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Leo Voyzaides holt
sich beim World Sportscar Masters den Gesamtieg |
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Kein
Rennsieg, aber trotzdem auf Platz eins |
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Ohne Trainingssitzung starteten die World Sportscar Masters zusammen mit den
älteren Fahrzeugen des Sports Racing Masters als zweiter Programmpunkt am
Samstag in ihr erstes Rennen. Das Feld wurde von Leo Voyazides im Lola 280
angeführt. Der in Groß Britannien lebende Grieche kann auf Rennerfahrung in
vielen wunderschönen Rennfahrzeugen wie Ford GT40 oder Ford Faclon
zurückblicken. |
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Patrick Holzer |
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| Leo
Voyazides gewann die Veranstaltung in der Addition |
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An der zweiten Position rollte der Ferrari 712 CanAm von Paul
Knapfield. In dem 1970 noch als 512 S gebauten und zwei Jahre später zum 712
Spyder umfunktionierten Renner fuhren schon so bekannte Namen wie Mario Andretti,
Arturo Merzario, Jacky Ickx oder Jean-Pierre Jarier. Große Rennerfolge waren
dem ca. 650 PS starken Rennwagen aber nicht beschieden, wobei der Sieg bei den 9
Stunden von Kyalami 1970 mit Jacky Ickx und Ignazio Giunti wohl den größten
Erfolg in der Rennhistorie darstellt. Als Dritter sollte ein wahrer Kinoheld ins
Rennen gehen. Der 1969 gebaute und mit Chevrolet Power ausgerüstete Lola T70
MK3 B von Stefano Rosina hatte schon im Film "Le Mans" mit Steve
McQueen mitgespielt. Mit dem selben Fahrzeugtyp ging der Doppelsieger aus dem
Vorjahr Richard Meins an vierter Stelle ins Rennen.
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Beim Start zum
ersten Rennen schoss Knapfield in Führung |
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Nach drei Runden hinter dem Führungsfahrzeug wurde
das Rennen endlich frei gegeben. Ferraripilot Paul Knapfield bog als Erster in
das Castrol S ein. Stefano Rosina folgte dicht dahinter, während Leo Voyazides
noch hinter Richard Meins zurückfiel. Die Führung für Knapfield währte nur
eine Runde, denn schon in der folgenden Runde war Stefano Rosina vorbei. Leo
Voyazides hatte sich wieder an Meins vorbeigekämpft und Gesamtposition drei
übernommen. Hinter Meins folgten André Bailly (Lola T70 MK3 B), John Grant
(Chevron B16) und Roberto Farnetti (Chevron B16). In der dritten Runde nach der
Startfreigabe fiel Paul Knapfield auf Rang 17 zurück, so dass Rosina nun über
einen komfortablen Vorsprung von 2,44 Sekunden auf Leo Voyazides verfügte. Der
Italiener baute diesen weiter auf 8,485 Sekunden aus und holte damit deutlich
den Rennsieg. Auch an der Reihenfolge dahinter sollte sich bis ins Ziel nichts
mehr ändern. Leo Voyazides und Richard Meins war das Podest nicht zu nehmen.
Der wacker kämpfende Paul Knapfield hatte sich noch bis auf Gesamtrang fünf
hinter André Bailly nach vorne gearbeitet.
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Rasante Aufholjagd -
Vom 17. Platz kam Knapfield noch als 5. ins Ziel |
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Das zweite Rennen startete mit einem Paukenschlag
als Stefano Rosina gleich zu Beginn seinen Lola ins Kiesbett pfefferte. Paul
Knapfield im mächtigen 12 Zylinder Ferrari nutzte die Gelegenheit und übernahm
die Führung, die er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Auf dem zweiten Platz lag
zuerst Richard Meins, der aber nicht lange dem im Heck klebenden Voyazides
standhalten konnte. Der Grieche kam immer näher an Knapfield heran, doch 0,472
Sekunden rettete der Ferrarimann über den weißen Strich. Richard Meins hatte
da schon ein ruhigeres Rennen und landete erneut als Drittplatzierter auf dem
Treppchen.
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Bester Chevron -
Richard Meins |
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In der Addition der zwei Rennen siegte dann aber
Leo Voyazides, der im Gegensatz zu Rosina und Knapfield konstant über beide
Rennen gekommen war. Ohne Knapfields Ausrutscher wäre für den Ferraripiloten
mehr drin gewesen, doch auch Rang zwei konnte sich sehen lassen. Zweimal drei,
macht drei, zumindest für Richard Meins, der in der Endabrechnung auf die
dritte Gesamtposition kam.
Wem das Le Mans Feeling der 60er und 70er Jahre
gefallen hat, sollte sich schon einmal einen Termin merken. Vom 5. bis zum 7.
Oktober wird die Masters Serie in Spa-Francorchamps an den Start gehen.
Patrick
Holzer/Jürgen Holzer Fotos: Patrick Holzer arp-foto
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