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6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
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BIT-Racing Pokerpartie beim 6h-Rennen
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Der traditionelle Saisonhöhe-
punkt der BFGoodrich- Lang- streckenmeisterschaft Nürburg ring, das 6h-Rennen des MSC Ruhrblitz, war geprägt durch Wetterkapriolen. Die
Umstände- verlangten Fahrern und Teams viel Fingerspitzengefühl wäh-
rend dem Rennen ab. Der dritte BIT-Racing Fahrer Gerald Fischer bezeichnete das Rennen als sein
persönliches Waterloo. Das auf das ganze Rennen anzuwenden würde dem Team und Gerald |
| ©
Christian
Reinsch
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| Wetterkapriolen
am Ring und Reifenpoker |
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Fischer jedoch unrecht tun. Denn bis zur 23. Runde hatte sich BIT-Racing
sehr gut im Rennen platziert. Nach dem Qualifying standen die BIT-Racing Fahrer Frank Bierther (Bornheim), Erich Trinkl (Österreich) und Gerald Fischer (Österreich) auf der zweiten Position der Klasse V4. Kurz vor dem Start wurde das Rennen von der Rennleitung als „WET-Race“ deklariert und ein Wechseln der Reifen in der Startaufstellung war nicht mehr möglich. BIT-Racing und Startfahrer Frank Bierther entschieden das Rennen auf Regenreifen zu beginnen. Während sich die Startgruppen auf der Start- und Zielgeraden formierten, öffnete sich die Wolkendecke und die Strecke trocknete sehr schnell wieder ab. Regenreifen erwiesen sich für den Startturn eigentlich als Fehlgriff, denn nach dem Start wurde bei abtrocknender Strecke schnell klar – hier waren Slicks gefordert. In Runde 3 wechselten die BIT-Racing Mechaniker in der üblichen routinierten Vorgehensweise auf profillose Reifen. Frank Bierther nahm das Rennen wieder auf und nachdem der härteste Konkurrent, der Black-Falcon V4 BMW, durch einen langen Boxenaufenthalt zurückfiel, übernahm der BIT-Racing BMW 325i V4 die Führung in der Klasse. Auch Erich Trinkl, der den BMW „Fritz“ im zweiten Turn fuhr, konnte die Führung halten und einen großen Vorsprung auf den, zu dieser Zeit zweitplatzierten, Dolate-BMW herausfahren. Nach dem die ersten Runden seines Stints geprägt waren durch schöne Zweikämpfe, so musste er gegen Ende seines Stints die Umstände respektieren die etliche Gelbphasen und Rettungen auf der Rennstrecke mit sich brachten. Unter diesen Umständen in einen guten Rhythmus zu kommen war sehr schwer für den Österreicher. |
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Bitracing am Brünnchen
© Christian
Reinsch
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Im dritten Stint übernahm Gerald Fischer den schwarz-orangefarbenen BIT-Racing BMW „Fritz“. In Runde 23 spielte mal wieder das Eifeler Wetter seine eigenen Gesetze aus, nachdem ein Regenband über einen Teil der Strecke zog. Schon zuvor gab es stets wechselhafte Bedingungen und jedes Team stand vor der Frage im Rennen Regenreifen aufziehen oder nicht. Wer es nicht tat der musste in den feuchten Bereichen der Strecke sehr vorsichtig fahren, konnte aber, in der Phase in der die Strecke wieder abtrocknete, wichtigen Boden gut machen und sich einen Boxenstopp ersparen. BIT-Racing und Gerald Fischer entschlossen sich im Regen auf Slicks zu bleiben und hoch zu pokern – in der Poker-Fachsprache würde man von einem „All in“ sprechen. Jedoch war der Regen im Bereich der GP-Strecke stärker als erwartet, so dass Gerald Fischer das Fahren bei solchen Bedingungen mit dem Fahren auf reinem Eis verglich. „Du bist sofort weg“ meinte Gerald Fischer enttäuscht nach dem Rennen. Im schnellen Rheinland-Pfalz-Bogen auf der GP Strecke kam er von der Strecke ab und blieb im Kiesbett stecken. Zunächst dauerte es eine kleine Ewigkeit bis er von einem Bergungsfahrzeug auf die Strecke gezogen wurde und der darauf anschließende Boxenstopp zwecks Reinigung und Kontrolle warf das Trio Bierther/Trinkl/Fischer in der Klasse V4 weit zurück und aus dem Kampf um die Spitze war man uneinholbar raus. Frank Bierther brachte den BIT-Racing BMW 325i V4 auf Position 6 von 12 Starter der Klasse ins Ziel. Nach der Führung im ersten Renndrittel war die Enttäuschung über den Ausgang des Rennens unverkennbar. Frank Bierther nahm es trotzdem relativ gelassen: „Wir haben eben gepokert und leider verloren.“ Erich Trinkl sprach auch sein Mitgefühl für das Team aus. „Wir haben dieses Jahr ein wenig das Pech am Stiefel und es ist besonders schade für das Team, die einen tollen Job machen und einen immer wieder aufmuntern.“
Die Pokerpartie 6h-Rennen endete für BIT-Racing nach vielen guten Karten im Rennen mit der bitteren Erkenntnis, dass man bei einem „All-in“ auch alles verspielen kann. |
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Christian
Reinsch |
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Artikel vom 28.07.2008 |
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