterschaftsentscheidend sein. Zunächst staute sich der schnelle Verkehr vor der ersten Schikane. Das Fahrzeug von Andreas Ziggel stieg über einen Kerb auf und verlor Boden. Thomas Mühlenz fuhr vorbei und übernahm die
Führung bis zur nächsten Biegung. Der schwarze C2 kam weit nach außen und einige Wettbewerber fuhren vorbei. Die beiden Meisterschaftskandidaten blieben jedoch eng beieinander. Erst nach einem Ausflug Ziggels neben die Strecke war der Weg für den Recklinghäuser Rennfahrer frei. Als Dritter überquerte er die Ziellinie: "Ich bin glücklich, dass es in diesem Jahr endlich mit dem Meistertitel geklappt hat. Für das Team freut es mich, mit
dem neu entwickelten Fahrzeug gleich ganz vorn landen zu können." 

Thomas Mühlenz hatte an diesem Wochenende Konkurrenz aus Marl. Stephanie Neitzel steuerte als Gast einen Ford Fiesta ST ebenfalls in der Division 2 der PROCAR Serie. Die Rennlady, deren Einsatz sehr kurzfristig zustande kam, schlug sich achtbar, kam als achte und sechste ins Ziel und erzählte nach den Rennen: "Mein Auftritt hier war ein Test, das Fahrzeug ist noch nicht ganz auf die PROCAR modifiziert. Es hat aber großen Spaß gemacht und von den
Zeiten her war ich gar nicht so weit von der Spitze entfernt. Natürlich würde ich gerne im nächsten Jahr in die Meisterschaft eingreifen." (pw)

 
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Artikel vom 02.10.2007