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Mühlner Motorsport mit zwei Porsche in der FIA GT3 Europameisterschaft
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Saisonauftakt in Silverstone |
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Das im belgischen Spa
Francorchamps ansässige Mühlner Motorsport Team nahm am
Saisonauftaktsren- nen der FIA GT3 Europa - meisterschaft in Silverstone mit zwei Porsche 911 GT3 Cup S teil.
Der in England lebende Kanadier Mark Thomas, der insgesamt drei der sechs zur Meisterschaft zählenden Veranstaltungen für Mühlner Motorsport bestreiten
wird, teilte sich in Silverstone den Porsche GT3 Cup S (
Nr.39)
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Mühlner Motorsport
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zwei Porsche 911 GT3 Cup S beim Auftakt in Silverstone |
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mit dem in der vorigen Woche der Roll Out in Zolder gefahren worden war, mit dem
Deutschen Jochen Krumbach, der 2007 mit dem Mühlner Team die Porsche Cup Klasse in der Deutschen Langstreckenmeisterschaft gewonnen hatte.
Die fürs ganze Jahr gesetzte Kombination Tom Cloet (Belgien) und Tim Bergmeister (Deutschland) fuhren den nagelneuen Porsche mit der Startnummer 40
des Mühlner Teams, der erst am Tag vor der Abreise nach Silverstone bei Porsche in Weissach abgeholt werden konnte.
So brachten dann die Freien Trainings Sitzungen am Freitag für dieses Fahrzeug die ersten Kilometer auf den Tacho. Daher waren auch die bescheidenen
Platzierungen absolut verständlich. Jochen Krumbach, einer der Schnellsten auf der Nürburgring Nordschleife, war das erste Mal in Silverstone und nutzte
die Zeit um die Strecke kennen zu lernen. Mark Thomas kam gut zurecht und war zufrieden.Im Qualifying kam dann die Ernüchterung: beide Mühlner Porsche lagen in beiden Trainingssessions nur im Mittelfeld des mit 43 Fahrzeugen sehr großen
Feldes. „Leider lag die Hälfte des Feldes vor uns, aber die zweite Hälfte lag glücklicherweise noch hinter uns. Wenn man bedenkt, dass wir das Fahrzeug jetzt ja erst richtig kennen lernen, ist das gar nicht so schlecht. Immerhin sind wir fürs erste Rennen zweiter und dritter Porsche, obwohl die anderen Teams
schon deutlich mehr Erfahrungen mit Ihren Fahrzeugen sammeln konnten, “ analysiert Bernhard Mühlner die Situation nach dem Qualifying.
Das erste Rennen verlief anfänglich wie geplant: Tom Cloet erwischte einen guten Start und konnte Richtung Top Ten fahren. Kurz vor dem Fahrerwechsel
dann der Supergau: Cloets Porsche und ein Lamborghini kollidierten so eigenartig, dass sich die tiefe Front des Lambo derart ungünstig unter den Porsche
bohrte, dass dieser mit seinem rechten Hinterreifen über die Haube des Lambo drüber fuhr.
„Ich bin fast einen Meter hoch durch die Luft geflogen. Das war sehr gefährlich. Neben anderen Beschädigungen war die hintere rechte Felge so defekt,
dass der Reifen runter gesprungen ist und ich nicht mehr weiterfahren konnte. Schade, bis zu diesem Zwischenfall hat mir das Rennen viel Spaß gemacht
und ich bin gut nach vorne gekommen. Die Fahrzeuge mit den ich gekämpft habe, waren im Endresultat ganz vorne dabei, “ sagte Tom Cloet später.
Mark Thomas ging das Rennen auf leicht feuchter Strecke sehr vorsichtig an und brachte den Porsche sicher auf Rang 21 zum Boxenstopp.
Jochen Krumbach übernahm und konnte noch auf Rang 17 vorfahren. Damit waren Thomas / Krumbach dritter Porsche.
„Ich bin das erste Mal in Silverstone und bin den neuen Porsche vorher nicht gefahren. Ich musste erst das Fahrzeug und die Strecke kennen lernen.
Insofern bin ich mit meiner Performance sehr zufrieden. Das Rennen hat mir gut gefallen ich konnte überholen und dabei sehen, wo unser Auto Vorteile
hat. Das versuche ich im zweiten Rennen umzusetzen, “ sagte Krumbach nach dem ersten Rennen.
Auch beim zweiten Rennen am Sonntagnachmittag war die Strecke feucht, aber Slicks waren die einzige Möglichkeit, da Intermediates vom Reglement
her nicht zugelassen sind. Tim Bergmeister und Jochen Krumbach starteten nebeneinander aus der zehnten Reihe und überstanden knapp einen Startunfall.
Ein vor Ihnen fahrender Aston Martin schlug schon auf der Start und Ziel Geraden nach einer Kollision erst rechts in die Boxenmauer, bevor er auf dem
linken Teil der Strecke zum stehen kam. Bergmeister kam rechts vorbei, Krumbach musste aber auf der linken Seite bis zum Stand abbremsen und verlor
etliche Plätze. Nach der durch den Unfall verursachten Safety Car Phase konnten die beiden Mühlner Piloten richtig aufgeigen. Krumbach fuhr auf Platz 10
vor und Bergmeister auf Platz 7.
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Eine Runde nach den obligatorischen Boxenstopps aller Teilnehmer lagen die beiden Mühlner Porsche bereinigt auf den aussichtsreichen Plätzen 10
(Cloet / Bergmeister) und 11 (Thomas / Krumbach) bevor auf dem Monitor die Hiobsbotschaft erschien: Beide Mühlner Porsche bekamen eine Stopp and
Go Strafe, da die Fahrerwechsel „zu schnell“ durchgeführt wurden.
„Das verstößt zwar gegen jegliche Logik, denn Motorsport ist ja bekanntlich ein Sport bei dem es auf Geschwindigkeit und Schnelligkeit ankommt, aber
das FIA GT3 Reglement sieht je nach Länge der jeweiligen Boxengasse eine bestimmte Mindestzeit für das rein fahren, den Fahrerwechsel und das
anschließende wieder raus fahren vor. Nachdem die Fahrer den Fahrerwechsel und das anschnallen zigfach geübt haben, waren sie heute einfach zu
schnell. Hatten wir am Samstag noch fast zehn Sekunden verloren, so waren wir am Sonntag bei der 39 vier Sekunden und bei der 40 ganze neun Sekunden
zu schnell, “ erläutert Bernhard Mühlner.
Nach den Stopp and Go Strafen fiel Mark Thomas auf P23 zurück und wurde schließlich als 20. abgewunken, Tom Cloet sah das schwarz/weiß karierte
Tuch als 15. nachdem er auch noch eine harmlose Kollision mit einem anderen Porsche hatte.
Tom Cloet: „Ich bin den neuen Porsche GT3 Cup S letzte Woche in Zolder gefahren und das Auto war perfekt. Handling, Gripniveau und Motorleistung
waren toll. Jetzt nach den Maßnahmen der FIA um den Porsche einzubremsen ist das Fahrzeug deutlich schlechter geworden. Die drei Maßnahmen
zusammen sind einfach zuviel. Dadurch standen wir nach dem Training soweit hinten und da ist dann natürlich auch das Unfallrisiko deutlich höher.“
Tim Bergmeister: „Wir haben das Untersteuern bedingt durch das Zusatzgewicht und die 10mm höhere Fahrhöhe einfach nicht in den Griff bekommen.
Das vorher stimmige Konzept des Porsche GT3 Cup S ist stark gestört.“
Mark J. Thomas: „Ich bin alles in allem sehr zufrieden. Ich fühle mich sehr wohl im Porsche und beim Mühlner Motorsport Team, bei dem ich ja neben
den FIA GT3 Rennen auch das 24-Stunden-Rennen in Spa fahren werde.“
Jochen Krumbach: „Da ich den neuen Cup S hier das erste Mal gefahren bin, kann ich nichts über den Unterschied nach den FIA Strafmaßnahmen sagen.
Mir hat das Rennen in Silverstone sehr gut gefallen. Die Strecke in Silverstone und das ganze Ambiente bei einer FIA Veranstaltung ist schon toll. Ich habe
gezeigt, dass ich nicht nur auf der Nordschleife schnell fahren kann.“
Renate-Carola Mühlner: „Natürlich können wir mit dem Wochenende nicht zufrieden sein. Wir müssen und werden hart arbeiten, um an die Zeiten der Spitze
anzuknüpfen. Unser Anspruch ist es, hier Rennen zu gewinnen und das wird uns in absehbarer Zeit auch gelingen.“
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Mühlner Motorsport |
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Artikel vom 22.04.2008 |
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