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4.Internationaler Historic Grand Prix - Jim Clark Revival

Legenden und Organisatoren 

Es hat bereits Tradition. Rainer Braun trommelt zur Motorshow in Essen ehemalige Rennfahrer zum „Klassentreffen“ zusammen. Der Treffpunkt im Jahr 2007 war am 8. Dezember auf dem Dunlop-Stand unter dem Motto „die verrückten Jahre der Formel V“. Bei 280 Gästen wurden schnell Erinnerungen wach, beispielsweise an den Porsche-Rennleiter und PR-Chef Huschke v.  Hanstein,
 © Patrick Holzer
 Jim Clark REVIVAL - Nostalgie für jeden Rennsportfan
der im Jahr 1965 die ersten auf VW basierenden Renner (übrigens als Bausatz) aus den USA holte. Bald fuhren die kleinen, mit Käfer-Motoren befeuerten, Monoposti auf allen Rennstrecken Europas. Die Serie wurde zum Talentschuppen und brachte Fahrer wie Niki Lauda, Jochen Mass, Dieter Quester, Dr. Helmut Marko und Helmut Schurti hervor. Dieser erinnert sich noch genau an das letzte Rennen der Saison 1968 auf dem Hockenheimring: „Sechs Österreicher und ich waren im Pulk in der letzten Runde. Keiner wollte bremsen, also flogen wir alle ab. Weil ich auf der geteerten „Querspange“ zum stehen kam und die Kollegen auf dem Gras, war ich als Erster wieder auf der Piste und im Ziel.“ Schurti, der mit Eberhard Mahle anreiste, ließ sich von dem Berg-Europameister von der umfangreichen Formel V-Präsentation in diesem Jahr beim JIM CLARK-REVIVAL (JCR) berichten – und beide beschlossen spontan, im Jahr 2008 zur vierten Auflage der Veranstaltung zu kommen. Zu der fröhlichen Runde gesellte sich Kurt Ahrens, Botschafter des 4. International Historic Grand Prix. Er bestärkte die beiden ehemaligen Rennfahrer in ihren Reiseplänen und betonte, dass Rennfahrer-Legenden herzlich willkommen wären. Der Veranstalter hat hauptsächlich jene Rennfahrer vom 24. bis 27. April 2008 auf den Hockenheimring eingeladen, die am 7. April 1968 mit Jim Clark am Start zum ersten Lauf um den Martini Gold Cup (Formel 2-Europameisterschaft) standen. In der fünften Runde verunglückte der zweifache Formel 1-Weltmeister tödlich. Die Starterliste von 1968 liest sich wie das „Who is who“ im Motorsport. Jim Clark und Graham Hill auf Lotus, Chris Amon auf Ferrari, Kurt Ahrens, Max Mosley und Derek Bell auf Brabham sowie Jo Schlesser auf McLaren. Kurt Ahrens stand beim ersten Lauf in der ersten Startreihe. Höchstwahrscheinlich wird er zusammen mit seinem Freund Derek Bell zum Hockenheimring reisen.Die Gedenkveranstaltung zum 40sten Todestag von Jim Clark wird voraussichtlich am 26. April 2008 zwischen 13.15 und 13.45 Uhr ihren Höhepunkt auf der Start-und-Ziel-Gerade des Motodroms finden. Die Formel 2-Renner haben dann bereits Startaufstellung genommen. Vor diesem Spektakel werden aber die Helden von damals dem Publikum vorgestellt und drehen eine Demonstrationsrunde. Anschließend findet ein Fototermin mit den zeitgenössischen Fahrzeugen und Autogrammstunden statt. Zur Einstimmung auf dieses denkwürdige Ereignis haben wir den Bericht vom 6. April 1968 vom ZDF Sportstudio mit Jim Clark und Kurt Ahrens auf die Homepage (www.jimclark-revival.com/index.php?id=48) gestellt.

Schlangenbad im Büro von Ronny G.Bredhauer: Der Organisationsleiter des JIM CLARK-REVIVAL muss aus 18 zwölf machen. Dabei handelt es sich aber keinesfalls um ein reines Rechenbeispiel, sondern um eine komplexe Aufgabe, zu der Diplomatie, Feinfühligkeit und Abwägung notwendig sind. Die strengen Vorschriften in Hockenheim zwingen Bredhauer im Jahr 2008 nur noch zwischen 9.00 Uhr und 18.00 Uhr Rennwagen auf die Piste zu lassen. Hinzu kommt, dass es sich im Jahr 2008 nur um eine Vier-Tages-Veranstaltung handelt, ohne zusätzlichen Montag (Brückentag) wie in 2007. Folglich müssen sich die Verantwortlichen auf zwölf Rennserien beschränken. 18 waren es im Vorjahr, 24 Serien wollen im Jahr 2008 fahren. Wir berichten, sobald diese Rechenaufgabe gelöst ist.

Text:JCR  Fotos: Patrick Holzer

 
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Artikel vom 21.12.2007

   
   

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