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gewinnung der sonst bei jedem Bremsvorgang vernichteten
Energie wird ein Elektromotor angetrieben, der den konventionellen Motor dabei unterstützt, dem Rennwagen den notwendigen Schub für die Hatz zweimal rund um
die Uhr über Nordschleife und Grand Prix-Kurs zu geben.
„Der Motorsport darf die Notwendigkeit, Energie zu sparen, nicht ignorieren. Ich sehe vielmehr die Chance, dass unser Sport wieder zum Vorreiter einer technischen
Entwicklung werden kann, die unsere Autos auch abseits der Rennstrecke deutlich energieeffizienter macht, “ erläutert Heinz-Harald Frentzen die Gründe für sein
Engagement. Der Mönchengladbacher fungiert übrigens keineswegs als Galionsfigur und Fahrer bei diesem Projekt: Er ist vielmehr die treibende Kraft bis hin zur
Finanzierung der nicht unerheblichen Aufwendungen. „Der ADAC Nordrhein als Veranstalter des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring hat alternativen
Antriebskonzepten schon seit Jahren die Tür geöffnet. Jetzt gibt er in Übereinstimmung mit dem DMSB auch unserem Projekt, das ansonsten international noch
nicht in die existierenden Reglements passt, eine Chance“, sagt er zu den Gründen des Auftritts in der Eifel.
Für das „grüne“ Rennprojekt wird damit die „grüne Hölle“, wie der Nürburgring gerne genannt wird, zum Schauplatz der Premiere. Dort wird der Hybrid-Renner, der
auf dem Sportwagen Gumpert apollo basiert, sich gleich bei seinem ersten großen Auftritt nicht nur den insgesamt über 200 anderen teilnehmenden Fahrzeugen,
sondern speziell so leistungsstarken und ausgereiften Boliden wie Porsche 911 GT3, Dodge Viper, Lamborghini Gallardo, BMW Z4 oder Chevrolet Corvette stellen
müssen. An Leistung fehlt es allerdings auch dem Newcomer nicht: Den konventionellen Teil des Antriebs bildet ein 3,3-Liter V8-Biturbo-Triebwerk. Unterstützt wird
es von einem maximal etwa 100 kW leistenden Elektromotor, dessen Kraft aber systembedingt nicht ständig und in vollem Umfang zur Verfügung steht. Insgesamt
kann der Hybrid-Renner auf der Berg- und Talbahn des Nürburgrings damit bis zu 630 PS mobilisieren. Die Kehrseite der Medaille: Die zusätzlichen elektrischen
Komponenten kosten Gewicht.
Dennoch ist Norbert Kreyer, der technisch für das Projekt verantwortlich zeichnet, guten Mutes, im Mai ein Stück Motorsportgeschichte schreiben zu können:
„Wir sind uns der Schwere der Aufgabe sehr wohl bewusst. Wir sind auch ganz sicher kein Favorit auf den Gesamtsieg. Dafür fehlen uns als privates Team die
Ressourcen, wie sie große Automobilhersteller haben. Das müssen wir mit hoher Flexibilität und Pioniergeist ausgleichen. Auch war die Vorbereitungszeit
notgedrungen sehr kurz. Aber ich bin überzeugt, dass wir es schaffen, mit unserem innovativen Konzept zu zeigen, welche Möglichkeiten schon jetzt in der
Hybrid-Technologie stecken.“ Für den Motoren-Ingenieur, der reichlich Erfahrung aus dem Rallyesport sowie leitenden Positionen in der Formel 1 mitbringt,
ist der Auftritt in der Eifel lediglich ein Anfang: „Das Hybrid-Konzept, so wie wir es jetzt einsetzen, ist nur eine Entwicklungsstufe hin zu einem Fahrzeug, dessen
elektrische Komponenten immer mehr Bedeutung erlangen.“
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Dass die Mannschaft um Heinz-Harald Frentzen die Aufgabe absolut nicht auf die leichte Schulter nimmt, zeigt die Besetzung im engen Cockpit des Hybrid-Renners.
Neben Frentzen wird der FIA GT-Meister 2007 in der Kategorie GT2, Dirk Müller (Monaco), ins Lenkrad greifen. Müller, der zurzeit mit einem Ferrari 430 GTC nach
Siegen in St. Petersburg und Long Beach die Punktewertung in der GT2 der American Le Mans Series (ALMS) anführt, ist auf der Nordschleife kein Unbekannter.
Als BMW-Werksfahrer konnte er 2004 das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gemeinsam mit Hans-Joachim Stuck, Pedro Lamy und Jörg Müller gewinnen.
Ein oder zwei weitere starke Fahrer, möglichst mit Erfahrung auf der schwierigen und anspruchsvollen Nordschleife, werden das Duo Frentzen/Müller auf dem
Hybrid-Renner ergänzen.
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